"Zuhause kann überall sein" Buchpräsentation mit Kamshibai

Die Stadtbücherei Eschborn und die in Niederhöchstadt ansässige Kindertherapeutin Klarissa Renninger zeigen, wie man eindrucksvoll auf eine alte japanische Art Bücher präsentieren kann. In dieser Erzählform wird das Werk der Kinderbuchautorin Irena Kobald "Zuhause kann überall sein" gezeigt. Es handelt von einem kleinen Mädchen aus dem Sudan, das sich in seiner neuen Heimat erst dann richtig zu Hause fühlt, als es sich mit einem deutschen Mädchen anfreundet und Vertrauen zu ihr bekommt. Über diese Freundschaft lernt sie neue Worte und die neue Sprache kennen und sprechen.

Kamshibai, eine alte japanische Form der Erzählkunst, hilft dabei, diese Geschichte lebendig zu erzählen. In einem kleinen Holztheater werden Bildgeschichten präsentiert, die den Menschen Märchen erzählen und Werte vermitteln sollen. Die gezeigten Bilder werden mit der Erzählung zu einer Art „Theater im Kopf“ - so wird die Fantasie der Kinder stark angeregt.

„Ich erlebe die Kinder bei dieser Art des Geschichtenerzählens immer als ganz besonders konzentriert und fasziniert“, sagt Klarissa Renninger. Spannend sei auch, was die Kinder zu den einzelnen Bildern und den Textinhalten erzählen. Das zeigt sich besonders im Dialog mit den Kindern: „Besonders wichtig ist mir, dass die Kinder mit mir und den Bildern in Beziehung treten. Über diese Methode sind die Kinder unmittelbar in die Geschichte integriert. Das Fremde kann zum Eigenen werden.“

Bürgermeister Mathias Geiger freut sich darüber, dass diese Form des Märchenerzählens, die erstmals im Dezember  in der Süd-West-Schule des vergangenen Jahres vorgeführt wurde, so gut ankommt. Die Kooperation zwischen der Stadtbücherei und der Kindertherapeutin wird im Januar in der Westerbachschule fortgesetzt. Das gezeigte Stück ist geeignet für Kinder der ersten Grundschulklasse.