Es gibt gute Neuigkeiten zum Wiesenbad: Nach einem erfolgreichen Vergabeverfahren steht nun fest, dass das Eschborner Schwimmbad zukünftig mit Abwärme des nahegelegenen Rechenzentrums von nLighten versorgt wird. Nach zügigen Vertragsverhandlungen mit dem Rechenzentrumsbetreiber kann schon am kommenden Montag der Vertrag zur Abwärmenutzung unterzeichnet werden. Damit wird erstmalig deutschlandweit ein Schwimmbad aus der Abwärme eines Rechenzentrums beheizt. Da nLighten sein Rechenzentrum vollständig mit grünem Strom beheizt, ist die genutzte Abwärme nicht nur nachhaltig, sondern auch ökologisch vorbildhaft für eine gesamte Branche. Die Stadt Eschborn beabsichtigt dabei sowohl das neue wie auch das bestehende Bad durch die Abwärme zu beheizen. „Damit rüsten wir auf einen Schlag unseren größten Gasverbraucher der Stadt um auf eine nachhaltige Energiequelle“, gibt sich Bürgermeister Shaikh erfreut. Mit dieser guten Nachricht geht der Bau der neuen Schwimmhalle weiter stetig voran, denn Ziel der Verwaltung ist es weiterhin, der Bevölkerung so schnell wie möglich eine moderne und funktionsfähige Einrichtung zur Verfügung zu stellen.
Im Inneren des neuen Bades hat sich in den letzten Wochen ebenfalls viel getan: In der Lüftungszentrale sind Geräte und Leitungen bereits montiert, aktuell laufen die Isolierungsarbeiten an den Lüftungsleitungen. Die Einhausung auf dem Umkleidedach ist ebenfalls fertiggestellt. Bei der Elektroinstallation wurden die Kabeltrassen montiert, die Verkabelung ist in Arbeit. Im Bereich Heizung und Sanitär schreitet die Rohrmontage voran, auch die Heizungszentrale ist bereits teilweise installiert. Zudem hat der Trockenbau begonnen, erste Unterkonstruktionen sind bereits montiert. Wie es bei solch großen Projekten schon einmal der Fall ist, kam es zu Verzögerungen. So gingen auf die erste Ausschreibung der Badewassertechnik keine Angebote ein, die Ausschreibung musste daraufhin wiederholt werden. Inzwischen ist dieser Prozess abgeschlossen, der Auftrag vergeben und das Gewerk beauftragt, die Werk- und Montageplanung läuft. Die Verglasung der Fensterfronten ist größtenteils abgeschlossen, sodass die ersten Konturen des künftigen Bades schon zu erkennen sind.
Zeitgleich mit der erneuten Ausschreibung der Badewassertechnik kam es bei der Ausschreibung des Edelstahlbeckens zu einer Rüge – keinesfalls zu einer Klage, wie an mancher Stelle fälschlicherweise angenommen. Diese Rüge war allerdings kein Planungsfehler und ist den Generalplanern daher nicht anzulasten. Die Stadt Eschborn hat die Entscheidung der Vergabekammer umgesetzt.
Notwendige Toleranzanpassungen in den Vorleistungen führten zudem dazu, dass einige Zimmermannsarbeiten erst später beginnen konnten. Aktuell werden die Dachbinder an die baulichen Gegebenheiten angepasst – ihre Montage ist für Ende September geplant. Bis zum Beginn der Arbeiten sorgten die Errichter dafür, dass die Bauteile fachgerecht geschützt sind, so dass in der Zwischenzeit keine Schäden an den bereits vorhandenen Bauteilen entstanden sind. Die Abdichtungsarbeiten an den Dächern von Umkleiden und Foyer sind bereits abgeschlossen.
DieVerwaltung und die Bauverantwortlichen gehen dabei ihrer Kontrollpflicht bei den unterschiedlichen Bauabschnitten vollumfänglich nach. Sie verfolgen die Entwicklungen am Bau engmaschig und kommunizieren sämtliche Entwicklungen und Entscheidungen transparent im Magistrat sowie in den zuständigen Fachausschüssen offen. Den nächsten Meilenstein bildet neben dem Hallendach auch die vorzeitige Inbetriebnahme des Foyers mit dem neuen Eingangs- und Kassenbereich.