Abschied vom Café Amica

Drei Jahre gelebte Gemeinschaft

Am Mittwoch, dem 3. Dezember 2025 wurde im Café Amica, das regelmäßig im alten Jugendzentrum in der Jahnstraße 3 stattfand, ein besonders warmherziger Abschluss gefeiert. Nach 3,5 Jahren intensiver und wertvoller Arbeit endet ein Kapitel, das geprägt war von Begegnungen, gegenseitiger Unterstützung und einer beeindruckenden Energie der Gemeinschaft. Das Café Amica wurde 2022 für ukrainische Geflüchtete geschaffen. Der Treffpunkt bot Gelegenheit, sich kennenzulernen und zu vernetzen. Zudem unterstützten Mitarbeitende der Stadtverwaltung aus dem Bereich der Koordination für interkulturelle Integration und Flüchtlinge bei bürokratischen Aufgaben und standen für Fragen zur Verfügung.
 

Zahlreiche Besucherinnen und Besucher kamen zusammen, um das letzte Treffen des Café Amica gemeinsam zu würdigen. Ein besonderer Höhepunkt war die Anerkennung der beiden ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen, NataliiaLutytska und Nataliia Stankiewicz, die durch ihr Engagement, ihre Zeit und ihre große Herzlichkeit das Gesicht des Cafés geprägt haben. In Dankbarkeit und Anerkennung erhielten sie ein Geschenk als Zeichen dafür, wie sehr ihre Arbeit geschätzt wird. Ihr Einsatz hat vielen Menschen Orientierung, Freude und ein Gefühl des Willkommenseins geschenkt.
 

Die Integrationsguide Mirjam Alba richtete persönliche und motivierende Worte an die Gäste. Sie hob die bemerkenswerten Fortschritte der ukrainischen Bürgerinnen und Bürger hervor, die in den letzten Jahren mit viel Kraft, Offenheit und Mut ihren Weg in die Integration gegangen sind. Ihre Erfolge - ob im Spracherwerb, im Arbeitsleben oder in der kulturellen Teilhabe - wurden mit großem Respekt gewürdigt.

Gleichzeitig ermutigte Mirjam Alba alle, weiterhin aktiv am Stadtleben teilzunehmen und wies auf bestehende Angebote hin: den Internationalen Frauentreff, Sportgruppen, Chöre sowie weitere offene Begegnungsräume, die weiterhin Austausch und gemeinsames Wachstum ermöglichen. 
 

Die Feier selbst spiegelte die herzliche Atmosphäre wieder, die das Café Amica in all den Jahren begleitet hat. Die Gäste genossen frisch gebackene Waffeln, Snacks, Obst, Tee, Kaffee und verschiedene Getränke. Es wurde gelacht, erzählt und miteinander gefeiert. Ein besonders bewegender Moment entstand, als gemeinsam ukrainische Lieder angestimmt wurden, die Verbundenheit und kulturellen Reichtum ausdrücken.

Unter den Gästen befanden sich auch Mitglieder des Ausländerbeirates, die mit ihrer Anwesenheit ihre Unterstützung und Wertschätzung für das Engagement des Cafés sowie für die internationale Gemeinschaft vor Ort zeigten.
 

Das Café Amica schließt seine Türen, doch die entstandenen Verbindungen, Erfahrungen und Begegnungen tragen weit über diesen Raum hinaus. Sie bleiben lebendig und finden in anderen Angeboten der Stadt ihre Fortsetzung.