Gasthaus "Zum Goldenen Hirsch"

In zentraler Lage, an der Kreuzung Hauptstraße/Oberortstraße und Unterortstraße, im Zentrum des „alten Ortes“ steht das stattliche Fachwerkhaus, das bis vor kurzem die alte Eschborner Traditionsgaststätte „Goldener Hirsch“ beherbergt hat. Das giebelständige Wohnhaus stammt aus dem frühen 18. Jahrhundert und war ursprünglich ein Wohn- und Stallhaus mit einem eigenen Brunnen im Inneren des Hauses. Die Erbauung der Scheune, die mit dem überdachten Hoftor verbunden ist, wird in einer Inschrift auf den 16. Juli 1789 datiert. Die Bauherren waren damals Johann und Elisabeth Reges.  Ein tiefer Apfelweinkeller gehört selbstverständlich ebenfalls zu dem Anwesen.

Das Fachwerkwohnhaus besitzt ein Satteldach und ein massiv erneuertes Erdgeschoß mit der Gastwirtschaft und Küche. Das Haus wurde im späten 18. Jahrhundert durch einen Anbau vergrößert. Im ersten Stock befindet sich ein Saal, im Hof wurde Ende des 19. Jahrhunderts eine Kegelbahn angebaut.

Die „alten Eschborner“ trafen sich zum Apfelwein nicht im „Goldenen Hirschen“, sondern „beim Ostertag“. So hieß der langjährige Wirt, der 1896 die Gaststätte übernahm und sie Jahrzehnte lang, bis in die 1950er Jahre geführt hat. Über seine Tochter „Katinka“ und deren früh verstorbenen Sohn Helmut Werner kam das Gasthaus 1976 an die Ehefrau Helmuts, Gertrude Werner, die die Eschborner heute noch liebevoll “Trude“ nennen. Aus gesundheitlichen Gründen musste die letzte Wirtin die Gastwirtschaft leider schließen. Nun warten alle auf eine Neueröffnung. (Text von Gerhard Raiss)

Summertime, Konzert- und Theaterring oder Kinderkulturprogramm - die Verantaltungen im Eschborner Kulturleben sind vielfältig. Eine Übersicht finden Sie [hier].