Geschichte Eschborns von Tradition bis Moderne

Bis zum Ende des 19. Jahrhunderst war Eschborn ein ganz normales Dorf im Vordertaunaus. Heute gehört die wohlhabende Stadt zu den attraktivsten Wirtschaftsstandorten in ganz Deutschland. Die "Skyline" des Gewerbegebietes Süd steht symbolisch für die Dynamik einer langen wechselvollen und erfolgreichen Geschichte.
Schon vor 3.500 Jahren machten sich die ersten Eschborner entlang des Westerbachs heimisch, wie Funde von Schwertern, Pfeilspitzen und Gebrauchsgegenständen zeigen. Doch sichtbarere Spuren hinterließen später die Römer. Das heutige Eschborn lag im Hinterland des Limes und zahlreiche kleine Siedlungen -  meist Bauernhöfe - wurden zur Versorgung des Militärs in der Eschborner und Niederhöchstädter Gemarkung errichtet.  Den Römern folgten alamannische Stämme, welche die römischen Einrichtungen teilweise weiter nutzten.

Erstmals schriftlich wird Eschborn mit der Bezeichnung "Aschebrunne" am 12. Juni 770 in einer Schenkungsurkunde erwähnt. Das Kloster Lorsch erhielt zusammen mit 44 Leibeigenen und einer Hufe Land und einen Weinberg. Genau 12 Jahre später taucht Niederhöchstadt erstmals in den Archiven auf. Der heutige Ortsteil hieß damals noch "Eichenstat". Ein Unwetter zerstöre 875 fast sämtliche Häuser des damaligen Eschborns. Beim Wiederaufbau erhielt das Dorf die Struktur, die heute noch im Ortskern sichtbar ist.

Der 30-jährige Krieg führte 1622 abermals zu einer fasst vollständigen Zerstörung des Ortes. Und auch in den folgenden Jahrhunderten blieben Eschborn und Niederhöchstadt nicht von den Auswirkungen der politisch unruhigen Zeiten verschont.

Die Blüte begann 1874 mit dem Bau der Eisenbahn von Frankfurt nach Kronberg. In nur 100 Jahren verzehnfachte sich die Bevölkerung bis zum Jahr 1970, als Eschborn die Stadtrechte erhielt. Im Zuge der Gebietsreform von 1972 erfolgte schließlich der Zusammenschluss von Niederhöchstadt und Eschborn. Durch eine vorausschauende Politik gelang den Eschbornern ab den 1960er Jahren die Niederlassung bedeutender Dienstleistungsunternehmen, welche die Eschborner Steuerkraft nachhaltig gestärkt haben.  
 
Die vielen internationalen Unternehmen, die sich bis heute ansiedleten und ansiedeln, haben der Stadt Wohlstand gebracht. Das Verfügbare Einkommen der Eschborner liegt ein Drittel über dem Bundesdurchschnitt und bei den Gewerbesteuereinnahmen ist Eschborn bezogen auf die Einwohner die Nummer eins in Hessen.

Das Stadtwappen

In Rot ein aus goldener Krone wachsender gevierter silberner Adlerflug, mit je vier blauen Eisenhütchen paarweise untereinander belegt. Entspricht dem Siegel des kronbergischen Gerichts zu Eschborn von 1617 und den Gemeindesiegeln seit 1843. Das Wappen übernimmt Elemente des Wappens der Ritter von Kronberg in veränderter Anordnung.
(Genehmigung d. Innenministeriums  vom 8. Februar 1937).

Eschborn in Zahlen

Geografische Lage:


östl. 8° 35'
nördl. 50° 8'
Meereshöhe:
138 m ü. NN
Fläche:
12,13 qkm
Einwohner:
20.955 (HSL)
Gewerbe- und
Handelsbetriebe:


3.556
Arbeitsplätze:
ca. 30.000
Durchschnittstemp.:
9,5 °C
Niederschlag / Jahr:
ca. 600mm