Die Anfänge sind unvergessen: Der Gastwirt Wilhelm Frey vom Gasthaus „Zum Taunus“ hatte den Anstoß gegeben, dass sich 1926 die „Eschborner Käwwern“ gründeten, um nach dem Leitsatz „Allen wohl und niemand weh“ in der Zeit vom 11.11. eines jeden Jahres bis zum Fastnachtsdienstag mit humoristischen Veranstaltungen aller Art vor die Öffentlichkeit zu treten.
Heute sind die „Eschborner Käwwern“ ein gewachsener Fastnachtsverein mit Tradition, Visionen und sportlichen Tanzerfolgen auf höchstem Niveau. Der Verein will das Brauchtum erhalten und fördern, indem man mit viel Spaß und Freude jährlich Fastnachtssitzungen mit Büttenreden, Tanz- und Gesangsdarbietungen vorbereitet und durchführt. Auch fördert der Verein den Jugendtanzsport durch ideelle und finanzielle Unterstützung des Tanz- und Gymnastik-Sportclub Eschborn e.V. (TGS), der seit 1983 das „hundertprozentige Kind“ der Eschborner Käwwern ist. Die Formationen tanzen auf Turnieren des Deutscher Verband für Garde- und Tanzsport e.V. (DVG).
Ausstellung im Museum
Um an diese bedeutende Gründung und die erfolgreichen 100 Jahre Vereinsleben zu erinnern, wird neben den Feierlichkeiten im Verein diese Tradition auch mit einer Ausstellung im Museum der Stadt Eschborn gewürdigt. Die Ausstellung mit dem Titel „#kaewwern100 Die Story seit 1926 – Ein Jahrhundert mit Gemeinschaft, Brauchtum und prägenden Momenten“ wird am 27. Januar 2026 um 19 Uhr im Museum eröffnet und dauert bis zum 22. März 2026.
Die Idee zur Jubiläumsausstellung kam Mitgliedern bei den Vorbereitungen des 100-jährigen Vereinsjubiläums. Sie wollten die Geschichte der Käwwern mit Fotos, historischen Uniformen und Kostümen, Pokalen, Festschriften, Requisiten, Bühnendeko und vielem mehr in einer Ausstellung zeigen. Nicht zuletzt die fast komplette Ordenssammlung erzählt die Geschichte des Vereins und zeigt, was sich über die Zeit verändert und entwickelt hat.
Schon vor über einem Jahr fanden erste Gespräche mit dem Leiter des Eschborner Museums statt. Er war gleich gern bereit, diese Ausstellung zu zeigen, denn das Haus hat ohnehin ein „partizipatives Konzept”, wie Dr. Peter Lingens erläutert: „Das heißt, die Ausstellenden können selbst entscheiden, was gezeigt wird und ihr Konzept auch selbst umsetzen.”
Stellvertretend sind vom Ausstellungsteam des Vereins Bernd Thümmler (Ehrensitzungspräsident) und Cornelia Starke (2. Vorsitzende) zu nennen. Sie haben sich federführend um die Ausstellung im Museum gekümmert. Doch ist hervorzuheben, dass die Ausstellung eine Gemeinschaftsleistung ist. Viele helfende Hände im Verein haben Ausstellungsstücke zusammengetragen, Fotos gesichtet, ausgewählt und gerahmt, Pokale ausgewählt, Orden sortiert, Kostüme aufbereitet, Sachen transportiert und schließlich im Museum aufgebaut.
„Die farbenfrohe Ausstellung zeigt ein großartiges Kapitel Eschborner Stadt- und Vereinsgeschichte. Vereine und Ehrenamt sind sehr wichtig für unsere Gemeinschaft. Daher ist es toll, dass diese Ausstellung in unserem Museum gezeigt wird”, freut sich Bürgermeister Adnan Shaikh.
Das Museum am Eschenplatz 1 ist dienstags von 9 - 12 Uhr, mittwochs und samstags von 15 bis 18 Uhr sowie sonntags von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.
