Bürgermeister Geiger eröffnet Ausstellungen in der „Galerie am Rathaus“

Am vergangenen Mittwoch, den 17. August 2016, eröffnete Bürgermeister Mathias Geiger zwei Ausstellungen in der Ga-lerie am Rathaus.

„Auf Achse“ nennt sich das Projekt der Villa Luce, welches in der kleinen Galerie besichtigt werden kann. Anfang Juli haben sich die Künstler der Sommerwerkstatt Villa Luce und Eschborner Bürgerinnen zu einer Projektwoche zusammen gefunden, die der Eschborner Skulpturenachse gewidmet war. In diesem Jahr haben sich die Teilnehmer auf Spurensuche, also im wahrsten Sinne des Wortes „Auf Achse“ begeben. Sie haben zahlreiche Skulpturen besucht, genau studiert und fotografiert. Zu Beginn des Workshops haben sie sich gemeinsam die Fotos angesehen, um die Ein-drücke mit Pinsel und Farbe zu Papier zu bringen oder eigene Skulpturen zu gestalten. Die Künstler der Villa Luce und vier Eschborner Bürgerinnen haben fünf Tage lang intensiv gemeinsam an ihren Kunstwerken gearbeitet. Während der Woche sind fantasievolle, schöne Arbeiten entstanden. „Ich freue mich sehr, dass das Projekt mit Mitteln der Stadt Eschborn unterstützt werden konnte. Ganz herzlich möchte ich mich bei Eva Keller-Welsch, Michael Jäck, Jonas Kiehne und Heiner Gelhausen bedanken, die die Künstler begleitet und unterstützt haben“, teilt Bürgermeister Geiger mit, der gleichzeitig auch die Ausstellung „Mit Feuer und Faden“ in der Galerie am Rathaus von Nora Grawitter und Winfried Wunderlich eröffnete.

Die beiden Künstler beschäftigen sich mit Materialien, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Glas und Textil.
„Mit Feuer und Faden“ ist eine bemerkenswerte Ausstellung: Hier gehen gegensätzliche Kunstwerke überraschende Verbindungen ein und es ergeben sich spannende Kontraste.

Der Künstler Winfried Wunderlich kreiert zeichenhafte, grafische Strukturen auf der Oberfläche. Die sinnlichen Darstellungen von Prozessen und Mythen eröffnen vielfältige Assoziationen. Dies geschieht ausschließlich mit den ästhetischen Qualitäten des Materials Glas. Es entsteht der Eindruck, als ob eine Bewegung in einer gläsernen Fassung eingefroren sei. Damit erhalten die Glasobjekte eine bemerkenswerte Ausstrahlung.

Die Künstlerin Nora Grawitter geht von der Vielfalt textiler Materialien, Strukturen und Fundstücke ein besonderer Reiz aus. Stets lotet sie neue ästhetische Verfahren aus und eröffnet neue Bereiche in der Textilgestaltung. Nora Grawitter interpretiert künstlerische Urformen wie Dichte und Transparenz, Ordnung und Chaos, Linie und Fläche für sich neu. Indem sie Material- und Farbschichten überlagert, werden die materialeigenen Strukturen intensiviert oder verborgen.