Radfahren macht Spaß und ist eine verträgliche und schnelle Alternative für die alltäglichen Wege in Eschborn. Zudem ist es eine sinnvolle und nachhaltige Art der Fortbewegung in der Stadt, denn es verursacht weder Lärm noch verschmutzt es die Luft. Die Stadt Eschborn setzt daher auf eine aktive Radverkehrsförderung unter dem Motto „Eschborn fährt Rad“.

Ziel ist es insbesondere in den drei Handlungsfeldern Fahren, Parken und Handeln die Bedingungen für den Radverkehr stetig zu verbessern.

Ziele der Radverkehrsförderung

Fahren
Ein attraktives, flächendeckendes Radroutennetz verbindet die wichtigsten Orte in Eschborn, sowie in den Nachbargemeinden, ohne Umwege. Die Wege zum Radfahren sind sicher und komfortabel. Gefahrenpunkte werden beseitigt.

Parken
Abstellanlagen die Schutz gegen Diebstahl, Vandalismus und Witterung bieten sollen am Ausgangspunkt und Ziel der Wege vorhanden sein.

Handeln
Für das Radfahren wird aktiv geworben. Öffentlichkeitsarbeit sensibilisiert für ein umweltbewusstes Verkehrsverhalten und bewirkt eine bewusstere Entscheidung bei der Verkehrsmittelwahl. Eine neue nachhaltige und verträgliche Mobilitätskultur wird gefördert.

Unsere Arbeit

Maßnahmen bündeln - Schwerpunkte setzen
Verschiedene Maßnahmen führen zu besseren Bedingungen für das Fahrradfahren. Um den Zielen in den Bereichen Fahren, Parken und Handeln näher zu kommen, werden aktuelle u.a. folgende Schwerpunkte bearbeitet:  

  • Fortschreibung des innerörtlichen Radverkehrskonzept von 2003
  • Lückenschluss im Radwegenetz
  • Projekt „Einkaufen mit dem Fahrrad“ (geplant)
  • Überprüfung der Radabstellanlagen in Eschborn
  • Öffentlichkeitsarbeit und bürgernahe Aktionen zur Verbesserung des Fahrradklimas
  • Aufklärungsarbeit über sicheres Radfahren

Für Sportwissenschaftler Andreas Wagner ist Bewegung Lebenselixier. Er fährt nicht nur während der STADTRADELN-Kampagne jeden Tag mit dem Fahrrad von Zeilsheim nach Rödelheim, wo er gemeinsam mit Kollegen „iQ athletik“, ein Institut zur Trainingsoptimierung, betreibt. Dass er dadurch mehrere Fliegen – wie Fitness, Freude und aktiven Klimaschutz – mit einer Klappe schlägt, hat er für uns in ein paar überzeugenden Tipps zusammengefasst:

  • Beruf, Familie und Sport lassen sich im Alltag leichter unter einen Hut bekommen, wenn man schon das Pendeln zur Arbeit sportlich nutzt. Im Institut angekommen, habe ich das gute Gefühl, bereits eine Trainingseinheit absolviert und etwas für meine Fitness getan zu haben.
  • Mit dem Rad zur Arbeit zu fahren, ist wie eine Auszeit vom Alltagsstress, egal ob im Sommer oder Winter.
  • Das Stehen im Stau oder überfüllte Bahnen bringen Stress, aber die körperliche Bewegung beim Radfahren baut Stress ab – und das wirkt sich positiv auf unsere Gesundheit aus.
  • Wenn wir mit Muskelkraft die Räder zum Rollen bringen, läuft auch vieles in unserem Körper runder.
  • Damit das Fahren mit dem Rad zur Arbeit möglichst viele positive Effekte auf das Herz-Kreislauf-System und die Gesundheit hat, muss es etwas anstrengend sein und braucht eine gewisse Länge; dreimal in der Woche für mindestes 30 Minuten kann schon vieles bewirken.
  • Wer zügig radelt, verbrennt auch mehr Kalorien, was gut gegen Adipositas und Diabetes ist.
  • Wer auf dem Weg zur Arbeit Kalorien statt Benzin verbrennt, tut nicht nur sich, sondern auch der Umwelt etwas Gutes.
  • Für ambitionierte Radsportler planen wir den Pendelweg – je nach Streckenprofil und -länge – als systematische Trainingseinheit mit gezielten Inhalten, also beispielsweise mit intensiven Intervallen oder als Nüchterntraining.
  • Möglichst Wege mit wenig Verkehrsaufkommen aussuchen – und lieber einen Umweg über Feldwege fahren als mitten durch den Verkehr radeln.
  • Ab und an auch mal neue Wege entdecken und ein paar zusätzliche Trainingskilometer sammeln.
  • Bei schlechtem Wetter gilt: Du kannst Resultate haben oder Ausreden. Nicht beides.
  • Wichtig auch, gerade für Pendler, ist es, richtig auf dem Rad zu sitzen, denn ansonsten kommt es zu Verschleiß an den Gelenken und chronischen Schmerzen. Wir bieten daher „Bikefittings“ an, um Sitzhöhe und Lenker optimal auf den Fahrer oder die Fahrerin einzustellen oder ggfs. auch einen neuen und passenden Sattel oder sogar das besser geeignete Fahrrad zu finden.  

www.iq-athletik.de

Das STADTRADELN 2020 findet statt!

Das diesjährige STADTRADELN wird in Eschborn stattfinden - wenn auch anders als gewohnt. Die Stadt Eschborn beteiligt sich - trotz Corona-Krise - zum siebten Mal von Samstag, dem 5. September bis Freitag, dem 25. September 2020, am deutschlandweiten Wettbewerb Stadtradeln, zu dem das Europäische Städtenetzwerk Klima-Bündnis/Alianza del Clima e.V. aufruft.

 

Die Kommunen können ihren 21-tägigen Aktionszeitraum zwischen dem 1. Mai und dem 31.Oktober frei wählen. Das Fahrrad ist - nicht nur während der Corona-Krise - das sinnvollste Verkehrsmittel für die verbleibenden unvermeidlichen Wege des Alltags - sei es zum Einkaufen, zur Arbeit oder in der Freizeit. Es ist in diesen Tagen die beste Alternative zum ÖPNV und in vielen Fällen dem Auto vorzuziehen.

 

Zugleich bietet das Radfahren die Möglichkeit, sich weiterhin an der frischen Luft zu bewegen und Ausflüge zu unternehmen. Das fördert nicht nur die Gesundheit, sondern hilft auch, der mit der Einschränkung des öffentlichen Lebens einhergehenden Langeweile ein wenig entgegenzuwirken, ohne dass es dabei zu engem zwischenmenschlichen Kontakt kommt. Die geradelten Kilometer können noch dazu fürs STADTRADELN eingetragen werden.

 

Dennoch sieht die Stadt Eschborn derzeit davon ab, das STADTRADELN 2020 mit gemeinsamen Radtouren, Auftaktveranstaltungen oder anderen Aktionen, bei denen viele Menschen zusammenkommen, zu flankieren.

 

Daher empfiehlt die Stadt Eschborn: Halten Sie sich bei allen Einschätzungen zur Risikolage an die Empfehlungen und Vorgaben der offiziellen Stellen.

 

Weitere Informationen: www.stadtradeln.de.

Hat ihre Stadt ein Herz fürs Radfahren? Diese Frage stellte der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) 2016 erstmals wieder Radfahrern in ganz Deutschland.

Deshalb waren auch die Bürgerinnnen und Bürger Eschborns aufgerufen mittels Online-Umfrage die Fahrradfreundlichkeit ihrer Heimatstadt zu bewerten. Gefragt wurde beispielsweise, ob das Radfahren in der Stadt Spaß oder Stress bedeutet, ob die Radwege von Falschparkern freigehalten und im Winter geräumt werden und ob sich das Radfahren insgesamt sicher anfühlt. Die Ergebnisse sind ein Gradmesser dafür, wie fahrradfreundlich Eschborn empfunden wird.  Eschborn belegte 2014 bundesweit den zweiten Platz in der Kategorie "Newcomer".  Eschborn hat seitdem weiter auf die Förderung des Radverkehrs gesetzt, so finden sich allerorten markierte Radschutzstreifen.

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) fördert den Fahrradklima-Test im Rahmen des Nationalen Radverkehrsplans.

Hier finden Sie die Ergebnisse: www.fahrradklima-test.de