Jugendhaus und Zweifeld-Halle nehmen Gestalt an

Architekturbüro präsentiert die Vorentwurfsplanung

In einer öffentlichen Sondersitzung des Bau- und Umweltausschusses, die am Mittwoch, dem 19. April 2017 stattfand, hat Andreas Janouschkowetz vom Architekturbüro Loewer + Partner den aktuellen Planungsstand für die Zweifeld-Sporthalle und das Jugendhaus präsentiert. Der Komplex wird so auf dem Gelände der Heinrich-von-Kleist-Schule errichtet, dass die alte Sporthalle, die Laufbahn und der Bolzplatz erhalten bleiben.

Laut Baudezernent Adolf Kannengießer soll der Bauantrag im Juni eingereicht werden, so dass die Vorarbeiten starten können. Baubeginn ist für Ende 2017 vorgesehen, Fertigstellung bis Mitte 2019 geplant. Insgesamt werden die Kosten auf 6,52 Millionen Euro veranschlagt, dabei entfallen auf die Sporthalle 3,5 Millionen und auf das Jugendhaus 3,02 Millionen. Einkalkuliert wird allerdings auch eine Reserve von 550.000 Euro, so dass insgesamt mit Kosten von 7,07 Millionen Euro zu rechnen ist. „Wir werden uns allerdings bemühen, unter der 7 Millionen-Marke zu bleiben“, betont Janouschkowetz.
Die Zweifeld-Sporthalle wird in einer lichten Größe von 45 x 22 x 7 Metern und eingeschossig gebaut. Alles wird ebenerdig und damit komplett barrierefrei, sowohl für Sportler und Lehrer als auch Besucher. Beide Hallenhälften werden separat nutzbar sein und über einen eigenen Zugang sowie jeweils einen Geräteraum, eine Doppelumkleide Mädchen / Jungen und eine Lehrerumkleide verfügen. Die Halle wird in erster Linie durch den Main-Taunus-Kreis und die Vereine genutzt. Eine Nutzung als Versammlungsstätte ist nicht vorgesehen.

Das Jugendhaus ist dreigeschossig konzipiert: Im Untergeschoss befinden sich neben Lager und Technikräumen auch Probenräume für Musiker sowie ein Boulderraum, der sich bis ins Erdgeschoss erstreckt. Im Erdgeschoss sind ein Treffpunkt und eine Küche vorgesehen, außerdem eine Holz-  und eine Fahrradwerkstatt. Zwei Treppenhäuser garantieren sichere Rettungswege, eine teilweise Verglasung zu den Räumen hin gewährt den Betreuern einen guten Sichtkontakt zu den Jugendlichen und eine damit verbundene soziale Kontrolle. Der zentrale Bereich bekommt eine raumhohe Verglasung und eine Öffnungsmöglichkeit zur Skateranlage hin, so dass eine direkte Verbindung hergestellt wird. Im Obergeschoss wird es Rückzugsräume in unterschiedlichen Größen, einen Multifunktionsraum sowie eine Disco geben.
Das Gebäude ist ebenfalls komplett behindertengerecht gestaltet, ein Aufzug gewährleistet Barrierefreiheit über alle drei Stockwerke.
Das Jugendhaus soll grundsätzlich wie bisher durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Jugendzentrums betrieben werden. Zusätzlich ist geplant, dass die Räumlichkeiten durch weitere Träger genutzt werden können.