Alte Mühle, neuer Pächter

Die Alte Mühle ist das älteste Fachwerkhaus Eschborns - und liegt leider seit vielen Jahren brach, obwohl eine Sanierung dringend notwendig ist. Während im Hintergrund die Planungen für die Instandsetzungen vorangetrieben werden, konnte bereits ein Pächter für die künftige Gastronomie im Gebäude gefunden und vom Magistrat ausgewählt werden: Der Niederhöchstädter Caterer Robert Walch wird die Gäste in der Alten Mühle bewirten.

"Es freut mich, dass wir mit Robert Walch einen heimischen Unternehmer gewinnen konnten, der die kulinarischen Vorlieben der Eschbornerinnen und Eschborner nur allzu gut kennt", freute sich Bürgermeister Adnan Shaikh.

 

Doch wie geht es mit der Sanierung der ehrwürdigen Gemäuer voran? Der Leiter des Hochbauamts, Alexander Schillung, rechnet damit, dass noch in diesem Jahr die Baugenehmigung erteilt wird. Die Arbeiten sollen dann Anfang des kommendes Jahres beginnen.

Zurzeit sei die Entwurfsplanung in der Ausarbeitung. Die Brandschutzplanung und das Technikkonzept seien fast fertig. Parallel wird laut Schilling in der Verwaltung der Bauantrag ausgearbeitet. Dieser solle im Laufe des kommendes Monats eingericht werden. Im vergangenen Winter seien bereits die Schäden am Fachwerk erfasst und kartiert worden.

 

"Die Fertigstellung der Alten Mühle ist für Sommer 2024 vorgesehen", so Schilling, wobei dies eine grobe Schätzung sei, denn gerade bei solch alten Gebäuden sei es sehr schwierig vorherzusehen, was an unerwarteten Problemen auftreten könne.

Gemäß der jüngsten Kostenschätzung sei mit einem Gesamtvolumen - Planungs- und Baukosten - von etwa 6,1 Millionen Euro zu rechnen. Eine genauere Aussage könne man erst nach Fertigstellung der Entwurfsplanung und der zugehörigen Kostenberechnung treffen.

 

Die bestehenden Gebäude werden gemäß der Vorgaben des Denkmalschutzes saniert, wie Schilling ausführt. Zusätzlich sollen die nicht mehr vorhandenen Gebäude der Alten Mühle wiederhergestellt werden, damit der ursprüngliche Charakter des geschlossenen Mühlenhofs wiederhergestellt werde.

Im Haupthaus soll im Erdgeschoss die Gastronomie einziehen. Im Obergeschoss sollen eine Wohnung für den Pächter, ein kleiner Bürobereich und die erforderlichen Personalbereiche geschaffen werden. Die Küche mit zugehöriger Technik soll im angrenzenden Neubau untergebracht werden. Als Ergänzung zur Gastronomie werde im alten Scheunengebäude ein kleiner Mühlenladen entstehen.

Alle weiteren Bereiche sollen so ausgebaut werden, dass diese flexibel durch Bürgerinnen und Bürger sowie Vereine, zum Beispiel für Schulungen, aber auch für Feierlichkeiten, angemietet und genutzt werden können. Im Innenhof der Alten Mühle ist für die warmen Monate zudem eine Außengastronomie vorgesehen.

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