Rede zum Amtsantritt von Bürgermeister Mathias Geiger

Frau Stadtverordnetenvorsteherin,
meine sehr geehrten Damen und Herren,
liebe Freunde,


ich freue mich sehr heute Abend diese Urkunde in den Händen zu halten.

Gerade deshalb danke ich allen, auch den Kolleginnen und Kollegen des Hauses, die mich sozusagen überparteilich in den vergangenen turbulenten Tagen unterstützt haben.

Ich wurde mit einem überwältigenden Ergebnis der Stimmen gewählt. Dafür danke ich allen meinen Wählerinnen und Wählern und verspreche gleichzeitig, dass ich alles tun werde, um auch diejenigen durch meine Arbeit für unsere Stadt zu überzeugen, die mir ihre Stimme nicht geben konnten.

Ab dem 16. Februar werde ich als Bürgermeister für Eschborn verantwortlich sein. Ich kenne meine Heimatstadt und die Bürgerinnen und Bürger wie kaum ein anderer. Ich bin ein leidenschaftlicher Eschborner und meine Tätigkeit bei dieser Verwaltung war für mich schon immer wesentlich mehr als nur ein Beruf und Broterwerb.

Seit 39 Jahren arbeite ich in diesem Rathaus, in dem ich seinerzeit unter dem legendären Alt-Bürgermeister und heutigen Ehrenbürger Hans-Georg Wehrheim das Wirken für die Bevölkerung von der Pike auf gelernt habe.

Sie wissen, dass ich mich als unabhängiger Bürgermeisterkandidat beworben habe. Ich stehe weiter zu meiner Mitgliedschaft in der FDP Eschborn, nehme aber die Hessische Gemeindeordnung sehr ernst, nach der das Amt des Bürgermeisters unabhängig zu führen ist.

Meine Damen und Herren,
ich werbe für einen neuen Stil in Eschborn. Es muss gelingen den Umgangston in den Gremien grundlegend zu verbessern. Viele von uns duzen sich seit vielen Jahren und doch lassen manche den persönlichen Respekt vor der Meinung des anderen vermissen. 

Ich werbe für mehr Ehrlichkeit im Umgang miteinander, für Offenheit und Respekt. Dies betrifft die städtischen Gremien, aber auch die Verwaltung unserer Stadt, in der ich ebenfalls Verbesserungsmöglichkeiten sehe.

Meine Hand ist ausgestreckt, alle sind zum Mitmachen eingeladen. Blockbildung um der Ideologie willen und überflüssige Provokationen sollten Vergangenheit sein. Jeder einzelne ist aufgerufen, zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger kollegial Entscheidungen zu diskutieren.

Es geht um den ständigen Wettbewerb der guten Ideen. Ich will mit Ihnen gemeinsam unsere Stadt in die Zukunft führen und das beschädigte Image wieder aufpolieren.

Meine sehr geehrten Damen und Herren,
gemeinsam mit Ihnen will ich die Probleme unserer Stadt angehen und die anstehenden Projekte umsetzen, auf die unsere Bürger schon lange warten.

Ich wünsche mir, dass alle Beteiligten an diesen großen Aufgaben guten Willens sind.

Einer der wesentlichen Kernpunkte des von mir vertretenen neuen Stils ist eine neue Informationspolitik. Die Bürger haben einen Anspruch auf umfassendes Wissen über alles, was in unserer Stadt diskutiert und beschlossen – oder nicht beschlossen wird. In diesem Sinne werde ich, als Verantwortlicher an der Spitze der Stadt informieren und offen und unabhängig Bericht erstatten.

Selbstverständlich wird auch in der Verwaltung künftig besser kommuniziert, damit unsere gut ausgebildeten und leistungsbereiten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu optimalen Leistungen ermutigt werden.

Alles in allem, meine sehr geehrten Damen und Herren, ist dies für mich Ansporn mit – ihnen allen! – nach vorne zu schauen, einen Neuanfang zu starten und die wichtigsten Projekte schnellstmöglich umzusetzen. Dazu braucht es – und dies ist mir wohl bewusst – durch die politischen Mehrheitsverhältnisse sehr viel Gemeinsamkeit und Konsens.

Ich werde mit ganzen Kraft und wie ich hoffe, mit ihrer aller Hilfe, meinen Beitrag zum Wohle Eschborns leisten.

Vielen Dank und auf gute Zusammenarbeit.