„Frankfurt liest ein Buch“ zu Gast in Eschborn: Lesung mit Autor Dieter David Seuthe

Im Rahmen des großen Lesefestes „Frankfurt liest ein Buch“ liest Autor Dieter David Seuthe am Mittwoch, dem

20. April 2016 um 18 Uhr im Museum Eschborn aus seinem Roman „Frankfurt verboten“.
 
Vor der Kulisse des historischen Frankfurt am Main erzählt der Roman vom glücklichen und leidvollen Weg der jüdischen Pianistin Elise Hermann zwischen 1929 und 1936. Auf die junge Frau wartet nach ihrer Ausbildung am berühmten Hoch'schen Konservatorium eine glänzende Zukunft, und in Max von Hochem findet sie die Liebe ihres Lebens. Als Hitler an die Macht kommt, ändert sich alles: Elises Debüt-Konzert im März 1933 wird verboten, wie öffentliche Auftritte jüdischer Künstler generell untersagt werden. Die junge Frau muss bald um ihr berufliches und persönliches Überleben kämpfen. Die Lesung wird musikalisch umrahmt von Schülerinnen und Schüler der Heinrich-von-Kleist-Schule mit Musik der 20er und 30er Jahre: Die Klänge spiegeln das Lebensgefühl dieser Zeit des Wandels wider, die mit dem Hitlerregime ihr abruptes Ende fand.

In seinem ersten Buch folgt Psychotherapeut Dieter David Seuthe der Maxime, dass man sich an die Wahrheit halten muss, um aus der Geschichte zu lernen. Der Autor stieß in Neuseeland in Gesprächen mit ehemaligen Flüchtlingen aus dem von Nazi-Deutschland beherrschten Europa auf diese Geschichte, die ihn fortan nicht mehr losließ. „Frankfurt verboten“ erzählt die fiktive Geschichte, eng angelehnt an wahre Begebenheiten in Frankfurt und anderen deutschen Städten. Das Buch ist besonders und einmalig, weil es den schleichenden Prozess des Faschismus im Bürgertum eindrücklich vor Augen führt.

Der Eintritt ist frei. Das Museum befindet sich am Eschenplatz 1.