100 Tage im Amt – Stadtrat Kannengießer zieht erste Bilanz

„Das war schon ein kleiner Kraftakt“, resümierte Adolf Kannengießer in einem Satz die Bilanz seiner ersten 100 Tage als Baudezernent der Stadt Eschborn - aber nicht ohne Stolz sagt er: „In kurzer Zeit habe ich es mit Unterstützung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Fachbereiches Planen und Bauen geschafft, die Eschborner „Big Five“ auf den Weg zu bringen.“

Unter den sogenannten Big Five versteht Kannengießer die fünf wichtigsten städtischen Bau-Projekte, die für die Entwicklung und Zukunftsfähigkeit der Stadt von immenser Bedeutung sind. Hier ist die Priorisierung klar gesetzt.

Notfallzentrum

An erster Stelle steht eindeutig der Bau des Notfallzentrums für die Freiwillige Feuerwehr Eschborn und den Rettungsdienst Arbeiter Samariter Bund (ASB), der nach einer fünfjährigen Pause nunmehr wieder mit Elan vorangetrieben wird. Zur Zeit wird der endgültige Entwurf inklusive Technikkonzept und Klimaschutzkonzept erarbeitet. Im Sommer soll der Bauantrag gestellt und die Bauleistungen ausgeschrieben werden, so dass noch in diesem Jahr mit dem Bau begonnen werden kann. Die voraussichtlichen Gesamtkosten betragen ca. 22,5 Mio. Euro Die Fertigstellung ist für Herbst 2019 vorgesehen. „Wir können und wollen es insbesondere auch den Feuerwehrkameraden nicht länger zumuten, in solch beengten Verhältnissen ihren ehrenamtlichen Dienst zu versehen“, bekräftigte Kannengießer.

Jugendzentrum und 2-Feld-Halle an der Heinrich-von-Kleist-Schule

Weit vorangeschritten sind auch die Planungen für den Bau des neuen Jugendzentrums und der 2-Feld-Halle an der Heinrich-von-Kleist-Schule. Im vergangenen Jahr haben Stadt Eschborn und der Main-Taunus-Kreis eine Verwaltungsvereinbarung unterzeichnet, wonach ein Kreisgrundstück per Erbbaurecht an die Stadt vergeben wird, auf dem das neue Jugendzentrum gebaut werden soll. Die Stadt Eschborn baut für den Kreis die Sporthalle und finanziert sie vor. Nach Bauende übergibt die Stadt die Sporthalle an den Kreis. Bereits in der Sitzung Anfang Mai soll die Vorentwurfsplanung einschließlich Kostenschätzung den Stadtverordneten präsentiert werden. Die Planungen sind mit dem Kreis abgestimmt. „Auch hier können wir voraussichtlich in diesem Herbst noch mit den Bauarbeiten beginnen und die Sporthalle im Sommer 2019 in Betrieb nehmen“, berichtet der Baudezernent. Kannengießer weiter: „Uns ist es besonders wichtig, dass unsere Schulen gut ausgestattet sind und die Kinder und Jugendlichen auch nach der Schule oder Berufsausbildung pädagogisch hochwertige Gestaltungsmöglichkeiten für ihre Freizeit haben. Für beide Gebäude entstehen Kosten in Höhe von 6,6 Mio. Euro, wovon 3,1 Mio. für das Jugendzentrum und 3,5 Mio. Euro für die Sporthalle anfallen.

Wiesenbad – ein Bad für Alle

In der vergangenen Sitzung der Stadtverordnetenversammlung am 16. Februar wurde der Beschluss zur Erweiterung des bestehenden Außenbeckens des Eschborner Wiesenbades aufgehoben. Das Parlament hat beschlossen, den Magistrat mit der Erarbeitung eines Entwurfs für die Errichtung einer Schwimmhalle zu beauftragen.
„Ich hoffe, dass wir bereits im April dem Bauausschuss ein Konzept vorlegen können, auf dessen Grundlage dann die Planungsleistungen ausgeschrieben werden können. Auch hier soll es schnell vorangehen, so dass Bürgerinnen und Bürger, Schülerinnen und Schüler sowie die Schwimmvereine genügend Platz für ihre sportliche Betätigung haben“, erklärte Kannengießer

Stadthalle/Rathaus

In den vergangenen Monaten wurden im Rathaus und in der Stadthalle alle Brandschutz- und TÜV-Mängel beseitigt. Beide Gebäudeteile sind zur Zeit ohne größere Einschränkungen nutzbar. „Das bedeutet, dass wir im Moment etwas durchatmen können und die Zeit nutzen, um intensiv mit allen Beteiligten zu diskutieren, wie die weitere Vorgehensweise aussieht“, sagte Kannengießer. Es sei von großer Wichtigkeit, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadtverwaltung Eschborn für ihre Arbeit ein funktionales Rathaus zur Verfügung zu stellen. Nur so sei laut Kannengießer auch gewährleistet, dass sie ihre Arbeit zum Wohle aller Bürgerinnen und Bürger verrichten können. Ebenso wichtig sei ihm der Neubau der Stadthalle an einem zentralen Standort. Kulturschaffende und Vereine brauchen eine Stadthalle, die Veranstaltungen in einem niveauvollen Ambiente ermöglichen. Die Bedingungen in der alten Halle entsprachen weder den Brandschutz- und TÜV-Standards noch erfüllen sie die technischen Voraussetzungen, die ein Veranstaltungsgebäude in dieser Größenordnung heutzutage mindestens erfüllen sollte.

Zwei mit einer Klappe: Umbau der Kreuzungen Rapp und Hamburger/Berliner/Sossenheimer Straße in Kreisverkehre

Last but not least berichtet Stadtrat Kannengießer über ein, wenn nicht das wichtigste Straßenbauprojekt, das die Stadt Eschborn seit vielen Jahren vor sich herschiebt und das im Sommer d.J. realisiert werden soll. Als Operation am offenen Herzen beschreibt er die beiden Straßenbaumaßnahmen, die der städtische Tiefbau für Juni akribisch plant und vorbereitet.
 
An diesen neuralgischen Verkehrsknotenpunkten  kommt es laut Kannengießer seit sehr vielen Jahren während der Hauptverkehrszeiten zu langen Staus, die sich bis in die Innenstadt hinein ziehen. Durch den Umbau zu Kreiseln könne man das Stop&Go vermeiden und eine beachtliche Kapazitätserweiterung erreichen, erläutert der Baudezernent. Die Kreisel sind barrierefrei, es werden Fahrbahnmarkierungen für Radfahrer angebracht und eine neue Beleuchtung erhöht die Verkehrssicherheit. Auch der ÖPNV profitiert vom Umbau.

Um die Zeit der unvermeidbaren Behinderungen für  die Verkehrsteilnehmer sowie die Lärmbelästigungen für die betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner so kurz wie möglich zu halten, haben sich alle Beteiligten darauf verständigt, beide Kreisel gleichzeitig auszubauen. So kann laut Kannengießer die tatsächliche Bauzeit von 30 auf 18 Wochen reduziert werden.  Informationen erhalten die Betroffenen dann rechtzeitig vor Baubeginn.
 
Adolf Kannengießer ist zuversichtlich, dass mit seiner Unterstützung die anliegenden städtischen Bauprojekte nach und nach aufgearbeitet werden können und auch mittel- bis langfristig die Erfolge sich einstellen.