Extreme Hitze – Freiwillige Feuerwehr hilft beim Gießen

Gründezernent Heinz O. Christoph hat Kontakt mit der Freiwilligen Feuerwehr aufgenommen und um Mithilfe beim Bewässern von städtischen Grünanlagen gebeten: „Mitarbeiterinnen des städtischen Bauhofes und von Fremdfirmen sind von morgens bis abends im Einsatz und kommen trotzdem mit dem Gießen nicht mehr nach. Daher freue ich mich über die Zusage der Freiwilligen Feuerwehr, uns zu unterstützen.“

Aufgrund der seit Wochen anhaltenden Trockenperiode leidet die Pflanzenwelt außergewöhnlich stark. Im gestern vorgelegten Bericht der amerikanischen Klimabehörde NOAA bestätigt sich der weltweite Trend des sich aufwärmenden Planeten. „Eine Folge daraus ist sicher dieser ungewöhnlich heiße Sommer“, stellt der Gründezernent fest. Der Klimawandel wiederum verstärkt den Mangel an der begrenzten Ressource Wasser. Der Teil der Weltbevölkerung, der mit großem Wassermangel lebt, wird immer größer. Deshalb ruft nicht nur die UNESCO zum sparsamen Umgang auf.

Vor allem Pflanzen mit wenig Wurzelausdehnung wie Staudenbeete, Wechselbepflanzung und Rasenflächen sind vom Wassermangel betroffen, insbesondere aber die jungen Pflanzen und Bäume. Während ältere Bäume mit tief reichenden Wurzeln sich noch selbst notdürftig aus tieferen Bodenschichten versorgen könnten, sind Jungbäume, die noch nicht länger als fünf Jahre an ihrem jetzigen Standort stehen, derzeit regelrecht am Verdursten. Ohne Bewässerung könnten sie nicht überleben. Nachdem alle städtischen Zisternen bereits leer sind, muss nun Trinkwasser verwendet werden. Auch in diesem Jahr werden die städtischen Bauhof-Mitarbeiter wieder von ansässigen Gärtnern beim Gießen der Pflanzen unterstützt. Allerdings reicht auch das bei dieser Extrem-Situation leider nicht aus, um die Pflanzen ausreichend mit Wasser zu versorgen.

Christoph appelliert daher an alle Hobbygärtner oder engagierten Anwohner: „Wer ein Beet, Hochbeet oder einen Baum vor seiner Haustür hat, hilft mit jedem Liter Wasser“.

Grundsätzlich haben es Stadtbäume immer schwerer als ihre Verwandten im Wald. „Die Stadt ist für Bäume ein Extremstandort. Sie haben weniger Wurzelraum, schlechtere Böden, weniger Wasser und weniger Nährstoffe zur Verfügung. Auf der anderen Seite sind sie höheren Temperaturen, Streusalz, Hunde-Urin, Abgasen und Vandalismus ausgesetzt, sagt der städtische Landschaftsarchitekt Lasse Autzen über seine Schützlinge. Der Trockenstress mache die Bäume zusätzlich anfällig für Krankheitserreger und Befall durch Insekten, junge Bäume könnten durch die Hitze auch direkt absterben.

„An dieser Stelle möchte ich mich bei den Mitarbeitern der städtischen Gärtnerkolonne herzlich für ihre Mühe bedanken. Ich weiß dass es bei diesen Temperaturen auch für sie unglaublich anstrengend und kräftezehrend  ist, ihrer Arbeit nachzugehen“, lobt Christoph den großen Einsatz der Frauen und Männer. Der besondere Dank des Gründezernenten geht an die Helfer der Freiwilligen Feuerwehr.