Flüchtlinge für ehrenamtliches Engagement gewinnen: Eschborn hat’s geschafft

"Es ist uns gelungen, zahlreiche Flüchtlinge für eine ehrenamtliche Tätigkeit in Eschborner Vereinen zu gewinnen. Darüber freue ich mich sehr", berichtete Eschborns Sozialdezernent Thomas Ebert.

Im Februar begann das vom Land Hessen initiierte  Modellprojekt "Flüchtlinge für ehrenamtliches Engagement gewinnen", für das sich neben vielen hessischen Kommunen auch die Stadt Eschborn beworben hatte. Das Eschborner Konzept hat sich im Wettbewerb durchgesetzt und wurde von der Hessischen Staatskanzlei unterstützt. Ziel des Projektes in Eschborn ist es, Geflüchtete für die Mitarbeit in Vereinen und Kirchengemeinden zu interessieren, Verständnis für ehrenamtliche Tätigkeit zu wecken und den Kontakt mit Einheimischen zu fördern.

"Dass dies gelingen konnte, ist nicht zuletzt den ehrenamtlichen Projekt-Coaches zu verdanken, die sich richtig ins Zeug gelegt haben. Auch zahlreiche Vereine und die Kirchengemeinden haben sich ebenfalls stark engagiert", resümiert Erster Stadtrat Thomas Ebert zum Ende des Projektes.

Geflüchtete haben beispielsweise beim Kochen für Senioren mitgeholfen, bei der Lebensmittelausgabe der Tafel e.V., bei Sportveranstaltungen, bei diversen städtischen Veranstaltungen und nicht zuletzt bei der Gründung des neuen Cafés "Komm" in der Berliner Straße 2, einer Begegnungsstätte für Geflüchtete, ehrenamtliche Helferinnen und Helfer und Eschbornerinnen und Eschborner.

Am vergangenen Samstag hat auf Einladung der Hessischen Staatskanzlei die offizielle Schlussfeier des Projektes stattgefunden. Leider laufen die Projektfördermittel des Landes aus. Aber da das Projekt in Eschborn so gut angenommen wurde, freuen sich alle Beteiligten, dass die Stadt Eschborn eine finanzielle Unterstützung zugesagt hat. "Es wäre doch schade, wenn diese erfolgreiche Integrationsmaßnahme abgebrochen würde", stellt Thomas Ebert fest.