Beteiligungskonzept für Masterplan Eschborn 2030+ vorgestellt

Am 29. November 2017 hat Stadtrat Adolf Kannengießer im Bau- und Umweltausschuss den Projektstatus zum Masterplan Eschborn 2030+ erläutert und das vorgesehene Beteiligungskonzept vorgestellt. Zahlreiche Stadtverordnete, Magistratsmitglieder sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger haben im Rathaus die Ausführungen der Fachreferenten verfolgt.

Ziel des Masterplanes ist es, eine mittel- bis langfristige Orientierung zu schaffen, um die Entwicklung der Stadt Eschborn in den nächsten 15 bis 20 Jahren darzustellen. Dabei sollen Leitlinien und Zielvorstellungen für die Bereiche Leben und Wohnen, Mobilität, Umwelt und Landschaft, Arbeit aber auch die Verbesserung der Attraktivität Eschborns als Standort der für Eschborn so bedeutenden Wirtschaft entwickelt und daraus Maßnahmen und Projekte priorisiert werden. Eschborn soll für die Zukunft gut vorbereitet sein.

"Wir müssen uns den Herausforderungen der Zukunft stellen und kreative, innovative und vor allem nachhaltige Lösungen für zahlreiche Lebensbereiche entwickeln. Es ist unsere Aufgabe, unsere Stadt für alle Menschen, die hier leben und arbeiten, attraktiv zu halten,“ sind sich Bürgermeister Mathias Geiger und Stadtrat Kannengießer einig, "daher laden wir alle Bürgerinnen und Bürger ein, sich an der Gestaltung dieses Masterplanes zu beteiligen".

Insbesondere aber auch Vertreter der Wirtschaft, der Vereine und anderer Interessengruppen sollen über Fachforen in den Prozess mit eingebunden werden. Ihre Beteiligung ist sehr wichtig für die Akzeptanz dieser so umfangreichen Aufgabe.

Koordiniert und gesteuert wird der Masterplan-Prozess von der städtischen Mitarbeiterin Dr. Sandra Zenk aus dem Fachbereich Planen und Bauen. Sie hat bereits die Bestandsanalyse und ein Planwerk für das weitere Verfahren erarbeitet. Zenk verfügt zudem über einen großen Erfahrungsschatz in der Stadtplanung.

Bei einem derart komplexen Projekt ist auch der Blick von außen sehr wichtig. Deshalb hat die Stadt die Planungsgemeinschaft Orange Edge aus Hamburg und Arup aus Frankfurt mit der inhaltlichen und fachplanerischen Erarbeitung des Masterplanes beauftragt. Für die Moderation der Bürgerinformationsabende sowie die Auswertung und Dokumentation der Bürger- und Online-Beteiligung wurde das Büro Stadtbauplan aus Darmstadt beauftragt. Alle Büros besitzen umfangreiche Expertisen im Dialogverfahren.

Nachdem die Erkundungsphase mit der Bestandsanalyse abgeschlossen ist, steht als nächster Schritt die Bestimmung der Leitlinien inklusive der übergeordneten Zielvorstellungen auf dem Programm. Diese werden in Werkstatt-Gesprächen mit der Politik erarbeitet und in einer Veranstaltung im Februar vorgestellt. Dort haben die Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, eigene Zielvorstellungen zu formulieren, aber auch Mängel zu benennen und Maßnahmen oder Projekte vorzuschlagen. Parallel können sich Interessierte in einer Ausstellung im Rathaus informieren. Auf ausliegenden Beteiligungskarten sowie einer städtischen Online-Seite können zu den Plänen Kommentare formuliert werden, die auch veröffentlicht werden.

Letztlich wird dann aus der Bürgerbeteiligung, den Ergebnissen der Werkstattgespräche und den Fachforen das Konzept des Masterplans erstellt und durch die Stadtverordnetenversammlung beschlossen. Vorgesehen hierfür ist eine Sitzung im Herbst 2018. Sollte sich allerdings im Laufe des Prozesses herausstellen, dass zusätzliche Termine zur Beteiligung von Bürgern, Interessenvertretern oder Politik notwendig sind, werden die Beteiligungsformate erweitert und der Zeitplan nach hinten geöffnet. "Ziel ist es, einen breiten Konsens zu einer zukunftsfähigen Entwicklung Eschborns zu schaffen. Der Masterplan soll ein Handlungsleitfaden für Politik und Verwaltung sein und in der Folge konsequent umgesetzt werden“, bekräftigte Baudezernent Kannengießer in der Ausschusssitzung am Mittwochabend.