Vier von fünf Putzhilfen arbeiten schwarz

Nach einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) werden immer noch rund 80 Prozent der Putzfrauen nicht angemeldet. Auch in Eschborn arbeiten in vielen Seniorenhaushalten regelmäßig nicht versicherte Putzfrauen. Dabei gibt es inzwischen neue Regelungen, die eine Anstellung der Beschäftigten auf Mini-Job-Basis ermöglichen. Der Arbeitgeber muss lediglich eine geringe pauschale Steuer entrichten. Die Seniorenberatung der Stadt Eschborn ist bei der Anmeldung der Arbeitskräfte auf Wunsch behilflich. Die entstandenen Kosten können dann auch bei der Steuer geltend gemacht werden. Bis zu 5.000,00 Euro Strafe kann es kosten, wenn der Zoll ein illegales Beschäftigungsverhältnis aufdeckt. Die finanziellen Auswirkungen eines schlimmen Arbeitsunfalls einer Putzfrau, die nicht angemeldet ist, sind allerdings noch viel gravierender. Krankenhaus- und Rehakosten und ggf. lebenslange Rentenzahlungen werden fällig. „Sollten die Putzkräfte kein Interesse an einem Mini-Job haben, sollten sich Senioren nach einer Alternative umschauen“, empfiehlt Bürgermeister Mathias Geiger. „Eschborner Anbieter wie Actio Vita, ASB und die Diakoniestation Eschborn-Schwalbach haben auch Haushaltshilfen. Auf den ersten Blick mögen die Kosten höher sein, aber hierbei sind die Senioren und die Arbeitnehmer auf der sicheren Seite.“