Zwei neue Bücherschränke im Stadtgebiet - Konzept hat sich bewährt

Ob ein Roman von Charlotte Link, eine spannende Biographie oder ein Buch über Gartengestaltung – in den beiden neuen Bücherschränken ist Platz für viele verschiedene literarische Werke. „Dass wir heute am Wiesenbad und am Rathausplatz zwei weitere dieser Schränke aufstellen konnten, ist großartig“, freut sich Bürgermeister Adnan Shaikh, „denn nun können noch mehr Bürgerinnen und Bürger ihrer Leselust frönen.“ Besonders begeistert ihn das niederschwellige Angebot: „Jeder kann, wenn er möchte, sich hier ein Buch herausnehmen, um es zuhause zu lesen, und im Optimalfall auch – eigene – gelesene Bücher wieder hineinstellen.“

Nach dem Vorbild der beiden anderen Exemplare, die schon seit einiger Zeit am Montgeronplatz und an der Süd-West-Schule stehen, wurden nun zwei neue Bücherschränke gebaut, wie Herbert Brendel, Leiter des Fachbereichs Bürgerdienste und Stadtleben, erläutert: „Dabei hat sich die Firma Mainhattan Mediagroup an das bewährte Design angelehnt, aber alles etwas funktionaler gestaltet, und die Mechanik wurde verbessert.“ So sind die beidseitig eingebauten, gläsernen Schiebetüren deutlich leichtgängiger und sowohl von links als auch von rechts zu öffnen; schließen tun sie von selbst. In einem Glaskasten an der Seite ist Platz für Aushänge für kulturelle Veranstaltungen.

Beide Schränke wurden aus Cortenstahl gefertigt, einem wetterfesten Baustahl, der über eine charakteristische Patina in rostbraunem Farbton verfügt und vor weiterer Korrosion geschützt ist. Jedes Exemplar wiegt rund 500 Kilogramm und kostet 9500 Euro. „Da wir schon bei den anderen beiden Schränken sehr gute Erfahrungen gemacht und selten Vandalismus erlebt haben, sind wir guter Dinge, dass sich auch diese nun bewähren“, meint Shaikh. „Auch die Gefahr, die wir im Vorfeld einmal sahen, dass vielleicht Schund, pornographisches Material oder ähnliches hineingestellt wird, kam bisher nicht zum Tragen.“

Regelmäßig wird allerdings kontrolliert, ob dort Lektüre abgelegt wurde, die nicht zum Konzept passt. Natürlich sind auch Kinderbücher willkommen, wie Ellen Simeiko. Leiterin der Stadtbücherei, die den „Erstbestand“ ausgewählt hatte, erklärt: „Uns wurden teilweise Bücher gespendet, oder wir haben die Schränke mit Exemplaren, die wir zuletzt aussortiert hatten, bestückt. Je nachdem, wie die nun genutzt werden, würden wir auch noch weitere hinzufügen, so dass die beiden Bücherschränke immer gut gefüllt sind.“

Weitere dieser Bücherschränke seien derzeit nicht geplant, so der Bürgermeister: „Nun haben wir vier Stück im Stadtgebiet und werden schauen, wie das mit denen klappt.“

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