Galerie am Rathaus: „Jede Idylle hat eine Killeridylle" - Moritz Götze

Am Mittwoch, dem 25. Januar 2016 um 18.30 Uhr, eröffnet Bürgermeister Mathias Geiger die Ausstellung „Jede Idylle hat eine Killeridylle" von Moritz Götze.
Moritz Götze bezeichnet seine Kunst als Deutschen Pop. Einflüsse aus Pop Art und Comic prägen sein Werk. Den Begriff „Pop“ fasst er weiter als seine Vorreiter: Götze verbindet gestische Malerei mit konzeptuellem Denken und historischem Empfinden. Aus einer Methode des Sammelns entwickelt er ein Pop-Universum: Motive aus Kunst- und Kulturgeschichte, dem politischen Geschehen und dem eigenen Leben formt er zu einem Werk. Sein ironischer Blick verleiht den Ereignissen verschiedener Epochen eine reizvolle Poesie. Besonders in den Emaillen wird die rigorose Gestaltung deutlich: Er bindet Leinwand und Papier ein, setzt harte Konturen und Farbschichten. Kennzeichen seiner Arbeiten ist ein comicartiger Malstil, der sich von der Pop-Art abhebt. Die Verfremdung bringt das Einfache der Kunst zum Vorschein.
Moritz Götze wurde 1964 in Halle an der Saale geboren. Er ist Kunst-Autodidakt. Von 1991 bis 1994 hatte er einen Lehrauftrag für Serigraphie an der Hochschule Burg Giebichstein in Halle inne. Im Jahr 1994 erhielt er eine Gastprofessur an der École Nationale Supérieure des Beaux-Arts in Paris. Das Berliner Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, das Arbeitsamt in Halle und die Bernburger Schlosskirche St. Ägidien stattete er mit wandfüllenden Kompositionen aus. Deutsche Sammler zeigen seit Jahren reges Interesse an Götzes Arbeiten.

Steffi Schönenbach zeigt Bronzen und Malereien in der Kleinen Galerie am Rathaus

Gleichzeitig eröffnet Bürgermeister Mathias Geiger die Ausstellung „Kunststücke“ von Steffi Schönenbach. Schönenbach ist Mitglied der Werkstatt´93 und war lange Jahre Dozentin am Volksbildungswerk Eschborn.
Die Ausstellung „Kunststücke“ zeigt neue Fassetten ihres Schaffens. Bronzen in kantigen und runden Formen fallen mit ihren Oberflächen ins Auge: Der Gegensatz von schwarzer Patina und goldfarbener Bronze wirkt äußerst reizvoll. Malereien, die abstrahiert und realistisch mit Farben spielen, runden das Gesamtbild ab. Die Arbeiten entstehen sowohl spontan als auch geplant und konstruiert, es bleiben immer Freiräume für Veränderungen.
Die Ausstellungen sind vom 25. Januar bis zum 16. März 2017 zu sehen. Die Galerien am Rathaus in der Neuen Mitte in der Unterortstraße 27 sind dienstags und donnerstags von 15 bis 18 Uhr und nach Vereinbarung geöffnet.