Planfeststellung: Neubau der Regionaltangente West

Planfeststellung

Neubau der Regionaltangente West – Planfeststellungsabschnitt Nord vom Bahnhof Bad Homburg v. d. Höhe bzw. dem Haltepunkt Gewerbegebiet Frankfurt/Praunheim bis zur Querung der BAB 66 in Höhe des Dunantrings (Frankfurt am Main)

Auslegung der Planunterlagen

 

Die Regionaltangente West Planungsgesellschaft mbH (RTW GmbH) hat für die Regionaltangente West - Planfeststellungsabschnitt Nord (PfA Nord) - die Durchführung des Planfeststellungsverfahrens beantragt.

Die Regionaltangente West (RTW) ist eine neue tangentiale Schienenverbindung im Orts- und Nachbarschaftsverkehr der Region Frankfurt RheinMain zur Verbesserung des öffentlichen Schienenpersonennahverkehrs durch die Verbindung der westlichen Stadtteile der Stadt Frankfurt am Main sowie der umliegenden Kreise, Städte und Gemeinden miteinander und untereinander und zur besseren Anbindung des Flughafens Frankfurt am Main. Die Linien des Vorhabens sollen zum einen von Bad Homburg und zum anderen von Frankfurt/Praunheim-Gewerbegebiet jeweils über Eschborn, Frankfurt/Höchst, den Flughafen-Regionalbahnhof, Frankfurt-Stadion und Neu-Isenburg-Bahnhof, von dort zum einen bis ins Wohngebiet Birkengewann und zum anderen zum Bahnhof Dreieich-Buchschlag verlaufen.

Der ca. 17 km lange Planfeststellungsabschnitt Nord (PfA Nord) verläuft von Bad Homburg bzw. vom Gewerbegebiet Praunheim über Eschborn und endet nach der Überführung über die BAB A 66 auf der Gemarkung Sossenheim der Stadt Frankfurt am Main.

Betroffen sind damit die Städte Bad Homburg, Oberursel, Steinbach, Frankfurt am Main, Eschborn, Schwalbach am Taunus und die Gemeinde Sulzbach (Taunus).

 

Zur Anhörung der Öffentlichkeit liegt der Plan (Zeichnungen und Erläuterungen) in der Zeit vom 8. Januar 2018 bis einschließlich 7. Februar 2018 im Rathaus der Stadt Eschborn, Rathausplatz 36, 65760 Eschborn, Zimmer 8 im Erdgeschoss, während der Dienststunden zur allgemeinen Einsichtnahme aus. Wir bitten Sie, sich hierfür an den Empfang im Rathaus der Stadt Eschborn zu wenden.

Die Planung des PfA Nord umfasst im Wesentlichen folgende Maßnahmen:

  • Anpassungen an der bestehenden Infrastruktur im Bahnhof Bad Homburg v. d. Höhe,
  • Neubau einer zweigleisigen Strecke nach BOStrab vom Gewerbegebiet Praunheim bis südlich der Bundesautobahn (BAB) 66 mit Anbindung an die Eisenbahnstrecke 3611,
  • Bau eines ca. 300 m langen Abzweigs mit Anschluss an die Bestandsgleise der Stadtbahn in Praunheim zwecks Anbindung an die bestehende Zentralwerkstatt in der Heerstraße,
  • Errichtung der neuen Haltepunkte Gewerbegebiet Praunheim, Eschborn-Ost, Carl-Sonnenschein-Siedlung / Düsseldorfer Straße,
  • Errichtung eines eigenen Haltepunktes für die RTW im Bereich der bestehenden S-Bahnstation Eschborn-Süd einschl. baulicher Anpassungen der bestehenden Station,
  • Errichtung einer Wendeanlage mit Abstellanlage im Bereich des Haltepunkts Gewerbegebiet Praunheim,
  • Errichtung einer dreigleisigen Abstellanlage mit Betriebsgebäude und Betriebsleitzentrale im Bereich des Haltepunkts Eschborn-Ost,
  • Errichtung von Überführungsbauwerken zur Querung der BAB 5 und der BAB 66, der Lorscher Straße (L 3005), der Wilhelm-Fay-Straße und der Sossenheimer Straße, der Eisenbahnstrecken 3611 und 3615, des Westerbaches und des Sulzbaches,
  • Errichtung von Stützwänden um Hochspannungsmaste (Nr. 56 der Tennet, Nr. 1445 der DB Energie GmbH) und im Bereich der Düsseldorfer Straße,
  • Bau der betriebsnotwendigen elektrischen, elektrotechnischen, maschinentechnischen und leit- und sicherungstechnischen Anlagen,
  • Bau der erforderlichen Entwässerungsanlagen,
  • passiver Schallschutz im Bereich der mitgenutzten und baulich unveränderten Eisenbahnstrecke 3611,
  • Anpassungen des landwirtschaftlichen Wegenetzes,
  • Sicherungen und bauliche Änderungen betroffener Ver- und Entsorgungsleitungen,
  • Landschaftspflegerische Kompensationsmaßnahmen im Rand-/Nahbereich der Strecke bzw. im Bereich querender Straßen sowie im weiteren Umfeld des Vorhabens,
  • bauzeitliche Nutzung von Flächen für die Baustelleneinrichtung, die Lagerung und als Transportwege.

 

Die Planunterlagen sind über die Homepage des Regierungspräsidiums Darmstadt (https://rp-darmstadt.hessen.de Rubrik: "Presse" -- Öffentliche Bekanntmachungen -- Übersicht aller Öffentlichen Bekanntmachungen“) und das UVP-Portal des Landes Hessen (https://www.uvp-verbund.de/startseite) zugänglich; maßgeblich ist jedoch der Inhalt der zur Einsicht ausgelegten Unterlagen.

Es besteht die Möglichkeit, eine Stellungnahme zur Planung abzugeben. Alle, deren Belange durch die Änderungen des Vorhabens berührt werden, können sich bis zum 2. April 2018 bei dem Regierungspräsidium Darmstadt (Anhörungsbehörde), Dezernat III 33.1, Wilhelminenstraße 1 – 3, 64283 Darmstadt (Postanschrift: Regierungspräsidium Darmstadt, 64278 Darmstadt) oder bei der Stadt Eschborn, Rathausplatz 36, SG Bauverwaltung / Stadtentwicklungsplanung, 65760 Eschborn schriftlich oder zur Niederschrift äußern und Einwendungen erheben.

Die Äußerungen und Einwendungen müssen Namen und Anschrift lesbar enthalten, den geltend gemachten Belang und das Maß der befürchteten Beeinträchtigungen erkennen lassen und unterschrieben sein.

Für weitere Informationen dazu verweisen wir auf die öffentliche Bekanntmachung Nr. 083/2017 der Stadt Eschborn auf unserer Internetseite: http://www.eschborn.de/rathaus/oeffentliche-bekanntmachungen/.