Neue Schwimmhalle für das Wiesenbad

Baudezernent Kannengießer legt Konzeptstudie vor

Der Magistrat der Stadt Eschborn hat in seiner vergangenen Sitzung beschlossen, der Stadtverordnetenversammlung die vom Hamburger Fachbüro Geising & Böker erarbeitete Konzeptstudie zur Erweiterung des Wiesenbades vorzulegen. Am 4. Mai soll beschlossen werden, auf der Grundlage dieser Studie weiter zu planen.

Im Februar 2017 hat die Stadtverordnetenversammlung den ursprünglichen Beschluss aus dem Jahr 2015 aufgehoben und den Magistrat beauftragt, ein Konzept mit neuer Schwimmhalle zu erarbeiten. Das mit der Konzeptstudie beauftragte Hamburger Planungsbüro besitzt im Bereich Bäderbau eine hohe Expertise. Im Konzept wurden insbesondere

  • die Erweiterung des Bades mit zusätzlicher Halle
  • die Erweiterung des Parkplatzes
  • eine Empfehlung zum Betriebskonzept mit Wirtschaftlichkeitsanalyse und
  • die Kostenschätzung

näher beleuchtet.
„Die neue Schwimmhalle soll so konzipiert werden, dass sie sowohl der Allgemeinheit, als auch dem Vereins- sowie  dem Kindergarten- und Schulsport, zur Verfügung steht“, erklärt Baudezernent Kannengießer. Sie soll durch eigene Technik-, Umkleide- und Sanitärräume auch unabhängig vom bestehenden Hallenbad und Freibad genutzt werden können.

Auch im Sommer, während der Schließungszeiten des bestehenden Hallenbades, stünde laut Kannengießer das neue Bad zur Verfügung. An einer Seite soll die Fassade der Halle geöffnet werden können, so dass das Becken in der Halle eine optimale Ergänzung für das Freibad darstellt. Künftig könnten in diesen Zeiten sowohl Freibad als auch das bestehende Hallenbad mehr von spaß- und freizeitorientierten Besuchern und das Becken in der neuen Halle von Schwimmerinnen und Schwimmern genutzt werden, die ungestört ihrer sportlichen Betätigung nachgehen wollen.

Im neuen Becken gibt es acht 50-Meter-Bahnen mit einer Gesamtfläche von ca. 1.050 Quadratmetern. Die Eschborner Schwimmvereine haben somit künftig die Möglichkeit, auch größere Wettkämpfe als bisher auszurichten. Mit dem geplanten Hubboden könnte das Becken auch uneingeschränkt als Lehr- und Trainingsbecken für Schulen und Vereine genutzt werden. Zudem könnte laut Kannengießer auch das sehr beliebte Kursangebot des Bades erweitert werden. Für den Neubau dieses Hallenbades inklusiv aller benötigten Nebenräume sowie der erforderlichen Schwimmbadtechnik entstehen Kosten in Höhe von rund 11,4 Mio. Euro.

Die vorhandenen Parkplätze können durch die Errichtung eines Parkhauses, das im Palettensystem angelegt ist, nahezu verdoppelt werden. Dann stehen insgesamt 215 Parkplätze zur Verfügung. Die Kosten hierfür betragen rund 2.5 Mio. Euro.
Die Personalkosten erhöhen sich kaum, denn es ist davon auszugehen, dass, wie bisher auch, die Aufsicht während des Schwimmunterrichts vom Lehr-Personal, den ErzieherInnen bzw. von den Vereinen übernommen wird. Um die Gesamtkosten zu verringern, ist empfohlen, die Schließungszeit des alten Hallenbades im Sommer zu verlängern, zumal die neue Halle auch besser mit dem Freibad kombinierbar ist.

„Der Betrieb eines Schwimmbades ist für eine Kommune immer mit hohen Kosten verbunden. Dies wird sich auch mit der Errichtung des neuen Bades nicht ändern. Ich freue mich, dass Eschborn in der guten Situation ist, für die Bürgerinnen und Bürger das Wiesenbad zu erweitern“, betonte Stadtrat Kannengießer, der im Wiesenbad die Konzeptstudie vorstellte.

Ob Eintrittspreise erhöht werden müssten und wie die Öffnungszeiten gestaltet werden, sei eine politische Entscheidung, über die zu gegebener Zeit die Stadtverordnetenversammlung bzw. der Magistrat zu beschließen habe, berichtete der Baudezernent. Aber klar sei, dass die Planungen nun mit Verve vorangetrieben werden um den Bürgerinnen und Bürgern schon bald konkrete Ergebnisse zu liefern: „Wenn alles so vorangeht, wie ich mir das vorstelle, können die ersten Schwimmerinnen und Schwimmer Anfang 2020 ihre ersten Bahnen ziehen“, hofft Kannengießer.