"A & E Monkey" von Laura Ford

Die dreiteilige Skulpturengruppe "A & E Monkey" wurde im Rahmen der Skulpturenbiennale Blickachsen 11 im Skulpturenpark Niederhöchstadt ausgestellt. Während der Blickachsen 11 avancierten die drei Affenskulpturen zum Publikumsliebling. So verbleiben sie auch an ihrem Ausstellungsort: Auf einer Mauer am Zentrum des Skulpturenparks Niederhöchstadt.

Auf der Mauer thronend überblicken die drei Affen den gesamten Park. Auf den ersten Blick wirken sie verspielt und fantasievoll. Eine tiefgründige und kritische Ebene eröffnet sich nach genauer Betrachtung: Jede Skulptur besitzt eine Verletzung. Die erste Affenfigur ist am Bein badagiert, die zweite hält sich eine Bandage an den Kopf und die dritte hält den Arm in einer Schlinge. In humoristisch abgründiger Doppeldeutigkeit spielen die Skulpturen auf Armut und Obdachlosigkeit, Verletzung, Gewalt, Krieg an.

Laura Ford kreiert skulpturale Collagen in Form von verfremdeten Tier- und Kindergestalten und Mischwesen. Häufig erschienen sie wie große Lumpenpuppen - auch dann noch, wenn sie für die Installation im Außenraum in Bronze gegossen wurden. Sprichwörter, Kinderreime und Märchen spielen thematisch eine große Rolle in ihren Arbeiten, aber auch soziale und gesellschaftliche Verhältnisse oder reale Ereignisse. Laura Ford selbst beschreibt ihre Werke als "eine Mischung aus Humor, Melancholie und Dunkelheit". Ohne Pathos entwickelt sie eine vielschichtige Symbolsprache, die den Betrachter überrascht und berührt.

Laura Ford ist eine britische Bilderhauerin mit internationalem Renommee. Die in London lebende Künstlerin hat ihre Arbeiten bereits weltweit ausgestellt. Im Jahr 2000 beteiligte sie sich an der wegweisenden "British Art Show 5", 2005 vertrat sie Großbritannien auf der Biennale in Venedig und 2011 zeigte sie im Frederik Meijer Gardens & Sculpture Park in den USA eine große Einzelausstellung. Arbeiten Laura Fords sind im öffentlichen Raum verschiedener Städte installiert und gehören zu den Sammlungsbeständen bedeutender Museen wie des Victoria & Albert Museum oder der Tate Gallery in London.

 

Skulpturenpark "A & E Monkey" von Laura Ford