Falscher Polizist hatte in Eschborn Erfolg

Vor einigen Tagen gab es in Eschborn einen Betrugs-Delikt, bei dem ein Senior einem falschen Polizisten aufgesessen ist und ihm vertrauensvoll über 20.000 Euro übergeben hat. Immer wieder passieren solche Vorfälle, obwohl in den Medien und von den Seniorenberatern informiert und gewarnt wird.

„Die Reaktion der Angehörigen und Freunde ist in diesen Fällen oft sehr hart. Dann heißt es nicht selten: Wie kann man nur so dumm sein? Das ist aus meiner Sicht aber die vollkommen falsche Antwort“, weiß die Eschborner Altenhilfe-Koordinatorin Susanne Däbritz. „Vergessen wird dabei, dass die Betrüger Profis sind. Sie sind geübt und geschult und kitzeln am Telefon die Schwächen des Angerufenen heraus. Mit Schmeicheleien und oder Drohungen versuchen sie, das gewünschte Verhalten zu erreichen. Ist man in den Fängen eines solchen Profis am Telefon, ist es genau wie in der Rate-Show von Günter Jauch, in aller Ruhe auf dem Sofa sitzend, weiß man die richtige Antwort. Hat man aber auf dem heißen Stuhl nur das Gegenüber im Blick beziehungsweise am Telefon, sieht die Sache schon anders aus“, bittet Däbritz um Verständnis.  

Sie rät dazu, immer wieder darauf hinzuweisen, dass die Polizei nicht bei Senioren zu Hause anruft, um sie vor Betrügern zu warnen. Auch würde auf dem Telefon-Display schon gar nicht die Rufnummer 110 stehen. Das ist ganz sicher manipulierte Technik, die vortäuschen soll, dass es sich um die Polizei handelt. „Große Gewinne bei Gewinnspielen, an denen man gar nicht teilgenommen hat sind schlicht Lockmittel um Freude zu erzielen und Vertrauen zu gewinnen. Legen Sie bitte sofort auf, wenn Ihnen jemand einreden möchte, Sie hätten etwas gewonnen“, appelliert die städtische Mitarbeiterin.

Falls ein Familienangehöriger dann doch einmal einem Betrüger aufliegt, bittet Däbritz darum Verständnis zu zeigen und nicht überheblich zu reagieren. Betroffene haben große Probleme, einzugestehen, dass sie betrogen wurden und schämen sich dafür.

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