Bald hat die Enge ein Ende: Spatenstich zum Notfallzentrum

vlnr: Architekt Markus Stark, Stadtrat Kannengießer, Bürgermeister Geiger, Stadtrat Gritsch

„Bald hat die Enge ein Ende.“ Mit diesem Satz hat Bürgermeister Mathias Geiger die Gäste zum ersten Spatenstich für den Neubau des Notfallzentrums (NFZ) begrüßt. Insbesondere die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Eschborn freuen sich sehr darauf, bald aus den beengten Räumlichkeiten in der Unterortstraße in ein neues, modernes und den aktuellen Anforderungen an eine Feuerwache angepasstes Gebäude einziehen zu können, betonten neben dem Bürgermeister auch der ehrenamtliche Stadtrat und Baudezernent Adolf Kannengießer sowie der Brandschutzdezernent Karlheinz Gritsch.

Hauptnutzer des Notfallzentrums in der Oberurseler Straße, das aus drei Teilen besteht, ist die Eschborner Feuerwehr, die mit 6.650 Quadratmetern das größte Gebäude erhält. Der Arbeiter Samariter Bund (ASB) mietet für sein Dienstleistungsangebot eine Fläche von 2.350 Quadratmetern an. Der Bereich für die Rettungswache hat eine Größe von rund 400 Quadratmeter und wurde in enger Abstimmung mit dem neuen Mieter, dem Main-Taunus-Kreis, geplant. Hier ist ein langfristiger Mietvertrag angedacht.

Das Notfallzentrum, das auf einem über 16.000 Quadratmeter großen Grundstück oberhalb des Eschborner Friedhofes steht, soll Anfang 2020 fertiggestellt sein. Die Bruttokosten liegen zur Zeit bei rund 23,5 Millionen Euro. Darin enthalten sind Planungskosten in Höhe von zirka 4 Millionen Euro.

Nach einem längeren Entstehungsprozess hat der Fachbereich Planen und Bauen im Jahr 2016 das Architekturbüro Stark mit den Planungsleistungen beauftragt. Im Dezember 2016 wurde der präsentierte Vorentwurf von der Stadtverordnetenversammlung genehmigt. Danach wurden die Planungen fortgesetzt und erste Gewerke ausgeschrieben und beauftragt. Im Rahmen der Planungen wurde das Raumprogramm optimiert.

Die Wärmeversorgung aller Bauteile erfolgt zentral über ein eigenes Blockheizkraftwerk, das Gebäude der Feuerwehr untergebracht wird. Als Brennstoff ist Gas vorgehsehen. Alle Gebäude wurden nach den Vorgaben der aktuellen Energieeinsparverordnung geplant und werden diese voraussichtlich noch unterschreiten.

Feuerwehr - Im Gebäude der Feuerwehr sind alle brandschutzrelevanten Komponenten untergebracht:

  • Arbeitsplätze für den Stadtbrandinspektor und die hauptamtliche Mitarbeiter
  • KFZ- / Schlosser- / Funk- / Atemschutz- und Schlauchwerkstatt
  • Übungsturm zum Anleitern und zur Schlauchtrocknung
  • Getrennte Räume für die Kinder- und Jugendfeuerwehr inkl. zugehöriger Sanitäranlagen
  • Fitnessraum für ehrenamtlichen Mitglieder
  • Aufenthaltsbereich und Umkleideräume für die ehrenamtlichen Mitglieder
  • Stabsraum mit Funkplätzen für Großschadenslagen
  • Großer Schulungsraum
  • Stellplätze für 24 Großfahrzeuge

Für den Bau und die Ausstattung der Feuerwehr entstehen alleine Kosten in Höhe von rund 13 Millionen Euro.

 

ASB - Der ASB bringt im Notfallzentrum folgende Abteilungen unter:

  • Katastrophenschutz
  • Soziale Dienste
  • Breitenausbildung
  • Arbeiter-Samariter-Jugend

Rettungswache des MTK - Der Main-Taunus-Kreis mietet die Rettungswache ebenfalls langfristig an. Die Rettungswache ist für den durchgehenden Betrieb geplant. Hier können bis zu drei Fahrzeuge untergestellt werden.