Nach sehr langwierigen, aber notwendigen Abstimmungen mit der Denkmalschutzbehörde des Main-Taunus-Kreis beginnen ab sofort die notwendigen Neubau- und Sanierungsarbeiten.
Das rund 850 Quadratmeter große Grundstück, auf dem sich an dem bestehenden Haupthaus gegenwärtig ein historisches Fachwerkgebäude nebst freistehender Scheune anschließt, soll im Zuge der Sanierung für den späteren Betrieb einer Kindertagesstätte und eines kleinen Hofladens im vorderen Hofbereich hergerichtet werden. Auch der typische geschlossene Hofreiten-Charakter soll mit Hilfe eines geplanten Neuanbaus wiederhergestellt werden. Dieser Neubau, in dem später die entstehende Kindertagesstätte Einzug halten soll, wird unter anderem in Form eines sogenannten Torhauses die bestehenden Gebäudekörper optisch und baulich miteinander verbinden. Durch die Unterführung im neuen Torhaus wird nach Abschluss der Baumaßnahmen der vielgenutzte Verbindungsweg zwischen Gartenstraße und Hauptstraße wieder zur Verfügung stehen.
„Nachdem die Stadt Eschborn die Alte Hofreite bereits 2003 erworben und später an die GWE übertragen hatte, gehen wir nach zwei Jahrzehnten des Wartens und Planens nun einen konkreten Schritt in Richtung Zukunft. Die Baumaßnahme startet und schon bald werden die ersten baulichen Veränderungen zu erkennen sein. Nach der Sanierung der Alten Mühle, bei der nur noch die finalen Handgriffe fehlen, starten wir nun ein weiteres Projekt, um einem traditionsreichen Gebäude einen neuen Anstrich und einen neuen Sinn zu geben – diesmal in Niederhöchstadt“, freut sich Bürgermeister Adnan Shaikh.
Der Schwerpunkt der Sanierungs- und Neubauarbeiten ist insbesondere auf die spätere Nutzung durch die Kindertagesstätte ausgerichtet. Die Einrichtung wird ausschließlich der U3-Betreuung gewidmet sein. Eine Gruppe mit maximal zwölf Kindern kann hier betreut werden. Zudem werden die Kinder im Rahmen eines generationsübergreifendes Konzeptes Kontakt zu den Bewohnerinnen und Bewohnern der Seniorenimmobilie in der Gartenstraße erhalten. Die zukünftigen Betreiber der entstehenden Kindertagesstätte führen bereits seit 2007 professionell das “Spatzennest“ in der Kronberger Straße.
Später sollen die Bewohnerinnen und Bewohner der Seniorenimmobilie Niederhöchstadt das sodann mit Küche ausgebaute Scheunengebäude für Eigenaktivitäten außerhalb des Kita-Betriebes nutzen können.
Fachlich wird die GWE bei der Umsetzung des Projektes durch die Planergruppe ROB aus Schwalbach am Taunus unterstützt, welche auf langjährige Erfahrungen in der Sanierung denkmalgeschützter Objekte zurückblicken kann.
Aufgrund der Enge des Baufeldes und den örtlichen Gegebenheiten in diesem Bereich der Hauptstraße werden sich insbesondere in den ersten Wochen der Baumaßnahme Einschränkungen durch Baustellenverkehr leider nicht vermeiden lassen. Die GWE bittet daher bereits vorab bei der benachbarten Anwohnerschaft um entsprechendes Verständnis.
