Heim für knapp 100 Flüchtlinge

Das Asylbewerberheim „Im Wehlings“ in Eschborn ist fertig. Ab dem 15. August werden dort die ersten Flüchtlinge einziehen. Wie der Kreisbeigeordnete Johannes Baron mitteilt, ist in dem zweistöckigen Gebäude Platz für bis zu 96 Personen. „Die Wohneinheiten können wir flexibel auf die Bewohner zuschneiden“, berichtet Baron. Standard ist, dass sich zwei Personen ein Zimmer teilen. Je drei Zimmern ist eine Küche und ein Bad zugeordnet. Es gibt aber auch die Möglichkeit, Wohnungen an die Größe einer Familie anzupassen.

Die einzelnen Module des Gebäudes sind im Werk vorgefertigt und vor Ort im Lego-System zusammengebaut worden. Der Grundriss entspricht dem der Unterkünfte, die der Kreis bereits in Schwalbach am Westring und in Hofheim an der Frankfurter Straße errichtet hat. Jeder Gebäuderiegel verfügt über einen Gemeinschaftsraum, einen Waschraum und ein Büro für den Sozialarbeiter und den Hausmeister. Die Kosten für das Gebäude belaufen sich auf 2,3 Millionen Euro.

Der Eschborner Bürgermeister Mathias Geiger hält fest, Eschborn und seine Bürgerinnen und Bürger seien sehr bemüht, den Menschen, die in ihrer Heimat und auf der Flucht um Leib und Leben fürchten mussten und in der Stadt untergebracht seien, zu helfen und sie willkommen zu heißen. „Wir alle betrachten dies als humanitäre Pflicht. Ich danke ausdrücklich dem Arbeitskreis Flüchtlinge, in dem sich zahlreiche Bürgerinnen und Bürger ehrenamtlich engagieren.“

Das Grundstück „Im Wehlings“ liegt an der Gemarkungsgrenze zu Schwalbach und ist dem Kreis von
der Stadt Eschborn angeboten worden. Derzeit sind im Main-Taunus-Kreis 2818 Flüchtlinge untergebracht, 212 davon in Eschborn. Die Flüchtlinge, die in die neue Unterkunft einziehen werden,
kommen teils neu in den Kreis, verlassen teils aber auch Pensionen, die der Kreis nach und nach
auflöst.