Bürgermeister und Stadtverordnetenvorsteher erinnern an Verleihung der Stadtrechte vor 50 Jahren

„Nicht in Vergessenheit geraten sollte neben des 1250-jährigen Bestehens unserer Stadt auch das 50-jährige Jubiläum der Verleihung der Stadtrechte“, sind sich Bürgermeister Adnan Shaikh und Stadtverordnetenvorsteher Reinhard Birkert einig.

Wegen der Corona-Pandemie mussten alle für Mai und Juni geplanten Feierlichkeiten abgesagt und ins kommende Jahr verschoben werden. So auch die von Stadtarchivar Gerhard Raiss geplante Ausstellung im Eschborner Museum.

 

Darin sollte die 1250-jährige Geschichte Eschborns anhand von Texten, Fotos und Originalobjekten dargestellt werden, ebenso die Verleihung der Stadtrechte am 12. Juni 1970.

 

Bedingt durch seine verkehrsgünstige Lage und seine vorbildliche Infrastruktur bot es sich an, dass sich die Gemeinde Eschborn bei der Hessischen Landesregierung 1969 um die Ernennung zur „Stadt“ bewarb. Die Einwohnerzahl war inzwischen auf über 10.000 gestiegen, außerdem waren ein neues Rathaus mit neuem Feuerwehrhaus, Postamt und Ärztehaus errichtet worden. Zahlreiche örtlichen Betriebe und Geschäfte verliehen der Gemeinde ein städtisches Gepräge. Der Westerbach war im Bereich der Unterortstraße unterirdisch verlegt und die Verkehrsanbindung der Stadt durch die neue Umgehungsstraße verbessert worden. Der Wohnungsbau war beispielhaft. Die Eisenbahnverbindung nach Frankfurt war bestens. Im Bereich der Ober- und Unterwiesen bot ein ausgebautes Naherholungsgebiet die Möglichkeit zum Spazierengehen.

 

All dies waren die besten Voraussetzungen, sich beim Land Hessen als „Stadt“ zu bewerben. Der umfangreiche Antrag wurde von der Landesregierung gründlich geprüft, die schließlich am 14. April 1970 beschloss, der Gemeinde Eschborn die Bezeichnung „Stadt“ zu verleihen. Durch diese Verleihung wurden die Anstrengungen der ehemals kleinen Gemeinde Eschborn zu einem vorzeigbaren Gemeinwesen am Rande der Großstadt Frankfurt gewürdigt.

 

Die feierliche Überreichung der Stadtrechtsurkunde durch den Hessischen Ministerpräsidenten Albert Osswald im Beisein des hessischen Innenministers Dr. Johannes Strelitz geschah bei einem Festakt in der neuen Stadthalle im Zusammenhang mit der 1200-Jahrfeier Eschborns am 12. Juni 1970.

 

„Durch die Verleihung der Stadtrechte wurde der Grundstein für die positive Entwicklung Eschborns zu einer Stadt gelegt, die in der Region Rhein-Main eine große Bedeutung hat und ihresgleichen sucht,“ erklären Shaikh und Birkert.

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