Bezahlbarer Wohnraum in Eschborn in Gefahr

Stadt fordert zügige Förderentscheidung des Landes

Die Stadt Eschborn ist in Sorge um ein zentrales Wohnungsbauprojekt mit rund 200 geplanten Wohneinheiten - allem voran die Realisierung von dringend notwendigen bezahlbaren Wohnungen im Stadtgebiet. Hintergrund ist die bislang mehrfach ausgebliebene Bewilligung von Fördermitteln der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen für den Anteil des bezahlbaren Wohnens. Bisher ausgeblieben ist auch eine nachvollziehbare Begründung der nicht erteilten Bewilligung, obwohl das Projekt von Beginn an in Absprache mit dem Fördermittelgeber konzipiert und geplant wurde. Angesichts des Fortschritts der Baumaßnahme wird eine kurzfristige Entscheidung des Landes zeitnah benötigt.
 

Bei dem Vorhaben in der Eschborner Hauptstraße handelt es sich um ein in mehrfacher Hinsicht vorbildhaftes Projekt: ökologisch durch die konsequente Umnutzung bestehender Bürogebäude und den Erhalt von Bausubstanz, städtebaulich durch die zentrale Lage im Stadtgebiet mit unmittelbarer Nähe zum Bahnhof sowie sozial durch die Schaffung eines substanziellen Anteils an bezahlbarem Wohnraum. Das Projekt steht exemplarisch für eine gelungene Kooperation zwischen Projektentwickler, Stadtverwaltung, Bauaufsicht und Land.

Die Stadt Eschborn hat ihren Beitrag bereits verbindlich zugesagt. Über einen städtebaulichen Vertrag wurde der kommunale Zuschuss für den Anteil von 30 Prozent geförderten Wohnungen abgesichert und damit ein wesentlicher Baustein zur Realisierung des bezahlbaren Wohnraums verlässlich hinterlegt.

Die weiterhin ausstehende Förderzusage sorgt nun für eine neue Situation bei der Umsetzung der bisherigen Projektkonzeption. 
 

Holger Hosang, Geschäftsführer von Sonar Development, betont: „Was hier entsteht, ist kein Neubau auf der grünen Wiese, sondern die konsequente Umnutzung bestehender Bausubstanz mit teils erheblichem, mitunter spektakulärem technischem Aufwand. Die Zusammenarbeit mit der Stadt Eschborn und uns beweist, dass unternehmerisches Engagement und bezahlbares Wohnen keinen Widerspruch darstellen.“
 

Insbesondere die Förderung der Wohnungen für Haushalte mit geringem und mittlerem Einkommen ist von besonderer Relevanz. Ohne die Förderzusage der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen drohen unmittelbare Auswirkungen auf die zukünftige Verfügbarkeit von dringend benötigtem, bezahlbarem Wohnraum in der Region.

Hinzu kommt der enge zeitliche Rahmen: Aufgrund der angestrebten Umsetzung nach KfW-55-Standard sollte das Projekt bis Mitte kommenden Jahres realisiert sein. Planungssicherheit ist daher ein entscheidender Faktor für die erfolgreiche Umsetzung.
 

Bürgermeister Adnan Shaikh und Erste Stadträtin Bärbel Grade erklären gemeinsam: „Dieses Projekt vereint ökologische, städtebauliche und soziale Ziele in vorbildlicher Weise. Es zeigt, wie durch partnerschaftliches Zusammenwirken von öffentlicher Hand und privatem Engagement dringend benötigter Wohnraum geschaffen werden kann. Umso wichtiger ist es, dass die notwendige Förderung zugesagt wird. Angesichts der sichtbaren Baufortschritte und der engen Fristen erwarten wir eine schnelle und verlässliche Entscheidung des Landes. Andernfalls steht die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum auf der Kippe, die für den Wohnungsmarkt in Eschborn große Bedeutung hat.“
 

Die Stadt Eschborn appelliert daher mit Nachdruck an das Land Hessen, die erforderliche Förderzusage zu erteilen und damit die Voraussetzungen für den erfolgreichen Abschluss für das dringend benötigte geförderte Wohnen zu sichern.