„Aussichten - Synästhesie“ eröffnet - Zwei ehemalige HvK-Schülerinnen stellen bis 21. November im Museum aus

„Ich freue mich, dass es wieder einmal zwei Schülerinnen der Heinrich-von-Kleist-Schule geschafft haben, eine Einzelausstellung in unserem Museum bestreiten zu dürfen“, strahlt Bürgermeister Adnan Shaikh zur Eröffnung. Die beiden 20-jährigen Eschbornerinnen Elizabet Hristova und Yassin Gueye haben im vergangenen Jahr Abitur gemacht und zeichneten sich schon während der Schulzeit durch eine besondere Begabung im Kunstunterricht aus, erinnert er sich.

Das sei mit ein Anlass gewesen, dass beide vor zwei Jahren beim alljährlichen Malwettbewerb „Square Painting“ in der portugiesischen Partnerstadt Póvoa de Varzim die HvK-Schule vertraten. Hristova konnte dort sogar einen ehrenvollen zweiten Preis erlangen, der mit einem beachtlichen Geldbetrag verbunden war.

 

Die gebürtige Bulgarin absolviert aktuell ein Praktikum in der Restaurierungswerkstatt der Staatlichen Denkmalpflege Baden-Württemberg, genauer gesagt in der Abteilung Bau- und Kunstdenkmalpflege in Esslingen: „Ich restauriere dort archäologische Objekte und werde ab nächstem Jahr in Stuttgart auch den Studiengang Restaurierung belegen.“ Mit zehn Jahren kam sie nach Deutschland, aber schon im Kindergarten in Bulgarien hatte sie Kunstunterricht und nahm bereits an Wettbewerben teil. Ein erster Erfolg waren Werke, die auf Buch-Covern wiedergegeben wurden. „Kunst hatte ich dann auch als Leistungskurs, und eigentlich wollte ich Architektur studieren, aber da hätte mir das Handwerkliche gefehlt.“ Von ihr sind nun neun Gemälde und Objekte sowie zahlreiche Schmuckstücke in der Ausstellung zu sehen.

 

Yassin Gueye hat außer der Malerei noch eine andere, besondere Begabung, denn sie spielt hervorragend Cello; zurzeit wirkt sie auch in einem Frankfurter Orchester mit. Beides soll allerdings ein Hobby bleiben, denn „das Interesse an Politik war größer, und so studiere ich an der Uni Frankfurt Politikwissenschaften und Soziologie. Doch das Interesse an Kunst war immer schon vorhanden, da meine Mutter Küchendesignerin ist und mich da etwas hingelenkt hat.“ Die künstlerische Ader ist unverkennbar da, denn ihre Werke zeichnen sich durch eine Besonderheit aus: Jedes Gemälde hat irgendwo einen roten Punkt und wird dadurch gut erkennbar und unverwechselbar.

 

Für beide kommt diese erste Ausstellung jetzt ziemlich überraschend, und sie freuen sich sehr, dass das geklappt hat. „Das ist erst die dritte Einzelausstellung von ehemaligen Schülern der HvK im Museum der Stadt Eschborn“, betont auch Bürgermeister Shaikh. „Ich glaube, das ist ein ganz besonderes Prädikat und eine Auszeichnung, die unterstreicht, wie qualitativ hochwertig die Werke der beiden sind. Im Übrigen ist alles, wie auch der Schmuck in der Vitrine, käuflich zu erwerben.“ Die Gemälde von Gueye kosten zwischen 215 und 349 Euro, während die von Hristova für 60 bis 310 Euro zu haben sind. Für ihre Schmuckstücke – Ohrringe, Anhänger, Armbänder und Halsketten – sind 3,50 bis 63 Euro fällig.

 

Da die Ausstellung aus terminlichen Gründen nur bis zum 21. November gezeigt werden kann, wird sie ab Februar 2022 eine Neuauflage im Museum haben, dann sogar ergänzt mit weiteren Bildern.

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