Wechselausstellungen

Das Eschborner Stadtmuseum zeigt regelmäßig wechselnde Ausstellungen. Einige Künstlerinnen und Künstler präsentieren ihre Werke hier bereits seit Jahren immer wieder und führen damit eine schöne Tradition fort. Für andere ist eine Ausstellung in den Räumlichkeiten des Stadtmuseums einer der ersten Schritte, um ihre Werke der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.


Aktuelle Ausstellungen

Die Ausstellung präsentiert zu ersten Mal die bedeutende Sammlung von Fragmenten mittelalterlicher Handschriften, die der Maler Hanny Franke in der Mitte des 20. Jahrhunderts zusammentrug. Er hatte Jahrzehnte lang in Frankfurt gelebt, am Schluss seines Lebens aber in Eschborn.

Die Sammlung umfasst Texte und Buchmalerei vom 9. Jahrhundert bis zum 15. Jahrhundert, vor allem aus Deutschland, Burgund, Frankreich und Italien. Es sind zumeist einzelne Seiten aus Büchern zum liturgischen Gebrauch, Heiligenlegenden sowie Stundenbüchern für das private Gebet. Besonders bemerkenswert ist ein komplettes Buch aus dem Besitz einer Klosterschwester aus dem 14. Jahrhundert.

Die Ausstellung wurde erarbeitet in einer Zusammenarbeit mit der Universität Frankfurt. Federführend bei der Erforschung der Fragmente waren Prof. Dr. Kristin Böse vom kunstgeschichtlichen Institut sowie Prof. Dr. Sita Steckel vom historischen Seminar. Aus den Ergebnissen entstanden die Ausstellung im Museum, eine virtuelle Ausstellung im Internet und ein Katalog, worin alle Stücke der Sammlung erläutert sind. 
 

Der Eintritt ist frei. Die Ausstellung kann zu den Öffnungszeiten des Museums besichtigt werden (Feiertage und zwischen den Jahren abweichend).

    Elke Lischke, ehemalige Eschbornerin, ist eine begeisterte Sammlerin von Weihnachtsmännern – nein, eigentlich ist sie verrückt nach ihnen! Sie sammelt alle Arten von Weihnachtmännern aus allen möglichen Materialien. Der kleinste stammt aus dem italienischen Murano und hat nur eine Länge von etwa sechs Millimetern, der größte erreicht bei eingeschaltetem Motor und Gebläse 2,50 Meter. Ob Küchenutensil oder Playmobil, ob Inhalt von einem Überraschungsei oder Verpackung, ob fürs Badezimmer oder für die Schmuckschatulle, ob gekauft oder selbst hergestellt, es sind viele sehr ausgefallene Rotzipfel darunter.

    Die Ausstellung zeigt die Sammlung mit all ihren Kuriositäten, nicht auf wissenschaftlicher Basis, sondern auf amüsante Weise. Es ist eine Ausstellung für die ganze Familie.


    Der Eintritt ist frei. Die Ausstellung kann zu den Öffnungszeiten des Museums besichtigt werden. Am 24., 25. und 26. Dezember ist das Museum jedoch geschlossen.


      Vergangene Ausstellungen

      Die diesjährige Ausstellung der Künstlergruppe Werkstatt ’93 hat das Thema: „Landschaften – gesehen – gelebt – erdacht – geträumt“. Gezeigt werden rund 50 Arbeiten in den Techniken Kalligrafie, Grafik, Radierung, Pastell, Ölmalerei, Aquarell, Acryl, Fotografie, Filztechniken, Installationen, Seidenmalerei und Fotobuch. Jede und jeder in der Künstlergruppe hat einen anderen Stil. Die Exponate sind sehr unterschiedlich und zum Teil überraschend. Die Motive sind so variantenreich wie die Natur selbst, man sieht Berge, Meere, Wiesen, Moore und anderes.

      Wie immer wählten die Mitglieder der Gruppe die Exponate in einem intensiven Gemeinschaftsprozess aus und bauten die Ausstellung auch selbst auf.
       

      Die Ausstellung ist bis zum 19. Oktober geöffnet und kann mittwochs und samstags von 15:00 bis 18:00 Uhr und sonntags von 14:00 bis 18:00 Uhr besichtigt werden. Ab 30. September zusätzlich dienstags von 9:00 bis 12:00. Der Eintritt ist frei.

        Vor 80 Jahren endete der Zweite Weltkrieg. Nach diesem Krieg malte der (später in Eschborn lebende) Maler Hanny Franke seine Serie der Trümmerbilder: Damals lag die mittelalterliche Altstadt von Frankfurt in Schutt und Asche. Hanny Frankes Gemälde dokumentieren die Zerstörung rund um Dom und Römerberg. Der Titel der Ausstellung „Finale 1945 Frankfurt a. M.“ stammt von Franke selbst.

        Doch seine Gemälde zeigen auch, wie auf den Schuttbergen frisches Grün wächst. Franke malte die Trümmerbauten wie mittelalterliche Ruinen im Wald – so betonte er zum einen ihr hohes Alter, zum anderen konnte er mit dem frischen Grün auch Hoffnung vermitteln.

        In der Ausstellung werden auch Bodenfliesen, Schnitzereien und Steinfragmente gezeigt, die Hanny Franke in den Trümmern der Häuser und Kirchen bergen konnte.

          In der Ausstellung treten 23 Gemälde von Norbert Fett in Dialog mit 6 großen Skulpturen von Nicholas Knott: Beide Künstler beschäftigen sich auf unterschiedliche Art und Weise mit dem Thema Bäume, aber beide abstrahieren dabei die Natur und zeigen in ihren Arbeiten, wie sie die Natur sehen. Norbert Fett fand seine Motive bei Spaziergängen am Westerbach. Er verfremdet und belebt die Bäume durch bunte Farben, denn er sieht sich in der Tradition der figurativen Malerei der „Neuen Wilden“. Nicholas Knott, studierter Designer, sammelt Holz bei Baumfällungen und gibt ihm in der Werkstatt ein neues Leben als Kunstwerk. Denn bei der Bearbeitung der Holzstücke geht es ihm darum, die Schönheit der Natur, wie er sie sieht, hervorzuheben und für andere sichtbar zu machen.

            Die Ausstellung zeigt die Ergebnisse eines Kunstprojektes der Heinrich-von-Kleist-Schule. Das gemeinsame Thema „Das große Krabbeln – Winzige Welten kreativ erforscht“ wurde im Kunstunterricht auf vielfältige Weise interpretiert und umgesetzt. Verschiedene Jahrgänge und Kurse haben mit unterschiedlichen Materialien und Techniken gearbeitet, um die Welt der Insekten künstlerisch darzustellen. Die Ergebnisse zeigen, wie vielfältig kreatives Lernen und Gestalten umgesetzt werden kann.

            Die Ausstellung ist bis zum Sonntag, 2. März 2025 zu den üblichen Öffnungszeiten des Museums sowie nach Vereinbarung geöffnet; wie immer kostet sie keinen Eintritt.

              Für ihre diesjährige Ausstellung hat die Künstlergruppe Werkstatt ’93 das Thema „Kompositionen“ gewählt. Das Thema wurde von der Gruppe inhaltlich sehr weit ausgelegt, so dass die unterschiedlichen Sichtweisen eine große Bandbreite an verschiedenen Kunstwerken zulassen. Die Ausstellung vereint über 30 Werke der künstlerischen Techniken und Gattungen: Filzarbeiten, Fotografie, Grafik, Kalligrafie, Malerei, Komponieren/Musik, Skulptur und Zeichnung.

              Die Werkstatt ’93 ist eine offene Künstlergruppe, ein Zusammenschluss kreativ tätiger Menschen aus Eschborn und Umgebung, die sich seit über 30 Jahren monatlich treffen, um sich auszutauschen. Dieses Jahr haben sich folgende Mitglieder an der Ausstellung beteiligt: Judith Aporta Ullenboom, Susanne Bischoff, Xavier Arnau Bofarull, Herbert Du Bois, Liubov Gavrish, Hans Lerchbacher, Sabine Mönnig, Mark Ostrovskii, Andrey Redlich, Gertrud Rist, Alexandra Sauber, Steffi Schönenbach, Gudrun Schneider, Regina Witt-Daedlow, Eleonore Zimmermann

                Im Museum der Stadt Eschborn wird die Ausstellung der Künstlerin Ana Romero aus unserer Partnerstadt Póvoa de Varzim gezeigt. Ana Romeros künstlerischer Schwerpunkt liegt auf dem Weiblichen; sie vermeidet dabei männliche Sichtweisen. Vielmehr möchte sie den Schmerz, das Leiden und die Melancholie darstellen, die manche Frauen durchleiden. Die Ausstellung heißt #Suspenso – was so viel wie „aufgeschoben“ oder „ausgeschlossen“ heißt - und Ana Romero meint damit das Leben der Frauen, die überleben, während ihre Rechte und Freiheiten nur bedingt gelten.

                  Das Museum der Stadt Eschborn zeigt parallel zur Ausstellung der Großskulpturen im Skulpturenpark die Kleinskulpturen von Hannes Helmke (*1967).

                  Das künstlerische Thema von Hannes Helmke ist der Mensch und dessen Standpunkt in der Welt. Der Grundgedanke ist: Wie stehen Menschen im Leben? Wie präsentiert sich der Mensch der Welt, in beobachteten und unbeobachteten Momenten, alleine und in der Gruppe? Helmkes Plastiken sind Spiegel der eigenen Befindlichkeit.

                  Es ist die erste Ausstellung im frisch renovierten ersten Stock des Museums: die Skulpturen, das Licht und das Fachwerk des Hauses korrespondieren auf erstaunliche Weise miteinander und ermögliche neue Blicke sowohl auf die Figuren als auch auf die Architektur.

                    Im Zentrum der diesjährigen Literaturwochen „Frankfurt liest ein Buch“ steht der Roman „Zebras im Schnee“ von Florian Wacker. Das Buch schildert die Geschichte zweier junger Frauen im Frankfurt der 1920er Jahre, in denen die Hoffnung auf einen gesellschaftlichen Wandel sich auch in neuen Formen von Kunst, Fotografie und Architektur ausdrückte.

                    Im Museum der Stadt Eschborn zeigen Schülerinnen und Schüler der Heinrich-von-Kleist Schule ihre künstlerische Auseinandersetzung mit dem Buch und seinen Themen anhand von Fotografien: Sie suchten die Handlungsorte des Romans auf und fingen die Spuren der Zeit und den Geist des Städtebaus im Frankfurt der 1920er Jahre ein. Ansprechende schwarz-weiß Fotografien und eine innovative Präsentation erwarten die Besucherinnen und Besucher.

                      Die farbenfrohe Ausstellung der Kinder-Kunst von Schülern und Schülerinnen der Grundschule Süd-West überrascht die Besucher mit neuen Blick-Beziehungen im Raum und nutzt Flächen, die sonst nicht genutzt wurden. Da krabbeln große Käfer durchs Gebälk, Schmetterlinge umschwirren Fliegenpilze, Fische tanzen mit Flamingos … und aus Nudeln werden goldene Bilderrahmen. Das alles schafft die Phantasie, zu der die Kunst Brücken baut.

                      Ausgestellt sind Werke von Kindern aus dem 1. – 4. Schuljahr in den unterschiedlichsten Techniken, z. B. Skulpturen, Drucke, Collagen, Zeichnungen oder Wasserfarbenbilder. Es sind viele schöne, bunte, interessante Werke, die man gerne anschaut. Die Ausstellung wurde von Schulleiter Hajo Rother und Lehrern und Lehrerinnen der Grundschule Süd-West zusammengestellt.

                      Die Ausstellung kann bis Sonntag, den 14. April 2024 während der Öffnungszeiten des Museums besichtigt werden.

                        Die Künstlergruppe Werkstatt ’93 feiert in diesem Jahr ihr 30-jähriges Bestehen. Die Gruppe wurde 1993 in Niederhöchstadt gegründet und hat zurzeit 17 aktive Mitglieder, von denen 14 an der jetzigen Ausstellung teilnehmen. Seit vielen Jahren suchen sich die Mitglieder pro Jahr ein gemeinsames Schwerpunktthema; die dazu entstandenen Werke werden dann in einer Jahresausstellung im Spätherbst präsentiert. Im vergangenen Jahr war das Thema „Die Farbe Rot“, in diesem Jahr ist es nun „Das Ungewöhnliche“. Die Bandbreite der Techniken umfasst unter anderem Malerei, Zeichnung, Textiles, Mischtechniken, Schriftkunst oder Fotografie. Die meisten Werke der Ausstellung sind käuflich zu erwerben.

                        Die Ausstellung kann bis zum Sonntag, dem 18. Februar 2024, während der Öffnungszeiten des Museums besichtigt werden.