Eschborns Dächer haben Klimaschutz- und Gewinnpotential

In Eschborn gibt es rund 4000 Wohngebäude und viele Gewerbebauten sowie öffentliche Gebäude, die für die Nutzung von Solarenergie in Frage kommen. Insgesamt besteht laut Klimaschutzkonzept ein nutzbares Flächenpotential von insgesamt 20 Hektar für Photovoltaik-Anlagen (PV) auf Gebäuden im Eschborner Stadtgebiet. Der Gewinn für den Klimaschutz liegt bei einer solchen Anlage auf der Hand. Doch auf welchem Dach lohnt sich die Investition auch finanziell?  

Mit Hilfe des kürzlich gestarteten Solarkatasters des Landes Hessen können alle Hausbesitzer in Eschborn mit wenigen Klicks ermitteln, ob die Dachfläche ihres Hauses für die Gewinnung von Solarenergie geeignet ist und wie sich die Rendite darstellt, das heißt, ab wann die Anlage in die Gewinnzone fährt und wie hoch der Gewinn über die Laufzeit ist.

"Ein Blick ins Solarkatster macht deutlich, dass viele Dächer in Eschborn zur Gewinnung von Solarstrom gut bis sehr gut geeignet sind. Das liegt an der bei uns herrschenden hohen Strahlungsenergie und der langen Sonnenscheindauer von 1600-1700 Stunden pro Jahr", so Erster Stadtrat und Umweltdezernent Thomas Ebert, "auch Flachdächer eignen sich übrigens durch die übliche Aufständerung der Module sehr gut."

Die Amortisation einer Anlage sollte nach sechs bis zehn Jahren eintreten und ab da einen positiven jährlichen Ertrag erbringen, der, berechnet auf 20 Jahre Laufzeit, mit einem ansehnlichen Gewinn abschließt. Die Gewinnspanne hängt von der Anlagengröße, dem eigenen Stromverbrauch und dem Verbrauchsverhalten ab. Wer Spülmaschine und Waschmaschine zeitgesteuert so einschaltet, dass sie tagsüber laufen, der kann noch mehr selbst produzierten Strom verbrauchen und damit teuren Netzstrom ersetzen.

"Machen Sie mit, werden Sie ihr eigener Stromversorger", lautet der Appell von Erstem Stadtrat Ebert.

Die Stadt Eschborn verfügt auch über eine Reihe eigener Photovoltaik-Anlagen, zum Beispiel auf den Dächern des Dienstleistungszentrums (180 kWp), der Westerbach-Sporthalle (97 kWp) und des Wiesenbades (44 kWp) . Die neuste PV-Anlage der Stadtwerke mit der stolzen Leistung von 39 kWp befindet sich auf dem Dach der Kita-Bismarckstraße  und ist seit dem Frühjahr 2016 in Betrieb.

Fortgesetzt werden soll auch die Zusammenarbeit mit der Bürger-Energiegenossenschaft SolarInvest Main-Taunus eG. In Kooperation mit der Stadt Eschborn installierte sie in 2015 eine 10 kWp-Anlage auf dem Dach des Schulkinderhauses Südwest.  

Weitere Informationen sind unter Opens external link in new windowwww.eschborn.de/klimaschutz oder auf der Internetseite des Solardach-Katasters Hessen unter Opens external link in new windowwww.energieland.hessen.de/solar-kataster zu finden. Ihr Ansprechpartner bei der Stadt Eschborn ist Klimaschutzmanager Edmund Flößer-Zilz (06196-490-279).