Ein gefragter Plakatkünstler und Maler

Retrospektive des Werkes von Peter Anton Jung im Eschborner Museum

Peter Anton Jung (1907–1982) stammte aus Mühlheim-Dietesheim. Nach einer Karriere, die ihn durch ganz Deutschland führte, lebte er ab 1965 in Eschborn.


Zunächst wurde er nach seinem Studium an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach „Gebrauchsgraphiker“, wie man damals sagte. Er arbeitete in Frankfurt und später in Berlin und war unter dem Namen Anton Jung ein gefragter Plakatkünstler: Jung arbeitete in den 1930er Jahren für die Deutsche Reichsbahn und die Deutsche Lufthansa. Nach dem Krieg entwarf er Plakate für die Deutsche Bundesbahn und die Deutsche Bundespost.


Gleichwohl verfolgte Jung seine Karriere als freischaffender Künstler. Von 1943 bis 1965 lebte er in Kronberg und gehörte 1948 zu den Mitbegründern des „Künstlerbund Taunus“ (Bad Homburg v. d. H.); Jung war Mitglied in verschiedenen Frankfurter Künstlervereinigungen. Er nahm an zahlreichen Kunstausstellungen in teil, unter anderem in Frankfurt am Main., Berlin und Bremen, später vor allem in Eschborn. Jung hatte Erfolg als Maler, seine Bilder wurden gekauft. Besprechungen seiner Ausstellungen und Werke betonten die „abstrahierte Natur“, seine Malerei sei „kraftvoll expressionistisch“ und besteche durch „starke Farbwirkung“.
 

Die Ausstellung im Museum der Stadt Eschborn zeigt vom 24. Juni bis 16. August 2026 Werke aus allen Schaffensphasen, besonders aber die spät entstandenen Ansichten von Eschborn, wo er alte Gassen und Fachwerkhäuser malte, jedoch auch den Wandel des Dorfes zu einem pulsierenden Wirtschaftsstandort dokumentierte.
 

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog. Das Museum am Eschenplatz 1 ist dienstags von 9 bis 12 Uhr, mittwochs und samstags von 15 bis 18 Uhr sowie sonntags von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.
 

Titel der Ausstellung:

Peter Anton Jung (1907–1982)

Gebrauchsgraphiker und Kunstmaler
 

Dauer: 24. Juni bis 16. August 2026