Arbeitskreis Inklusion inspiziert die Stadt

Am Dienstag, dem 14. März 2017 haben sich die Mitglieder des Arbeitskreises Inklusion getroffen, um gemeinsam im Stadtteil Niederhöchstadt Barrieren zu erkunden, die Menschen mit aber auch ohne Mobilitätseinschränkungen vor Probleme stellen können. Start war vor der Flüchtlingsunterkunft Im Wehlings an der Hessenallee in Niederhöchstadt. Die Hessen Allee ist für Fahrrad und Rollstuhlfahrer sowie für kleine und große Fußgänger eine Herausforderung. Eine von der Stadt Eschborn in Auftrag gegebene Zählung hat ergeben, dass in diesem Bereich die Anzahl an Fußgängern und Kraftfahrzeugen nicht erreicht wird, die erforderlich wäre, um einen Zebrastreifen einzurichten. Daher hat sich die Straßenverkehrsbehörde eine andere Querungshilfe für diese breite Straße überlegt.

Laut Erstem Stadtrat und Verkehrsdezernent Thomas Ebert sind sogenannte Inselköpfe das Mittel der Wahl. Es ist vorgesehen, dass zwischen diesen erhabenen Inselköpfen eine zirka sechs Quadratmeter große Fläche entsteht, die Fußgängern sowie  Fahrrad- und Rollstuhlfahrern eine sichere Verweilposition ermöglicht, bevor sie mit der Überquerung der Straße fortfahren. 

Drei Inseln sollen so nach dem Wunsch des AK Inklusion entstehen:

  • vor der Flüchtlingsunterkunft - dieser Überweg führt dann direkt auf den vorgesehenen Schulweg
  • direkt hinter der Autobahn/S-Bahn-Brücke
  • auf der Höhe der Fußgängertreppe, die in Richtung Rudolf-Diesel-Straße führt

Auch in der Rudolf-Diesel-Straße lassen die erhobenen Nutzerzahlen bedauerlicherweise keinen Zebrastreifen zu. Bei der Begehung erinnerte Rollstuhlfahrer und Ex-Stadtverordneter Stefan Schwammel an die vor einigen Jahren durchgeführte Machbarkeitsstudie. In dieser Studie ließ die Stadt Eschborn prüfen, ob zwei hintereinander liegende Kreisel, vor der Stadtbücherei (Ecke Steinbacher Straße/Hauptstraße) und vor der Hessenallee/Hauptstraße den Verkehrsfluss positiv beeinflussen. Bei Kreisellösungen wäre auch die Sicherheit der Fußgänger und Rollstuhlfahrer durch die geänderte Verkehrsführung verbessert, so Schwammel. Dieses Votum des Arbeitskreises Inklusion soll in die Verkehrsplanung der Stadt Eschborn einfließen.

Im Anschluss an die Begehung trafen sich die Teilnehmer zu einer anschließenden Besprechung im Bürgerzentrum in Niederhöchstadt. Dort wurden dann noch die Bushaltestellen ausgewählt, die möglichst 2017 noch nach den Maßgaben von Hessen Mobil zur „Ungehinderten Mobilität“ umgebaut werden sollen.

Der AK Inklusion trifft sich zu seiner nächsten Sitzung am Dienstag, dem 20. Juni.  Erster Stadtrat Thomas Ebert lädt alle Interessierten herzlich ein.