100 Tage im Amt - 70 davon im Corona-Modus Bürgermeister Adnan Shaikh zieht erste Bilanz

„Natürlich habe ich mir meine ersten 100 Tage als Bürgermeister von Eschborn anders vorgestellt. Zunächst war die Zeit gefüllt mit Kennenlernen und Antrittsbesuchen im Hause. Ich wurde von allen sehr freundlich empfangen und fühle mich richtig wohl in meinem Team“, lauteten die ersten Worte von Bürgermeister Adnan Shaikh in seiner 100-Tage-Pressekonferenz.

Bereits in der zweiten Woche hat er sich in zwei großen Personalversammlungen allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern persönlich vorgestellt. Dass sein Satz: „Ich habe für Sie alle immer eine offene Tür und ein offenes Ohr“, bisher vielfältig genutzt wurde, zeigt dem Bürgermeister, dass es an einigen Stellen großen Redebedarf gibt. „Das Personal ist die bedeutendste Ressource eines Unternehmens. Das gilt auch für eine Stadtverwaltung. Es ist elementar, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sich wertgeschätzt fühlen und in einem positiven Umfeld ihrer Arbeit nachgehen können. Nur so können sie auch zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger und unserer Stadt wirken. Das ist mir nicht nur als Dienstherr und Personalchef wichtig, sondern auch als Mensch“, sagte Shaikh.

 

Kurz nach Beginn seiner Amtszeit kam es zum sogenannten Corona-bedingten Lockdown und so musste sich der neue Rathauschef gleich als Krisenmanager bewähren. Zahlreiche Sitzungen und Besprechungen mit Kollegen aus dem Magistrat, Mitgliedern der Stadtverordnetenversammlung, dem Landrat und Bürgermeisterkollegen aus den umliegenden Städten und Gemeinden wurden per Telefon- bzw. Videokonferenz organisiert. Gemeinsam wurden im intensiven Austausch die Regeln für den Landkreis diskutiert, um keinen Flickenteppich, sondern einheitliche Regeln zu beschließen. Insgesamt 24 Mal traf sich der Eschborner Verwaltungsstab, um zu besprechen, welche Sicherheitsvorkehrungen für Eschborn getroffen werden mussten. Oberste Prämisse war und ist dabei für den neuen Bürgermeister und die Verwaltung immer im Auge zu haben, was das Beste für Eschborn ist: „Die Krise hat mir auch gezeigt, dass es hierfür eine gute Basis gibt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind kompetent und hoch motiviert. Insofern bin ich sehr zuversichtlich, dass wir es gemeinsam schaffen, nach der Krise gut dazustehen und Eschborn als lebens- und liebenswerte Stadt zu erhalten, auszubauen und als Wirtschaftsstandort zu stärken. Das ist die Grundlage für unseren Wohlstand und den möchte ich erhalten.“

 

Shaikh hat Initiativen wie z.B. ich-will-helfen(at)eschborn.de oder #AusLiebeZuEschborn mit ins Leben gerufen und die IHG-Initiative www.bleib-in-eschborn.de aktiv unterstützt. Den lokalen Mittelstand zu fördern und zu stärken, steht in diesen Tagen auf Shaikhs Agenda ebenso ganz oben: „Wir müssen auch in der Krise den hiesigen Einzelhandel und die Gastronomie unterstützen, denn wir wollen auch nach Corona noch in Eschborner Geschäften einkaufen gehen und ortsansässige Lokale besuchen können.“

 

Zur Unterhaltung hat er musikalische Aktionen - insbesondere für die betagten Bürgerinnen und Bürger - organisiert und immer wieder an alle appelliert, sich an die Regeln zu halten, um sich selbst zu schützen und eine Verbreitung des Corona-Virus zu verhindern.

Für die Senioren hat er sich auch beim Großhandelsmarkt der Firma Selgros stark gemacht. Nach der Schließung des Real-Supermarktes hat Shaikh verhandelt, dass Eschborner Senioren für Selgros Einkaufsberechtigungen erhalten und dort ihre Einkäufe erledigen können, ohne große Wege auf sich nehmen zu müssen: „Die Betreuung der Senioren in dieser von Corona geschüttelten Zeit wird durch die städtische Seniorenhilfe vorbildlich organisiert und umgesetzt. Eine aktive und an den wirklichen Bedürfnissen unserer älteren Mitbürger orientierte Seniorenarbeit hat ganz sicher für mich immer eine hohe Priorität.“

 

Smart City - Digitalisierung

Die Krise hat auch gelehrt, dass es unabkömmlich ist, den Ausbau der Digitalisierung mit Nachdruck voranzutreiben. Etwa die Hälfte der Rathaus-Mitarbeiter befanden sich durchschnittlich im Homeoffice. Hier werde laut Shaikh geprüft, ob diese Beschäftigungsform auch künftig vermehrt eingesetzt werden kann. Der Bürgermeister hat schon kurz nach der Einführung der ersten Restriktionen die Pressestelle beauftragt, einen Facebook- und Instagram-Account zu erstellen. Somit gibt es neben dem Internet-Auftritt zwei weitere Kanäle, über die die Stadt Eschborn Informationen zielgruppenadäquat kommuniziert. Aber auch der städtische Internetauftritt wird permanent optimiert, um die digitalen Dienste auszubauen. Die Service-Stellen des Rathauses haben sich in den vergangenen Wochen mit den Bürgerinnen und Bürgern per Mail und Telefon ausgetauscht. Das soll auch künftig das Mittel der Wahl sein. Es wird daran gearbeitet, noch mehr Formulare zu digitalisieren, um Gänge zum Rathaus zu ersparen. Das ersetzt aber nicht das Bürgerbüro, das der Bürgermeister bis zum Herbst eröffnen möchte. Auch hieran ist die Stadtverwaltung mit Hochdruck bei der Sache. Dort sollen dann die Öffnungszeiten bürgerfreundlicher gestaltet werden und die Bürgerbüro-Mitarbeiter nach speziellen Schulungen weitere Kompetenzen erhalten. Ende März hat der für Personal zuständige Fachbereich ein Online-Portal für Bewerbungen eingerichtet, dessen Testphase nun vorüber ist. Ab sofort können auch Bewerbungen auf diesem Wege eingereicht werden, lobt der Personaldezernent Shaikh die prompte Umsetzung.

 

In diesem Zusammenhang weist der Bürgermeister darauf hin, dass die Akquise von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für den Kita-Bereich in den kommenden Wochen und Monaten verstärkt und mit neuen Werbemaßnahmen angegangen wird. Dafür hat Shaikh eine sogenannte „Task Force Kita-Personal“ ins Leben gerufen, die sich Maßnahmen überlegt, um dringend benötigtes Personal zu finden. Es soll schließlich auch verhindert werden, dass Kitas wegen Personalengpässen geschlossen werden müssen.

 

Kinder - Jugendliche - Bildung

„Kinder sind unsere Zukunft.“ Dass dies für ihn keine Floskel ist, kann man dem neuen Bürgermeister gut abnehmen. Als ehemaligem Leiter der Heinrich-von-Kleist-Schule und Vater zweier schulpflichtiger Kinder liegt ihm dieses Thema besonders am Herzen: „Die Betreuung und die Ausbildung unserer Kinder und Jugendlichen muss für uns alle oberste Priorität haben.“ In sechzehn Kindertagesstätten werden rund 1300 Kinder von 240 Erzieherinnen und Erziehern betreut. Auch hier sind alle zurzeit trotz Corona bemüht, den ständigen Austausch mit Eltern und Kindern mit den jeweils neuen Herausforderungen und Regeln sicherzustellen.

 

Die Ausstattung der Kitas ist vorbildlich und auf einem hohen Standard: „Dass dies auch künftig so bleiben wird, ist mir sehr wichtig und dafür setze ich mich ein“, sagte Shaikh. Für die außerschulische Betreuung von Kindern und Jugendlichen am Nachmittag gibt es einen Abenteuerspielplatz, der seinesgleichen sucht. Die Bauarbeiten am neuen Jugendhaus haben sich verzögert. Mit der Fertigstellung ist erst im kommenden Jahr zu rechnen. Auch hier arbeiten die Teams mit Hochdruck daran, den Kindern und Jugendlichen gute Nutzungsbedingungen zu schaffen.

 

Es gibt viele Themen, die der neue Eschborner Bürgermeister auf seiner Agenda hat. Dazu gehören beispielsweise auch die Sanierung und Erweiterung des Wiesenbades. Hier wurden bereits vor Beginn der Brut- und Setzzeit nötige Baumfällungen vorgenommen, die zur Kanalumlegung erforderlich waren. So konnten die Voraussetzungen zur Einhaltung des Zeitplanes geschaffen werden. „Ich tue alles, um die Sanierung und Modernisierung des Wiesenbades schnellstmöglich voranzubringen. Schwimmen gehört zu den Grundkompetenzen, die Kinder erlangen sollten. Das ist meine Überzeugung und ich will alles dafür tun, dass sie in ihrer Heimatstadt schwimmen lernen können“, gesteht ein Bürgermeister, der selbst sportlich sehr aktiv ist und sich dafür einsetzt, dass junge Menschen Sport treiben und Senioren gleichermaßen fit bleiben können.

 

Verkehr und Mobilität – Wirtschaft und Finanzen

Das Thema Verkehr und Mobilität ist für den Wirtschaftsstandort Eschborn von hoher Bedeutung. Es gilt, verkehrsbedingte Engpässe aufzulösen und Staus weitestgehend zu verhindern. Als Beispiel nennt Shaikh die Abfahrt von der A66 ins Gewerbegebiet Süd, die bis Anfang des kommenden Jahres fertiggestellt sein soll. Hier verspricht sich der Bürgermeister eine große Entlastung der Kreuzung Camp-Phönix-Park/Frankfurter Straße. Das gleiche gilt für die Abbiegespur Sossenheimer Straße - aus Eschborn kommend. Hier hat die Verwaltung Anfang März festgestellt, dass es einen erheblichen Mehrbedarf an Flächen gibt, um diese zusätzliche Fahrspur zu realisieren. An der Lösung dieses Problems wird ebenfalls gearbeitet, um diese unbefriedigende Situation endlich in den Griff zu bekommen.

 

Die vakante Stelle des Mobilitätsbeauftragten, die seit vielen Jahren unbesetzt ist, wurde ausgeschrieben und kann voraussichtlich noch im Sommer 2020 wieder besetzt werden. Der städtische Klimaschutzbeauftragte kümmert sich u.a. um den sukzessiven Ausbau der Ladestationen für Elektro-Fahrzeuge. Im Stadtgebiet von Eschborn und Niederhöchstadt gibt es bereits sechs Ladestationen, alle liefern Öko-Strom, drei davon sogar kostenlos. Am Montgeronplatz wird im Juli eine Ladesäule (mit zwei Ladepunkten) installiert, die ebenfalls kostenlosen Ökostrom ausgibt. In Planung sind weitere Strom-Tankstellen am Wiesenbad, am Notfallzentrum und an den Bahnhof-Parkplätzen. Insgesamt nimmt der Ausbau der Infrastruktur von E-Tankstellen stark zu, berichtete der Bürgermeister.

 

Die Sanierung der Eschborner Bahnhöfe steht seit Jahrzenten bei allen Bürgermeistern der Stadt Eschborn auf der Agenda. Unter Bürgermeister Wilhelm Speckhardt wurde der S-Bahnhof-Süd zu einem modernen und dem Gewerbestandort „Eschborn Süd“ angemessenen Schnellbahnhof ausgebaut. Adnan Shaikh will seine Amtszeit dafür nutzen, die Bahnhöfe Mitte und Niederhöchstadt in enger Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn und dem RMV zu erneuern: „Corona bedingt konnten meine Kontaktbemühungen zur Deutschen Bahn leider nicht umgesetzt werden.“

 

In diesem Kontext kommt der Bürgermeister automatisch auf die finanzielle Situation der Stadt Eschborn zu sprechen, die seit Jahren sehr gut ist. „Unser Wohlstand ist nicht zuletzt den hier ansässigen weltweit agierenden Unternehmen zu verdanken. Insofern liegt ein besonderer Fokus auf der Wirtschaftsförderung. Bisher konnte ich wegen der aktuellen Situation lediglich der Deutschen Börse meinen Antrittsbesuch abstatten. Ich hoffe, dass sich das demnächst ändert und ich persönlich -wie geplant- die verantwortlichen Unternehmensbosse empfangen bzw. besuchen kann.  Wenn man auch in diesen Tagen nicht sagen kann, welche wirtschaftlichen Konsequenzen die Corona-Pandemie haben wird, so kann ich versichern, dass ich mich mit aller Kraft dafür einsetzen werde, den Eschborner Gewerbesteuerhebesatz stabil auf 330 Prozentpunkten zu halten“, bekräftigt der Eschborner Bürgermeister.

 

Wohnen

Bezahlbarer Wohnraum ist ein Thema, das seit vielen Jahren auch die Eschborner Politik beschäftigt und landauf, landab intensiv diskutiert wird. „Insbesondere der benötigte Wohnraumbedarf für unsere älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger wird auch künftig eine große Bedeutung haben. Der Spatenstich für die Seniorenimmobile an der Rapp-Kreuzung wurde im vergangenen Jahr vorgenommen und die Bautätigkeiten sind zwischenzeitlich in vollem Gange“, freut sich der Bürgermeister, der in engem Austausch mit den Geschäftsführern der GWE (Gemeinnütziges Wohnungsunternehmen Eschborn GmbH) steht. So alles gut läuft, können Mitte des Jahres 2022 die ersten Bewohnerinnen und Bewohner einziehen.

Gegenüber der Seniorenimmobilie an der Rapp-Kreuzung steht die Stadt Eschborn bzw. die GWE in Verkaufsverhandlungen für ein Grundstück, auf dem für das sogenannte Mittelstands-Wohnen 14 bis 16 Wohneinheiten entstehen könnten. Hinter diesem etwas ungelenken Begriff steht die Idee, Menschen, die es trotz normalem Einkommen schwer haben, auf dem freien Markt eine Wohnung in Eschborn zu finden, zu helfen. Die genauen Kriterien über die Vergabe dieser Wohnungen müssen noch festgelegt werden. Auf jeden Fall spielt hier das jährliche Einkommen eines Haushalts eine Rolle.

 

Anfang März war Baubeginn für die neue Obdachlosenunterkunft „In der Flosset“. Es entstehen 16 Ein-Zimmer-Appartements, deren Fertigstellung für das Frühjahr 2021 geplant ist: “Menschen ohne Bleibe sollen und müssen eine akzeptable und menschenwürdige vorübergehende Unterkunft bekommen. Das finde ich sehr wichtig“, sagte Shaikh.

 

„Nun kommen wir zu einem Thema, das die Eschborner Politik schon seit vielen Jahren beschäftigt“, gestand der Bürgermeister, „der Bebauungsplan 195/195a ist vielen Menschen, die sich mit der Eschborner Wohnungsbaupolitik beschäftigen, ein Begriff. Ich möchte erreichen, dass an der dortigen Stelle, die aus meiner Sicht hervorragend geeignet ist, Wohnraum für viele Menschen entsteht.“ Der Bebauungsplanentwurf, der gegenüber des Wiesenbades rund 260 Wohneinheiten vorsah, wurde vom Regierungspräsidium vor zwei Jahren abgelehnt. Jetzt wird nachverhandelt. Ein Problem war unter anderem der Lärmschutz. Hier gibt es nun Lösungsansätze. Eigentümerin des Grundstücks ist die GWE. Also auch an dieser Stelle sitzt die Stadt Eschborn und damit der Bürgermeister als Aufsichtsratsvorsitzender des Wohnungsunternehmens an den Schalthebeln: „Ich werde mich mit meiner ganzen Energie dafür einsetzen, dass dort endlich etwas geschieht und dringend benötigte Wohnungen gebaut werden. Es wäre unverantwortlich, diese Fläche brachliegen zu lassen.“

 

Vereine, Ehrenamt und Feuerwehr

In dieser vom Corona-Virus getroffenen Zeit gilt es umso mehr, das Ehrenamt mit aller Kraft zu unterstützen und zu fördern: „Mein großer Dank gilt den Helferinnen und Helfern, die in diesen Tagen engagiert mitarbeiten, sowohl die Verbreitung des Virus‘ zu verhindern, als auch die von den Beschränkungen betroffenen Personen zu unterstützen. Dazu zählen in erster Linie die Ehrenamtlichen in Vereinen sowie alle Angestellten von Polizei, Feuerwehr, Rettungsdiensten und Sozialverbänden.  Deren Einsatz und Engagement kann man gar nicht genügend wertschätzen - auch auf kulturellem, sportlichem oder sozialem Gebiet - sie alle sind unersetzlich, um unser Sozialwesen am Leben zu erhalten - gerade heute ist dies wichtiger denn je“, sagte Shaikh.

 

Auch die kürzliche Fertigstellung des neuen Notfallzentrums (NFZ) konnte leider wegen der Corona-Krise nicht gefeiert werden. Dies wird ganz sicher in einem gebührenden Rahmen nachgeholt. Gerade auch die Freiwilligen Feuerwehren stehen beispielhaft für das ehrenamtliche Engagement und verdienen großen Respekt, riskieren sie doch oft Leib und Leben, um andere Menschen zu retten. „Ich würde gerne der Stadtverordnetenversammlung den Vorschlag unterbreiten, die Zufahrtsstraße zum NFZ in ‚Sankt-Florian-Straße‘, dem Schutzpatron der Rettungskräfte, umzubenennen. Dies verstehe ich als eine kleine Hommage an alle Rettungskräfte in Eschborn“, schlägt Shaikh vor.

 

Nach Absage der 1250-Jahrfeier und der Summertime-Veranstaltungen hat sich das Kulturreferat überlegt, viele kleine Kulturveranstaltungen anzubieten, um den Eschbornern so einen schönen Sommer zu ermöglichen.

Es sollen Kindertheater, Klassikkonzerte, Musikabende und Theater stattfinden. Wenn alle organisatorischen Hürden in der Coronazeit genommen sind, werden die Bürgerinnen und Bürger sofort informiert. Sechs Vereine haben sich bereit erklärt, die Bewirtungen dieser unterhaltsamen Stunden zu übernehmen, freut sich Shaikh.

 

 

Sicherheit und Ordnung

Dieses Thema beschäftigt seit geraumer Zeit viele Gremien und auch Menschen: „Wir haben in Eschborn eine engagierte Einsatztruppe von Stadtpolizisten, die sich darum kümmert, dass sich die Bürgerinnen und Bürger in ihrer Stadt sicher fühlen können. Sie stehen im ständigen Austausch mit der Polizeistation Eschborn und dem Präventionsrat“, so Shaikh.  Das Sicherheitskonzept für Eschborn wird auf der Basis der Daten einer bereits erfolgten Umfrage permanent aktualisiert und angepasst. Unter der Telefonnummer 06196 490-491 sind von Montag bis Freitag in der Zeit von 7 bis 21.30 Uhr Mitarbeiter der Stadtpolizei erreichbar - während der Corona-Zeit auch an den Wochenenden.

 

Das subjektive Gefühl von Sicherheit spielt eine große Rolle, weiß Shaikh: „Beispielsweise die Beleuchtung im Stadtgebiet kann dabei unter Umständen maßgeblich sein. Der Präventionsrat hat vor wenigen Tagen eine Begehung organisiert, bei der dies - unter Berücksichtigung von eventueller Lichtverschmutzung - betrachtet und überprüft wird.“

 

Heimat – Kultur – Naherholung

Last but not least weist der Eschborner Bürgermeister auf die Bedeutung von Tradition hin. So sei es in diesen Tagen besonders wichtig, den Menschen zu vermitteln, dass die Kommunalpolitik dem Bedürfnis nach Heimat und Kultur eine große Bedeutung beimisst: „Glauben Sie mir“, führt der Bürgermeister aus, „mir liegt es besonders am Herzen, dass alle Menschen sich dort, wo sie leben, auch wirklich zu Hause fühlen, ganz gleich wo ihre ursprünglichen Wurzeln liegen.“

 

Dazu gehört es auch, Brauchtum zu bewahren und Geschichte erlebbar zu machen. Dies kann auf unterschiedlichen Wegen geschehen. So hat das Kulturreferat beispielsweise im Internet eine digitale Entdeckerkarte installiert, auf der schon viele spannende Beiträge über die Geschichte von Eschborn zu sehen und hören sind. Aber auch die Erhaltung von traditionsreichen Gebäudeensembles käme bei der Bevölkerung gut an und werde von der Stadtpolitik unterstützt, weiß Shaikh zu berichten. Der Aufsichtsrat der GWE hat beschlossen, in Niederhöchstadt eine Hofreite zu sanieren und darin eine Kindertagesstätte unterzubringen.

 

Eschborn ist auch eine grüne Stadt, in der die hier lebenden Menschen sich in ihrer Freizeit in der Natur bewegen und aufhalten können. Die grüne Achse Westerbach ist ein Bindeglied und Treffpunkt zwischen Eschborn und Niederhöchstadt. Diese zu schützen und auszubauen, ist unabdingbar. „Wir müssen rücksichtsvoll mit der Natur umgehen, nur so können wir und auch die Generationen nach uns noch davon profitieren“, ist Shaikh überzeugt.

 

„Wenn ich mich irgendwo zu Hause fühle, dann ist es Eschborn. Das wird immer so bleiben und das habe ich bereits vor vielen Jahren gespürt und diese Empfindung hat sich im Laufe der Jahre immer mehr gefestigt“, resümierte Shaikh in seiner 100-Tage-Pressekonerenz am 25. Mai 2020. „Als Bürgermeister dieser Stadt werde ich alles daransetzen, das in mich gesetzte Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger durch gute Arbeit für unsere gemeinsame Stadt zurückzugeben“, lautete der abschließende Satz des Bürgermeisters in seiner 100-Tage-Pressekonferenz.