Gelunger Auftakt der AG Nachhaltigkeit von GIZ und Stadt Eschborn

Die Stadt Eschborn und die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) verzeichnen einen gelungen Auftakt ihrer Kooperation für Nachhaltigkeit. Zum Einstieg wurde kürzlich ein Workshop zum Thema rechtssichere und nachhaltige Beschaffung veranstaltet. Bürgermeister Mathias Geiger und Erster Stadtrat Thomas Ebert, der für den Bereich Umwelt und Klimaschutz verantwortlich ist, betonten die Bedeutung des Themas: "Die rechtliche Basis des Vergaberechts wird komplexer und Nachhaltigkeit gewinnt an Bedeutung, daher wollen wir unsere Mitarbeiter mit diesem Workshop unterstützen", erläuterte Ebert.

20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Eschborner Stadtverwaltung erarbeiteten erste Vorschläge für konkrete Maßnahmen. Dabei wurden Sie von Experten der  Hessischen Landesverwaltung und der GIZ unterstützt, die beide im eigenen Betrieb eine nachhaltige Beschaffung umsetzen. Die GIZ, die am Workshop mit drei Experten teilnahm, beschäftigt weltweit 20.000 Mitarbeiter und entscheidet jährlich über Beschaffungen in der Größenordnung von Hunderten Millionen Euro. Über den erfolgreichen Einsatz u.a. von Recyclingpapier, Tonern und Tinten berichtete Marcel Nitschmann vom zentralen Einkaufsmanagement der GIZ. Die GIZ ist beim Thema Nachhaltigkeit führend. So verantwortet sie das Tool www.oeffentlichebeschaffung.kompass-nachhaltigkeit.de.

Praktische Arbeitshilfen

Stefan Ebert vom Hessischen Finanzministerium stellte den rechtlichen Rahmen und praktische Arbeitshilfen vor. Er verdeutlichte, dass ökologische und soziale Kriterien vergaberechtlich nicht nur zulässig, sondern als strategische Ziele sogar verpflichtend sind.

Eschborn hat ebenfalls früh Erfahrungen im Bereich Nachhaltigkeit gesammelt. Bereits 2011 schloss sich die Stadt der Fairtradetown-Kampagne an. Eine Dienstanweisung zur fairen Beschaffung wurde im Jahr 2013 beschlossen. Auch im Klimaschutzkonzept 2014 wurde Nachhaltigkeit als Ziel formuliert. Eschborn zählt zu den Großverbrauchern, so ordert die Verwaltung z.B. alle 3 bis 4 Monate eine Palette mit 100.000 Blatt Papier nach. Als konkrete Maßnahmen schlugen die Teilnehmer des Workshops daher u.a. die Einführung von zertifiziertem, umweltfreundlichem Recyclingpapier und die Verwendung von Fairphones für die Stadtverwaltung vor. Weiterhin äußerten die Teilnehmer den Wunsch, die Arbeit an Leitlinien in einer AG Nachhaltigkeit fortzusetzen.