Fassadenkunst per Overhead-Projektor

„Gerade in diesen Zeiten muss die Kultur solche Momente schaffen“, waren sich Lichtkünstler Pascal Kulcsár und Bürgermeister Adnan Shaikh einig.

Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger wollten sich daher am Freitagabend das Projekt, das anlässlich des Jubiläums des Zusammenschlusses von Eschborn und Niederhöchstadt vor 50 Jahren geplant wurde, nicht entgehen lassen. Denn an die St. Nikolaus-Kirche in Niederhöchstadt wurden die Ergebnisse eines Workshops von zwei Kunst-Leistungskursen an der Heinrich-von-Kleist-Schule projiziert. Zum Einsatz kamen dabei fünf Overhead-Projektoren – „leicht zugänglich und nicht teuer, daher kann man furchtfrei damit experimentieren“, ermuntert Kulcsár zum Nachmachen. Vor zwei Wochen hätten sie an der Fassade der Schule experimentiert und verschiedene Techniken gelernt, erzählt eine Schülerin.

Zum Einsatz kommt unter anderem „Projektionsmapping“ – ein Verfahren, das bei der Beleuchtung eines Gebäudes die natürlichen Formen und Oberflächenstrukturen mit einbezieht. So werden also jeweils fünf bemalte Folien gleichzeitig an die jeweils genau passende Stelle der Fassade projiziert, und es ergibt sich ein stimmiges Gesamtbild. Zum Thema „Kirchenfenster und Mosaik“ beispielsweise wird die Kirche in blau-rote Ornamente und lodernde Flammen getaucht. „Wir lassen unser Projekt für sich sprechen“, so die jungen Künstlerinnen.

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