Beantwortung der Bauvoranfrage zur Bücherei sorgt für Planänderungen

Kurz vor Ende des vergangenen Jahres informierte die Stadt Eschborn darüber, dass nach einer Rückmeldung der Oberen Wasserbehörde nun neue Planungsvarianten für den geplanten Neubau der Stadtbücherei am Rathausplatz entwickelt werden müssen.

Im Vorgriff auf den Bericht zum weiteren Vorgehen in der kommenden Sitzung des Bau- und Umweltausschusses erläutert die Stadtverwaltung die bisherigen Abläufe: 


Die Stadtverordnetenversammlung stimmte im Mai 2022 dem Siegerentwurf zu. Anschließend startete das Projekt in die Leistungsphase 1. Ende September 2023 beschloss das Stadtparlament, dass der Abschluss der Leistungsphase 2, die die Vorentwurfsplanung umfasst, ihm ebenfalls zur Beschlussfassung vorzulegen ist. 


Ab Oktober 2023 führten die zuständigen Projektbeteiligten konstruktive Gespräche mit der Unteren Wasserbehörde, in denen unter anderem auch der damalige Planungsstand vorgestellt wurde. Ziel der in dieser Form üblichen Vorgespräche war die Erarbeitung eines Vorentwurfs, der für eine Bauvoranfrage geeignet ist.


Die Überbauung des Westerbachs wurde dabei von der Wasserbehörde als schwierig, aber grundsätzlich möglich angesehen. In guter Kooperation wurden daher im weiteren Verlauf des Planungsprozesses Anpassungen erarbeitet, die Anmerkungen der Wasserbehörde flossen dabei in die Planungen ein. So wurde beispielsweise die Böschung des Westerbachs in den Plänen deutlich erweitert.


Das Ende der Leistungsphase 2, der sogenannte Vorwurf, wurde der Stadtverordnetenversammlung am 11. Juli 2024 vorgelegt. Basierend auf diesem Bearbeitungsstand stellte die Stadtverwaltung Eschborn die Bauvoranfrage, die im Oktober 2025 beantwortet wurde. Darin ging die Bauaufsichtsbehörde allerdings nicht auf die Überbauung des Bachlaufs ein, sondern verwies in dieser Angelegenheit an die zuständige Obere Wasserbehörde.


Ernsthafte Bedenken an der Machbarkeit der bisherigen Planung kamen erst im daraufhin anberaumten Gespräch im Dezember des vergangenen Jahres mit der Oberen Wasserbehörde angesichts der zusätzlich geforderten Maßnahmen auf. Die Durchführung wäre nur mit erheblichem Zusatzaufwand möglich, der in dieser Tragweite erst seit dem Gespräch im Dezember 2025 absehbar ist. Die Stadt Eschborn ist daher bestrebt, Maßnahmen zu ergreifen, um diesen Zusatzaufwand zu vermeiden. 


Vor diesem Hintergrund sieht sich die Stadt Eschborn in der Pflicht, die weitere Planung für den Bauteil der Bücherei zunächst zu unterbrechen und weitere Planungsvarianten zu entwickeln. Ziel ist es, realistische Handlungsoptionen zeitnah auszuarbeiten, diese fachlich und inhaltlich zu bewerten und voraussichtlich bereits im Frühsommer 2026 den städtischen Gremien präsentieren zu können.