Vandalismus im Arboretum Main-Taunus

Vor den Osterfeiertagen wurden durch Vandalismus erhebliche Schäden an einer Wiederaufforstungsfläche im Arboretum Main-Taunus verursacht, die die Mitarbeiter des Forstamtes Königstein verärgern und schockieren.

Hessenforst Forstamt Königstein erwarb 2019 mehrere Flächen im Bereich des alten Hangargeländes und gestaltete diese im Rahmen einer Kompensationsmaßnahme mit einem Forstweg und Anpflanzungen von seltenen Baumarten neu. Dabei wurden verschiedene Wildobstarten wie zum Beispiel Wildbirne, Vogelkirsche und Elsbeere verwendet.

Eine Mischung aus diesen Baumarten dient zahlreichen Insekten- und Vogelarten als Nahrung und Lebensraum und soll die Bedeutung des Arboretum Main-Taunus als ökologisches Kleinod in Großstadtnähe noch verstärken.

 

Die kleinen Bäume benötigen dringend Schutz

Die kleinen Bäume sind jedoch in den ersten Jahren nach der Anpflanzung sehr empfindlich und bei Rehen, Hasen und Kaninchen als Nahrungsquelle sehr beliebt. Aus diesem Grund werden die Jungpflanzen durch Schutzhüllen, vor Rehverbiss geschützt. Zusätzlich dienen die Hüllen dazu, störende Konkurrenzvegetation von den kleinen Bäumen fernzuhalten, um Ihnen in der Anfangszeit ein besseres Wachstum zu ermöglichen.

Bei der geschädigten Kultur wurden mehr als 500 grüne Schutzgitter mit zwei Robinienstäben über den Jungpflanzen angebracht. Diese Arbeit ist sehr aufwändig und kostenintensiv.

 

Verärgerung und Unverständnis über den Vandalismus

Vor Ostern wurde ein Großteil dieser wichtigen Schutzgitter von Unbekannten grob entfernt und auf der Fläche liegen lassen. An einigen Stellen wurden sogar die Robinienstäbe herausgezogen.

Lediglich ein sehr geringer Anteil der Einzelschützer ist noch intakt. Der Schutz der jungen Bäume muss jetzt schnellstmöglich wiederhergestellt werden.
Förster Daniel Behrendt ist verärgert und ratlos: "Ein Motiv lässt sich nicht erkennen. Gerade in Zeiten wie diesen, in denen der hessische Wald von Trockenheit, Schädlingen und Stürmen ohnehin auf großer Fläche geschädigt wurde, ist eine Tat wie diese völlig unverständlich." Die Schützer müssen nun unverzüglich neu befestigt werden, um Schäden an den Jungpflanzen vorzubeugen.

 

Um Hinweise wird gebeten

Der materielle Schaden dieser Tat beläuft sich auf ungefähr 2500 Euro. Das Forstamt Königstein hat bereits Anzeige gegen Unbekannt gestellt und ist für Hinweise aus der Bevölkerung sehr dankbar.

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