Der Bürgermeister informiert - Radschnellweg Vordertaunus

Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger,

liebe Radfahrerinnen und Radfahrer,

am Montag, dem 12. November 2018, ist die Online-Bürgerbeteiligung für die Konzeption des Radschnellwegs Vordertaunus gestartet. Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie sich unter www.radschnellweg-vordertaunus-frankfurt.de bis zum 14. Dezember 2018 zahlreich beteiligen, um Ihre Wünsche, Anregungen und Ideen im Prozess entsprechend berücksichtigen zu können.

Um die politischen Versäumnisse und die damit einhergehenden verkehrlichen Defizite unserer Stadt wettzumachen, müssen wir kreativ und zielstrebig auf allen Ebenen nach Lösungen suchen. Die Städte in FrankfurtRheinMain wachsen, und mit ihnen nimmt der Verkehr in der gesamten Region stetig zu. Eine Antwort darauf ist u.a. der Bau eines Radschnellweges zwischen den Vordertaunusstädten Friedrichsdorf, Bad Homburg v. d. Höhe, Oberursel (Taunus), Steinbach (Taunus),  Frankfurt am Main sowie Eschborn. Mit ihm wollen wir Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit gegeben, für ihre alltäglichen Wege auf eine kostengünstige, gesunde und zügige Alternative umzusteigen.

Auf Radschnellwegen sollen Radfahrende möglichst zügig und sicher an ihr Ziel gelangen. In Regionen, in denen der Verkehr besonders dicht ist, kann der Radverkehr Straßen, Busse und Bahnen entlasten. Radschnellwege haben eine hohe Qualität und zeichnen sich aus durch mehr Platz und Sicherheit, höheren Fahrkomfort und schnelleres Ankommen am Ziel.

Ob und auf welche Weise ein solcher Radschnellweg möglich ist, wird jetzt geprüft. Dazu haben der Regionalverband FrankfurtRheinMain und die sechs genannten Städte einen Kooperationsvertrag geschlossen. Unter Projektleitung des Regionalverbandes wird seit August 2018 eine Machbarkeitsstudie erstellt. Diese soll bis zum Spätherbst 2019 abgeschlossen sein.

Die Machbarkeitsstudie ist ein Schritt im Ablauf des Planungsprozesses für den Radschnellweg. Sie dient als Grundlage für die weiteren Planungsschritte. Für dieses Projekt gliedert sich die Untersuchung der Machbarkeit in die folgenden fünf Schritte:

  1. Zum einen wird untersucht, in welchen Bereichen besonders viele Menschen von der Radverbindung profitieren würden und welche Ziele besonders lohnend für eine Anbindung wären. Zum anderen werden die Bereiche identifiziert, in welchen der Radschnellweg nur schwerlich zu verwirklichen wäre, beispielsweise weil Naturschutzbelange entgegenstehen oder bereits andere Vorhaben in Planung sind. Daraus ergeben sich die so genannten Grobtrassen, also die Bereiche, die für den Radschnellweg grundsätzlich infrage kommen.
  2. Anschließend wird innerhalb der Grobtrasse nach möglichen Routen gesucht. Wo der Radschnellweg genau entlangführen könnte, zeigen verschiedene Routenentwürfe. Diese Entwürfe werden während der Beteiligungsphase der Öffentlichkeit vorgestellt und es werden Vorschläge aller Interessierten gesammelt. Die beauftragten Planungsbüros berücksichtigen diese Vorschläge bei ihrer endgültigen Empfehlung.
  3. Die Routenempfehlung der Planungsbüros wird eingehend und vertiefend untersucht. Die Planungsbüros erarbeiten für jeden Streckenabschnitt Lösungsvorschläge für die Wegeführung, die Verkehrsregelung und die Gestaltung von Kreuzungsbereichen.
  4. Für den weiteren Verlauf werden konkrete Fragestellungen zur Umsetzung geklärt. Welche Teilabschnitte lassen sich zügig realisieren? Wo müssen Grundstücke erworben werden? Welche Genehmigungsverfahren sind erforderlich?
  5. Im letzten Schritt werden alle Erkenntnisse zusammengefasst und als Ergebnis der Machbarkeitsstudie vorgestellt.

Abschließend freue ich mich, auch berichten zu können, dass es hinsichtlich des geplanten Radwegs Eschborn – Steinbach weiter vorangeht. Die erforderlichen Planungsleistungen sind ganz aktuell ausgeschrieben. Parallel arbeiten wir mit Hochdruck daran Baurecht zu schaffen, um 2019 in die bauliche Realisierung einsteigen zu können.

 

Es grüßt Sie herzlich

Ihr

Mathias Geiger

Bürgermeister