Berufe-Parcours im Jugendzentrum

Schülerinnen und Schüler der 7. Haupt- und Realschulklassen der Heinrich-von-Kleist-Schule waren im Februar wieder zu Gast im Jugendzentrum, um im Rahmen des Berufe-Parcours auszuprobieren, welche Berufe ihnen gefallen könnten.

Das Team der Jugendarbeit hatte das Haus wieder in unterschiedlichste Arbeitsplätze verwandelt und sich Auszubildende als Praxisexpertinnen und -experten geholt. Es gab ein Restaurant, das vorwiegend regional gekocht hat, einen Allround-Handwerksbetrieb, eine Pflegestation, eine klassische Verwaltung und einen Handyladen.

An den Stationen konnten die Mädchen und Jungen typische Aufgaben aus verschiedenen Berufsfeldern ausprobieren und sich so einen ersten Eindruck von der Realität als Auszubildende verschaffen.

Im Pflegebereich ging es darum, Tabletten zu stellen, einer anderen Person den Blutdruck zu messen und eine Verletzung zu versorgen. Die zu wickelnden Babys hatten zum Teil einiges auszuhalten. Dass das Köpfchen beim Hochheben gestützt werden muss und es ein Baby gar nicht mag, an einem Ärmchen hochgehoben zu werden, war vielen nicht bewusst und wurde von den Kollegen der Jugendarbeit Eickholm Pageler und Kazim Poran immer wieder thematisiert.

Im Bereich Verwaltung und Verkauf wurde ein Text für einen Anrufbeantworter formuliert und dieser auch besprochen. Außerdem mussten verschiedene Angebote eingeholt werden. Im Handyladen wurde gefachsimpelt und herausgefiltert, welches Handy wohl das passendste für den Kunden/die Kundin ist. Yasin Deniz lobte die konzentrierte Arbeit der Mädchen und Jungen.

Angelika Ries und Rolf Schneider zeichneten verantwortlich für den Bereich Gastronomie. Aufgaben waren, Gemüse zu schneiden und einen Dipp herzustellen sowie einen Tisch zu decken und zu dekorieren. Dass die Lebensmittel vorzugsweise aus regionalem Anbau stammen, wurde nebenbei ebenso angesprochen wie das Bestreben, auf faire Produktions- und Vertriebsbedingungen zu achten. Für Interessierte gab es auch Fair trade-Heftchen mit leckeren Rezepten und andere Informationsmaterialien.

Bei der Inventur des Getränkelagers sollten die leeren Flaschen gezählt und nachbestellt werden. „Dass in der einen leeren Kiste noch eine volle Flasche drin war, das war gemein“, stellte ein Schüler fest. Genau hinschauen ist also wichtig, um Aufgaben gut bewältigen zu können. Und auch am Rechnen kommt niemand vorbei.

Dies gilt allerdings für alle Arbeitsbereiche. In der Werkstatt musste eine Wand ausgemessen und berechnet werden, wieviel Rollen Tapete zur Baustelle mitgenommen werden müssen. Als Highlight in diesem Bereich hatten sich Silke Volkenandt-Nöckel und Nadine Hartmann wieder eine besondere Aufgabe ausgedacht: „Baut als Klasse ein Jakkolo. Schaut, wie weit die vorherige Gruppe gekommen ist und macht an dieser Stelle weiter.“ Jede Klasse bewältigte diese Herausforderung und konnte als Belohnung ein einmaliges Spiel im XL-Format mit zurück in die Schule nehmen.

Unterstützt wurde das Team der Jugendarbeit dankens-werterweise von aktuellen und ehemaligen Auszubildenden aus verschiedenen Berufen.

Am Ende der Veranstaltung wurden die im Bereich Gastronomie hergestellten Köstlichkeiten verputzt, ergänzt durch fair gehandelte Süßigkeiten.