Rechtzeitig zum Beginn der Saison: Regionalprojekt Rinderwiesen fertiggestellt

Nach rund einjähriger Planungs- und Bauphase wurde im Rahmen einer Feierstunde am Nachmittag ein weiterer Attraktionspunkt entlang der Regionalparkroute in Eschborn offiziell eingeweiht. Entstanden ist ein spannender Ort für Jung und Alt zugleich.

Bürgermeister Mathias Geiger und Erster Stadtrat Thomas Ebert, der zugleich auch Aufsichtsratsmitglied der Regionalpark RheinMain Taunushang GmbH ist, freuen sich, dass die Arbeiten zur Gestaltung des neuen Rast- und Treffpunktes „Rinderwiesen“, an der Regionalparkroute zwischen Arboretum und der Landesstraße 3005, rechtzeitig zum Beginn der warmen Jahreszeit fertig gestellt werden konnte.

Die vorhandenen asphaltierten und betonierten Wege wurden zurück gebaut, verschmälert und der Oberflächenbelag mit einer wassergebundenen Decke, wie sie bereits im Arboretum angelegt sind, versehen. Die Landschaftsgärtner haben zahlreiche neue Bäume gepflanzt und entlang des Arboretums einheimische Gehölze als sogenannten Waldmantel angelegt. Es wurden Wiesen eingesät, die in Zukunft von Rindern extensiv beweidet werden.

Von den  Aufenthaltsflächen „Aussichtspunkt“ und „Platz am Rinderkarussell“ können Besucher nun die Tiere beobachten. Ein Erlebnis, denn wo sieht man heute noch Rinder auf stadtnahen Weiden?  Für den Belag wurde einheimisches Katzenkopfpflaster ausgewählt, das früher häufig bei landwirtschaftlichen Höfen zum Einsatz kam. In der Mitte des Platzes wurde ein Rinderkarussell als Kunstwerk installiert. Aus Holz geschnitzte originalgetreue Rinderskulpturen  liegen auf einer Drehscheibe, umgeben von echten Rindern, die  dort ein neues Zuhause gefunden haben. Die Tiere eines Sulzbacher Landwirtes fühlen sich auf den Weiden sehr wohl.

Die Stadt Eschborn möchte mit den „Rinderwiesen“ die am Rande der Regionalparkroute liegenden Ackerflächen ökologisch aufwerten und ein Areal mit Erholungscharakter entstehen lassen.

Jürgen Odszuck, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Regionalpark RheinMain Taunushang GmbH und Erster Stadtrat der Stadt Kronberg, hob noch einmal hervor, dass nach dem „Schiefen Wald“ mit den „Rinderwiesen“ nun das zweite Regionalparkprojekt der Stadt Eschborn eingeweiht werden kann. Gerade die Blickbeziehungen zum Taunus und zur Frankfurter Skyline machen diesen Treffpunkt zu einem ganz besonderen Ort. Mit der Installation des Rinderkarussells und seinen lebensgroßen Holzkühen, sind die Tiere dauerhaft präsent und bieten einen Anreiz für Besucher des Regionalparks die Rundroute zu verlassen und sich inmitten der Rinderwiesen aufzuhalten. Odszuck hofft, dass sich in den nächsten Jahren in Eschborn noch ein weiteres Regionalparkprojekt realisieren lassen wird. Mit der Alten Mühle wäre der Regionalpark dann nicht nur in den Außenbereichen präsent, sondern würde auch in die Innenstadt rücken.

„Generell“, so erläutert  Jutta Wippermann, Prokuristin der Regionalpark RheinMain Ballungsraum GmbH „hat sich der Regionalpark zu einem Ort im RheinMain Gebiet entwickelt, der für Natur und Umwelt begeistert. Hier kann man nicht nur spannende Landschaften erleben, sondern diese auch auf den zahlreichen Regionalparkrouten von der Mainmündung bis in die Wetterau erkunden. Die Entdeckung des Regionalparks ist zugleich ein erlebnisreicher Einstieg in die Rhein-Main-Region.“

Die Rinderwiesen umfassen eine Fläche von rund 12 Hektar. Die Gesamtkosten des Projekts betragen rund 1,1 Mio. Euro, wovon die Stadt Eschborn 1 Mio. Euro finanziert hat. Der Aufenthaltsbereich mit dem Rinderkarussell wurde von der Regionalpark RheinMain Taunushang realisiert und von ihr mit 35.000 Euro finanziert. Die Regionalpark RheinMain Dachgesellschaft bezuschusste diesen Aufenthaltsbereich zusammen mit der Fraport AG in Höhe von 70.000 Euro.

Thomas Ebert ist begeistert von dem neuen Regionalparkprojekt das als neues Naherholungsgebiet  sowohl die künstlerischen als auch die Aspekte von Natur- und Heimatverbundenheit harmonisch miteinander verbindet.

„Das Arboretum wird aufgewertet und insgesamt für Besucherinnen und Besucher noch bedeutend attraktiver. Außerdem entstehen der Stadt Eschborn durch die Realisierung dieses Projektes neue Ausgleichsflächen, die beispielsweise für den Bau eines kleinen Sportparkes am Rande der L3005 erforderlich wären“, teilte der Erste Stadtrat mit.


Hintergrund
Der Regionalpark RheinMain

Stück für Stück entsteht im Ballungsraum ein Netz aus attraktiven Wegen, den Regionalparkrouten. Diese erschließen die verbliebenen und manchmal auch vergessenen vielfältigen Landschaften der Region und machen sie erlebbar. Das geplante Routennetz von über 1.250 Kilometer Länge erstreckt sich vom Frankfurter GrünGürtel, dem „Herz des Regionalparks“ westlich bis nach Rüdesheim im Rheingau, nördlich bis in die Wetterau, vom Hessischen Ried im Süden bis weit in das Kinzigtal nach Osten. Bis heute sind rund 550 Kilometer Regionalparkrouten mit über 200 attraktiven Ausflugszielen entstanden. Das besondere Erholungs- und Erlebnisangebot ist gleich vor der Haustüre, gut ausgeschildert und leicht zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu erreichen.