Bürgermeister Shaikh setzt sich für Aussetzung der Kita-Gebühren ein

Die Coronakrise stellt die Verwaltungen von Bund, Ländern und Kommunen aktuell vor vielerlei Entscheidungen, für die es keine Blaupause gibt. In einer schwierigen Lage, wie sie die Bundesrepublik seit ihrer Gründung noch nicht erlebt hat, treten etliche Problemstellungen auf, für die Lösungen gesucht und abgesprochen werden müssen.

Ein Thema, das vielen Eltern derzeit Kopfzerbrechen bereitet, ist die Frage nach einer Regelung für Kita-, Hort- oder Verpflegungsgebühren. Seit dem 16. März sind die städtischen Betreuungseinrichtungen zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus‘ geschlossen. Lediglich eine Notfallbetreuung für Kinder, deren Eltern bestimmten Berufsgruppen angehören, wird aufrechterhalten. Wann die Kitas wieder normal öffnen können, ist derzeit nicht absehbar.

 

„Warum soll ich für eine Leistung Geld bezahlen, die ich gar nicht erhalte?“, fragen sich viele Eltern. Der Wegfall der Betreuung des Nachwuchses führt ohnehin schon zu Herausforderungen in der Bewältigung des Alltags.

 

„Wir nehmen die Sorgen der Eltern sehr ernst“, betont Bürgermeister Adnan Shaikh. Auch für den finanziellen Aspekt zeigt Shaikh Verständnis. Deshalb werde er sich in den politischen Gremien der Stadt für eine Aussetzung der Kita-, Hort- oder Verpflegungsgebühren ab April einsetzen, für die Dauer bis zur Wiedereinführung des Regelbetriebs in den Einrichtungen.

„Ich werde zudem vorschlagen, dass die Kosten für die zweite Märzhälfte verrechnet werden, sobald der Betrieb wieder läuft“, so Shaikh. Eine Rückerstattung der bereits bezahlten Gelder sei organisatorisch sehr aufwendig und deshalb derzeit keine Option, da auch die Verwaltung in der aktuellen Situation personell sehr ausgedünnt ist.