Endlich „Tag der offenen Tür“ im Notfallzentrum - Landrat Michael Cyriax freute sich mit den über 100 Wehrleuten und zahlreichen Gästen

Viele Eschbornerinnen und Eschborner erinnern sich bestimmt noch gut an die spektakuläre Parade aller Feuerwehrfahrzeuge. Beinahe zwei Jahre ist es her, als am 20. August 2020 der Umzug in das neue Notfallzentrum für Feuerwehr und Rettungsdienst in der Sankt-Florian-Straße vollzogen wurde. Doch mehr als Schauen und Staunen war damals Corona-bedingt nicht drin, alle Schaulustigen durften nur bis zum Tor. Daher war die Vorfreude bei allen Wehrleuten und ASB-Mitarbeitern umso größer, jetzt endlich einen „Tag der offenen Tür“ feiern zu dürfen, um das Gelände der Öffentlichkeit vorzustellen.

Der Andrang war jedenfalls groß, und schon ab mittags durften alle Fahrzeuge – darunter die erst 2021 neu in Betrieb genommene Drehleiter – von ganz Nahem besichtigt werden, und im Viertelstundentakt wurden Führungen durchs Gebäude angeboten. Vom Foyer ging es durch die Herrenumkleide in die Fahrzeughalle und das Einsatzmittellager sowie in die „Schwarzschleuse“. Sehenswert waren auch die Atemschutz- und Schlauchwerkstatt sowie Funk- und Stabsraum. Damit sich die ehrenamtlichen Kräfte rundum wohlfühlen, gibt es auch Fitness- und Gruppenräume sowie die „Floriansstube“ fürs gemütliche Beieinander. Im Fitnessraum müssen sich die Einsatzkräfte zudem für Atemschutzeinsätze fit halten. Der Feuerwehrverein hat die Einsatzabteilung mit dem Kauf der Fitnessgeräte stark unterstützt.

Für das leibliche Wohl wurde gut gesorgt, es gab reichlich Gegrilltes und Kuchen, und an Getränken mangelte es ebenfalls nicht.

Nach der offiziellen Eröffnung durch Landrat Michael Cyriax und Brandschutzdezernent Karlheinz Gritsch, konnte Stadtbrandinspektor Stefan Leder 25 Wehrleute, darunter zwei Frauen, jeweils um einen Rang befördern: Von Feuerwehrmannanwärtern bis zum Brandmeister war alles vertreten, denn auch während der Pandemie wurde fleißig weiter ausgebildet und geschult. Insgesamt kann er aktuell über 120 Einsatzkräfte verfügen, von denen 47 in Niederhöchstadt ihren Dienst verrichten.

Bei der Jugendfeuerwehr mit insgesamt 27 und den Minis mit 23 Mitgliedern sind die Betreuungskapazitäten beinahe ausgeschöpft, und so gibt es hier Wartelisten, wie Leder erzählt. Dass gerade der Nachwuchs für sein Hobby „brennt“, durfte er bei einer Schauübung zeigen, für den die Jugendlichen in einem „echten“ Feuerwehrauto mit Sondersignal vorgefahren kamen und aus drei Strahlrohren eine brennende Tonne löschten. Andere boten gemeinsam mit dem ASB, der ebenfalls seine Fahrzeuge präsentierte, ein Kinderschminken an, und eine Hüpfburg durfte natürlich auch nicht fehlen.

Da dieser „Tag der offenen Tür“ erstmals samstags stattfand, durfte der Abend entsprechend lang werden, und so nutzen viele Besucherinnen und Besucher ausgiebig das tolle Wetter und das musikalische Angebot der Band Kirkland, die mit einem Mix aus Rock und Pop für Unterhaltung sorgte.

Zurück