Das DialogMuseum wird 6 Jahre alt und freut sich über starke Partner

Klara Kletzka, Geschäftsführerin des DialogMuseums, bedankt sich bei Eschborns Stadtrat Thomas Ebert (Mitte). Links im Bild Matthias Schäfer, 2. Geschäftsführer des DialogMuseums.
Seit dem 2.12.2005 leistet das DialogMuseum im aufstrebenden Frankfurter Ostend Pionierarbeit. Ein „Museum“ im Ostend, das gab es bis dahin noch nicht - und dazu noch eins, in dem es nichts zu sehen gibt!? Es freut uns, dass es uns gelungen ist rund 490.000 begeisterte Besucher in den Osten der Stadt zu locken und damit in der Kernausstellung „Dialog im Dunkeln“ für eine Auslastung von aktuell 90% zu sorgen. Dass es sich beim DialogMuseum um ein privat geführtes Integrationsunternehmen handelt, welches ohne Frankfurter Steuergelder auf den Weg gebracht wurde, das ist für viele Besucher in den ersten Jahren im „Dunkeln“ geblieben. Erst im Krisenjahr 2009 mussten wir uns an die Stadt wenden. Und zu unserer großen Freude hat die Schirmherrin, Oberbürgermeisterin Petra Roth, auf unbürokratischem Wege einen Rettungsschirm über uns und damit rund 50 Arbeitsplätze (davon 70% behinderte Menschen) gespannt.
Herausforderungen und Highlights in 2011
2011 war ein Jahr voller Überraschungen. Zu den unangenehmsten Überraschungen zählten ein Server-Crash im März und der Zusammenbruch der Telefonanlage im Sommer. Beides brachte unser operatives Geschäft ins Schlingern, konnte aber von einem engagierten Team aufgefangen werden. Umso erfreulicher die gute Überraschung. Auf der ersten Pressekonferenz im Dunkeln überreichte Oberbürgermeisterin Petra Roth uns nicht nur einen Scheck in Höhe von 80.000 Euro für 2011, sondern auch eine Perspektive für die kommenden Jahre: Die Koalition von CDU und Grünen hatte eine institutionelle Förderung des Hauses in Höhe von 100.000 Euro ab 2012 im Vertrag verankert. Eine tolle Anerkennung unseres Konzeptes.
Stadt Eschborn - neuer Partner!
Neben der Stadt Frankfurt hat sich aktuell auch die Stadt Eschborn entschlossen, die integrative Arbeit im DialogMuseum mit einem Betrag in Höhe von 30.000 Euro zu fördern. Unser ganz besonderer Dank gilt Bürgermeister Wilhelm Speckhardt und dem neuen Stadtrat Thomas Ebert.
Wie Thomas Ebert uns heute versichert hat, ist Eschborn auch an einer längerfristigen Partnerschaft interessiert. Außerdem sind gemeinsame pädagogische Projekte in Planung. „Ein Engagement in Frankfurt und der Region liegt uns am Herzen. Wir wollen künftig auch kleine Institutionen unterstützen, die einen wertvollen Beitrag zur kulturellen Vielfalt leisten“, betont Ebert.
Herausforderungen 2012
Mit diesen guten Nachrichten ins neue Jahr zu starten, sollte eigentlich optimistisch stimmen. Leider aber wirft die Planung für 2012 im Bereich des Personals viele neue Fragen auf, die nichts Gutes ahnen lassen. Denn neben unserer Stammbelegschaft aus 30 festangestellten Mitarbeitern, (darunter 23 behinderte Menschen) und ca. 15 freien Mitarbeitern, beschäftigt das DialogMuseum benachteiligte Menschen in Arbeitserprobungen, qualifiziert sie in Praktika und aktiviert erfolgreich Langzeitarbeitslose in Arbeitsgelegenheiten für die Erfordernisse des sogenannten ersten Arbeitsmarktes. Das soll sich nun ändern, denn auch wir sind von den dramatischen Kürzungen des Geldes vom Bund für die Jobcenter zur Förderung von Langzeitarbeitslosen massiv betroffen. Bleibt zu hoffen, dass die beschlossene Aufstockung des Sozialetats in Frankfurt auch bei uns und unseren Kooperationspartnern ankommt und die grauen Wolken am Himmel in Kürze wieder vertreibt. Denn entgegen dem Trend auf dem Arbeitsmarkt steigt leider die Arbeitlosigktgkeit bei behinderten Menschen deutlich an.
(Pressemitteilung DialogMuseum)




