Radfahren macht Spaß und ist eine verträgliche und schnelle Alternative für die alltäglichen Wege in Eschborn. Zudem ist es eine sinnvolle und nachhaltige Art der Fortbewegung in der Stadt, denn es verursacht weder Lärm noch verschmutzt es die Luft. Die Stadt Eschborn setzt daher auf eine aktive Radverkehrsförderung unter dem Motto „Eschborn fährt Rad“.

Ziel ist es insbesondere in den drei Handlungsfeldern Fahren, Parken und Handeln die Bedingungen für den Radverkehr stetig zu verbessern.

Ziele der Radverkehrsförderung

Fahren
Ein attraktives, flächendeckendes Radroutennetz verbindet die wichtigsten Orte in Eschborn, sowie in den Nachbargemeinden, ohne Umwege. Die Wege zum Radfahren sind sicher und komfortabel. Gefahrenpunkte werden beseitigt.

Parken
Abstellanlagen die Schutz gegen Diebstahl, Vandalismus und Witterung bieten sollen am Ausgangspunkt und Ziel der Wege vorhanden sein.

Handeln
Für das Radfahren wird aktiv geworben. Öffentlichkeitsarbeit sensibilisiert für ein umweltbewusstes Verkehrsverhalten und bewirkt eine bewusstere Entscheidung bei der Verkehrsmittelwahl. Eine neue nachhaltige und verträgliche Mobilitätskultur wird gefördert.

Unsere Arbeit

Maßnahmen bündeln - Schwerpunkte setzen
Verschiedene Maßnahmen führen zu besseren Bedingungen für das Fahrradfahren. Um den Zielen in den Bereichen Fahren, Parken und Handeln näher zu kommen, werden aktuelle u.a. folgende Schwerpunkte bearbeitet:  

  • Fortschreibung des innerörtlichen Radverkehrskonzept von 2003
  • Lückenschluss im Radwegenetz
  • Projekt „Einkaufen mit dem Fahrrad“ (geplant)
  • Überprüfung der Radabstellanlagen in Eschborn
  • Öffentlichkeitsarbeit und bürgernahe Aktionen zur Verbesserung des Fahrradklimas
  • Aufklärungsarbeit über sicheres Radfahren

„Cycling for future“ beim Eschborner Stadtradeln 2019

Zur Preisverleihung der Stadtradeln-Aktion 2019 waren am vergangenen Samstag, dem 28. September 2019, über 60 Radlerinnen und Radler ins Eschborner Rathaus gekommen, um gemeinsam den Abschluss der Aktion zu feiern und sich über Urkunden und Preise zu freuen.

„Die erradelten Kilometer liegen mit insgesamt rund 130.000 Kilometer ein Drittel über der Zahl des Vorjahre, dies ist eine hervorragende Gemeinschaftsleistung aller Radlerinnen und Radler, die mitgemacht haben", freut sich Bürgermeister Mathias Geiger über das tolle Ergebnis des diesjährigen Stadtradelns.

Während der dreiwöchigen Aktion, die vom 18. August bis 7. September 2019 lief, traten 814 Teilnehmer in 29 Teams für den Klimaschutz in die Pedale. Gegenüber dem Vorjahr ist dies ein Anstieg um etwa 200 Teilnehmer und rund 34.000 Kilometern. Aber eigentlich noch viel wichtiger sei eine andere Zahl, betont Edmund Flößer-Zilz, Klimaschutzmanager der Stadt Eschborn. Denn dank des Klima-Wettbewerbs, der so manchen dazu verleitet hat, das Auto stehen zu lassen, wurden zugunsten des Klimaschutzes rund 18.000 Kilogramm Kohlendioxid eingespart. Jede Teilnahme, jeder Kilometer und jedes Kilogramm Kohlendioxid sind ein wichtiger Beitrag und ein Zeichen für den Wunsch vieler Bürger nach einer starken Förderung des Radverkehrs und für den Klimaschutz. „Das ist wahres Cycling for future“, zeigt sich Flößer-Zilz begeistert.

Die Resultate können sich in der Tat sehen lassen: An die Spitze radelte das „Schülerteam der Heinrich-von-Kleist-Schule“ mit 20.562 Kilometer und 385 RadlerInnen mit ihrem Umweltlehrer Volker Kalbhenn als Team-Kapitän. Zählt man die 6975 Kilometer des Elternteams und die 4837 Kilometer des Lehrerteams hinzu, so erreicht die Heinrich-von-Kleist-Schule sogar beeindruckende 32.374 Radel-Kilometer und vermied rechnerisch 4597 Kilogramm Kohlendioxid - und liegt damit uneinholbar weit vorn.

Auf den Plätzen Zwei und Drei folgen die „Deutsche Bank“ mit 18.313 Kilometer und 49 Teilnehmern und die „Eschborner Spitzenradler“ mit 11.898 Kilometer und 50 Teilnehmern, die ihrem Namen wieder alle Ehre machten. Besondere Aufmerksamkeit verdienen auch die in verschiedenen Teams radelnden 17 Frauen und Männer des Eschborner Stadtparlamentes; zeigen sie doch, dass ihnen Klimaschutz und Radverkehr viel bedeuten. Ein besonders engagierter Radler berichtet beispielsweise, jeden Tag aus Maintal nach Eschborn zu pendeln – runde 25 Kilometer einfache Strecke.

Bundesweit nahmen an der Stadtradeln-Aktion bisher 1.127 Kommunen und 406.352 Radelnde teil, davon waren 8.002 aktive Parlamentarier. Alle gemeinsam legten über 77,5 Millionen Radkilometer zurück und ersparten rechnerisch der Atmosphäre 11.006 Tonnen Kohlendioxid. Alle Ergebnisse sind unter www.stadtradeln.de/eschborn zu finden.

Hat ihre Stadt ein Herz fürs Radfahren? Diese Frage stellte der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) 2016 erstmals wieder Radfahrern in ganz Deutschland.

Deshalb waren auch die Bürgerinnnen und Bürger Eschborns aufgerufen mittels Online-Umfrage die Fahrradfreundlichkeit ihrer Heimatstadt zu bewerten. Gefragt wurde beispielsweise, ob das Radfahren in der Stadt Spaß oder Stress bedeutet, ob die Radwege von Falschparkern freigehalten und im Winter geräumt werden und ob sich das Radfahren insgesamt sicher anfühlt. Die Ergebnisse sind ein Gradmesser dafür, wie fahrradfreundlich Eschborn empfunden wird.  Eschborn belegte 2014 bundesweit den zweiten Platz in der Kategorie "Newcomer".  Eschborn hat seitdem weiter auf die Förderung des Radverkehrs gesetzt, so finden sich allerorten markierte Radschutzstreifen.

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) fördert den Fahrradklima-Test im Rahmen des Nationalen Radverkehrsplans.

Hier finden Sie die Ergebnisse: www.fahrradklima-test.de