Eschborn erarbeitet Konzept gegen Lichtverschmutzung

Eschborn sagt der Lichtverschmutzung den Kampf an: "Das nächtliche Erscheinungsbild unserer Stadt soll verbessert werden, indem Lichtverschmutzung an öffentlichen Straßen, Wegen, Plätzen und Gebäuden vermieden wird", so Bürgermeister Mathias Geiger.

Neueste Erkenntnisse zeigen, dass das sich ausbreitende urbane Lichtermeer auch seine Schattenseiten für Mensch und Natur - insbesondere für Insekten und Vögel - hat.

Das Konzept, das der Magistrat nun beschlossen hat, sieht vor, dass eine Satzung erstellt wird, in der Richtlinien zur energiesparenden, klimaschonenden und naturverträglichen Beleuchtung festgehalten werden - wobei ausdrücklich auf die Abwägung zwischen Belangen von Umwelt, Sicherheit, Funktion und Gestaltung erfolgen soll.

Ab sofort werden zudem bei Austausch, Ersatz, Reparatur oder Neuanlage von Beleuchtung mehrere Maßgaben eingehalten: So soll die Notwendigkeit der Beleuchtungsanlage geprüft werden. Zum Einsatz kommen nur voll abgeschirmte Leuchten, die eine ungerichtete Abstrahlung und Blendung verhindern. Betriebszeiten und Intensität der Beleuchtung, insbesondere in sensiblen Bereich wie Grünflächen, werden auf das minimal nötige beschränkt. Außerdem sollen nur Leuchtmittel mit geringen UV- und Blauanteilen verwendet werden.

Als weitere Maßnahme werden zudem die in Eschborn ansässigen Unternehmen darüber informiert, wie sie ihre Beleuchtung verbessern können. In Zusammenarbeit mit dem Betreiber der Straßenbeleuchtung in Eschborn sollen Musterbeispiele für nachaltige Lichtnutzung eingerichtet werden.

Hier ein Beitrag aus den ARD-Tagesthemen vom 30.07.2019 zum Thema Lichtverschmutzung

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