Ein Jahr Planungs- und Baudezernent: Stadtrat Kannengießer zieht positive Bilanz

Gleich zu Beginn des neuen Jahres hat Stadtrat Adolf Kannengießer eine positive Bilanz über seine bisherige Amtszeit als Planungs- und Baudezernent der Stadt Eschborn gezogen: "Meine gesteckten Ziele habe ich erreicht. Die beiden Kreisel in der Innenstadt sind fertig, in der Kronberger Straße wird gebaut und für den Bau von Notfallzentrum sowie Jugendhaus/Zweifeld-Halle sind alle Vorbereitungen getroffen. Im Frühjahr geht es mit beiden Projekten los. Aber auch für die Bürgerbeteiligung am Masterplan 2030+ sind alle Vorarbeiten geleistet. Die Bürgerinnen und Bürger laden wir für Ende Februar ein."

Bürgermeister Mathias Geiger ist davon überzeugt, dass es die richtige Entscheidung war, Kannengießer dieses Dezernat zu übertragen: “Stadtrat Kannengießer hat im vergangenen Jahr mit viel Sachverstand und Engagement zahlreiche Bauprojekte vorangebracht, die vorher brach lagen.“

Kannengießer stellte den Projektstand der einzelnen Maßnahmen vor:

Hochbau

Notfallzentrum

Nach dem Grundsatzbeschluss der Stadtverordneten-versammlung über den Vorentwurf und die Kostenschätzung (Dezember 2016) wurde unter Beteiligung der späteren Nutzer die Entwurfs- und Genehmigungsplanung erstellt. Hier wurden Kostensteigerungen erkennbar, die die ursprüngliche Schätzung um rund 2 Mio. Euro überstiegen haben. Um die Kosten wieder zu reduzieren, wurden anschließend Einsparmöglichkeiten identifiziert und vom Generalplaner in die Entwurfsplanung eingearbeitet. Mehrkosten sind lediglich für notwendige Baugrund-verbesserungen zu erwarten, so dass die gesamten Baukosten bei rund 23,3 Mio. Euro (vorher 22,5 Mio. Euro) liegen.

Der Bauantrag ist gestellt. Derzeit sind die Ausführungs-planung und die Ausschreibung in Bearbeitung. Die Rodungsarbeiten auf dem Grundstück sollen im Rahmen einer Übung durch die Freiwillige Feuerwehr im Januar/Februar durchgeführt werden. Baubeginn ist voraussichtlich März. 20 Monate sind als Bauzeit vorgesehen, so dass die Fertigstellung für Ende 2019 anvisiert wird.

 

Jugendhaus / Zweifeld-Halle

Im Mai 2017 hat die Stadtverordnetenversammlung den Vorentwurf für das Jugendhaus und die Zweifeld-Halle auf dem Gelände der Heinrich-von-Kleist-Schule beschlossen. Danach wurde die Entwurfs- und Genehmigungsplanung erarbeitet. Dabei hat sich herausgestellt, dass die Erstellung von zwei getrennten Baukörpern sinnvoller ist. Insofern erfolgte eine Planungsänderung. Die Baukosten liegen bei insgesamt ca. 7,4 Mio. Euro, wobei 3,5 Mio. Euro für das Jugendhaus und ca. 3,9 Mio. Euro für die Zweifeld-Halle berechnet wurden. Der Bauantrag ist gestellt. Derzeit sind die Ausführungsplanung und die Ausschreibung in Bearbeitung. Die Bauarbeiten sollen im März beginnen. Die Fertigstellung ist für den Sommer 2019 vorgesehen.

 

Erweiterung Wiesenbad

Nach dem Beschluss der Stadtverordnetenversammlung im Februar 2017, die im Jahr 2015 gefasste Entscheidung zur Erweiterung des Freibades aufzuheben, wurden eine Konzeptstudie und eine Wirtschaftlichkeitsanalyse erstellt. Im Mai 2017 hat die Stadtverordnetenversammlung beschlossen, auf der Grundlage dieser Konzeptstudie einen Planer zu ermitteln und die Planung fortzuführen. Die in der Studie geschätzten Baukosten liegen bei 11,4 Mio. Euro für eine Schwimmhalle und ca. 2,5 Mio. Euro für das Parkhaus. Der Magistrat der Stadt Eschborn hat ein Büro beauftragt, die Planungsleistungen europaweit auszuschreiben. Die eingegangenen Bewerbungen werden derzeit geprüft und die notwendigen Vergabegespräche geführt. Der Magistrat wird voraussichtlich im Februar den Beschluss zur Vergabe fassen. Danach wird die Entwurfsplanung erstellt und der Stadtverordnetenversammlung zur Entscheidung vorgelegt. Der Spatenstich für die Bauarbeiten ist für das Frühjahr 2019 terminiert, die Fertigstellung auf den Sommer im Jahr 2020.

 

Tiefbau

Kronberger Straße

Derzeit wird die Kronberger Straße vom Bahnübergang bis zum Ortsausgang Niederhöchstadt erweitert. Im November des vergangenen Jahres hat der Magistrat den Beschluss zur Vergabe der Arbeiten an die Fa. Schäfer gefasst. Die Bauarbeiten haben Ende November begonnen. Die Bauzeit beträgt rund ein halbes Jahr. Die Baukosten belaufen sich auf ca. 1,6 Mio. Euro.

 

Autobahnabfahrt A 648/Düsseldorfer Straße

Mitte Januar beginnen die Bauarbeiten für die Autobahnabfahrt A648 und die Anbindung an die Düsseldorfer Straße im Gewerbegebiet Süd. Mitte Januar werden die Transportwasserleitungen verlegt, ab April die Ferngasleitung sowie die Lichtwellenleiter. Die Bauarbeiten sind Ende 2019 abgeschlossen, so sie planmäßig verlaufen. Die Baukosten sind mit ca. 3,0 Mio. Euro veranschlagt.

 

Oberer Teil Düsseldorfer Straße/Mannheimer Straße/Rahmannstraße

Für die Fahrbahnerneuerung der Düsseldorfer-, Mannheimer- und Rahmannstraße bereitet das städtische Tiefbauamt zurzeit die Auftragsvergaben für die Planungsleistungen vor. In der Rahmannstraße wird zusätzlich auch der Abwasserkanal erneuert. Die Bauarbeiten sollen im Herbst 2018 beginnen und Ende 2019 zusammen mit der Autobahnabfahrt A 648 und dem unteren Teilstück der Düsseldorfer Straße fertiggestellt werden. Die Baukosten belaufen sich auf ca.1,0 Mio. Euro.

 

Wilhelm-Busch-Straße

In der Wilhelm-Busch-Straße sollen im kommenden Frühjahr die Straßenoberfläche und die Wasserleitungen erneuert werden. Die Baukosten sind mit ca. 480.000 Euro veranschlagt.

 

Nikolausengasse/Metzengasse/Borngasse

Die drei Niederhöchstädter Gassen sollen ebenso mit Wasserleitungen grundhaft erneuert werden. Die Vergabe der Planungsleistungen wird so getaktet, dass Planung und Ausschreibung bis Ende 2018 vorliegen. Die Durchführung der Straßenbauarbeiten erfolgt vom Frühjahr 2019 bis Herbst 2019. Die voraussichtlichen Baukosten betragen ca. 770.000 Euro.

 

Weitere Tiefbaumaßnahmen für 2018

 

·         Technische Umrüstung der Brunnen und Wasserspielplätze (200.000 Euro)

·         Erneuerung der Brücke an der Westerbachsportanlage (160.000 Euro)

·         Weiterer Ausbau von barrierefreien Bushaltestellen (800.000 Euro)

·         Fahrradboxen und Fahrradabstellanlage im Gewerbegebiet Süd (90.000 Euro)

 

Die Syna GmbH plant die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED.

 

Stadtplanung/Stadtentwicklung

Masterplan 2030+

2017 wurde ein Statusbericht einschließlich einer umfangreiche Bestandsanalyse von aktuellen Maßnahmen, Studien usw. zu Themen wie Städtebau/Stadtplanung, Grün- und Landschaftsplanung, Verkehr und soziale Belange und für Eschborn relevante Strukturdaten erstellt. Ziel ist es, ein Stadtentwicklungskonzept in einem dynamischen Prozess mit Workshops und Fachforen, aber insbesondere mit breiter Bürgerbeteiligung zu erarbeiten. Bis zum Herbst soll ein Zukunftsbild für Eschborn entstehen, das als Orientierungsrahmen für das Handeln von Politik und Verwaltung dienen soll.

 

Bebauungsplanentwurf 195/195a

Der Bebauungsplanentwurf für die Fläche gegenüber dem Wiesenbad sieht eine Bebauung für ungefähr 260 Wohnungen vor. Nach der Offenlegung im vergangenen Jahr hat das Regierungspräsidium (RP) in Darmstadt Bedenken geltend gemacht. Zum einen ist die Fläche im Flächennutzungsplan (FNP) noch als Gewerbefläche ausgewiesen und zum anderen sieht die Planung eine dichtere Bebauung vor, als dies im FNP für Wohnbauflächen vorgesehen ist. Um an dieser Stelle die vorgesehene Wohnbebauung entwickeln zu können,  hat die Stadt Eschborn beim RP einen Abweichungsantrag von den Vorgaben des FNP  gestellt, über den voraussichtlich im Frühjahr entschieden wird.

 

Bebauungsplanentwurf 247

Die Stadtverordnetenversammlung hat den Beschluss zur Aufstellung eines B-Planentwurfes für das Gelände der ehemaligen Gärtnerei Wollrab an der Sulzbacher Straße/Krifteler Weg gefasst. Zurzeit werden Bebauungsvorschläge auf ihre Machbarkeit überprüft, sowie die notwendigen Fachgutachten erarbeitet.

 

Stadtrat Adolf Kannengießer ist zuversichtlich, dass die geplanten Bauvorhaben zügig umgesetzt werden können. Er lobt die große Motivation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seines Dezernates und dankt ihnen für ihren Einsatz.

"Wir müssen unsere Stadt für unsere Kinder zukunftsfähig machen. Mir ist es wichtig, dass das, was wir heute bauen, die Infrastruktur unserer Stadt verbessert und langfristig zum Wohle aller Bürgerinnen und Bürger beiträgt. Die Schlagworte Nachhaltigkeit und sozial verträglich nehme ich sehr ernst. Insofern freue ich mich über den Beschluss der Stadtverordnetenversammlung von Ende des vergangenen Jahres, die GWE mit dem Bau von über 50 dauerhaft gesicherten Sozialwohnungen zu beauftragen", betont Kannengießer.