Interkulturelle Woche 2017: Filmabend mit Diskussion über Mali

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Im Rahmen der Interkulturellen Woche zeigt das Kommunale Kino Eschborn am Freitag, dem 15. September 2017, um 20:15 Uhr, einen französisch-mauretanischen Spielfilm. "Timbuktu" spielt in der gleichnamigen Stadt in Mali.

Er zeigt die Besetzung der Stadt durch Dschihadisten der Al-Qaida-nahen Gruppe Ansar Dine. Die Bevölkerung lehnte die Rebellen massiv ab, die in den ersten drei Monaten des Aufstands die öffentliche Infrastruktur zerstörten, private und öffentliche Gebäude bzw. Geschäfte plünderten sowie zahlreiche Vergewaltigungen begingen.

Das Interkulturelle Netz Eschborn beschäftigt sich im diesjährigen Filmgespräch mit dem Staat Mali, dem bis dato demokratischen Musterland Westafrikas. Das Land steckt seit 2012 durch den ethnischen Konflikt mit den Tuaregs in einer Krise und ist dem radikal-islamistischen Terror hilflos ausgesetzt. Im Rahmen der UNO-Friedensmission bemüht sich auch Deutschland mit einem Bundeswehreinsatz um Sicherheit und Frieden. Bislang ohne Erfolg.

Die Zerstörung der mythischen Oasenstadt Timbuktu durch Islamisten zeigt die ganzen Auswirkungen der Gewalt auf die Menschen Malis, aber auch die Kraft ihrer Kultur. Der Film bringt in wunderbar poetischen Bildern Geschichten aus dem Alltag einer vielfältigen Bevölkerung, deren kulturelle Regeln im Miteinander durch den islamistischen Fundamentalismus ungültig geworden sind.

Erster Stadtrat Thomas Ebert freut sich, dass das Interkulturelle Netz zum diesjährigen Filmabend Dr. Nahorbe Kabo als Referenten gewinnen konnte. Der entwicklungspolitische Berater ist seit vielen Jahren in afrikanischen Ländern unterwegs und kommentiert im Anschluss die augenblickliche politische Lage der mystischen Wüstenstadt.

Das Eschborn K befindet sich in der Jahnstraße 3. Der Eintrittspreis beträgt 4 Euro.

In der Galerie K, im Foyer des Eschborn K, sind noch bis zum 24. September 2017 Zeichnungen des in Eschborn lebenden syrischen Flüchtlings Omar Rafee zu sehen.