Die Polizeiliche Kriminalstatistik 2025 enthält erneut statistische Abweichungen. In Eschborn wurden 2.025 Straftaten erfasst, was einen Zuwachs von 30 % gegenüber 2024 bedeutet. Dieser Anstieg ist wie bereits im vergangenen Jahr wesentlich auf die Erfassungsrückstände zurückzuführen, die die Aussagekraft der Zahlen beeinträchtigen. Um diese Rückstände nachhaltig zu beseitigen, hat das Polizeipräsidium Westhessen im Berichtsjahr gezielt personelle und organisatorische Ressourcen gebündelt. Speziell eingesetzte Kräfte haben die betroffenen Vorgänge systematisch aufgearbeitet und vollständig in die statistischen Systeme überführt. Damit ist es gelungen, die Erfassungsrückstände umfassend abzubauen und die Datengrundlage der Polizeilichen Kriminalstatistik wieder zu stabilisieren. Für das aktuelle Berichtsjahr kann sich die PKS somit wieder auf eine verlässliche Datenbasis berufen.
„Im Jahr 2025 hatte das Polizeipräsidium Westhessen offen darauf hingewiesen, dass es aufgrund von Erfassungsrückständen zu Abweichungen zwischen den tatsächlich angezeigten Straftaten und den in der Polizeilichen Kriminaltatistik ausgewiesenen Fallzahlen gekommen war. Diese wirken sich durchaus unterschiedlich auf die Kommunen aus. Für Eschborn ist anzumerken, dass sich die Fallzahlensteigerung wesentlich auf die Erfassungsrückstände zurückführen lässt, auch wenn es gelungen ist, die Aufklärungsquote um 3,7 Prozent zu steigern. Konkret bedeutet dies für die Eschborner Bürgerinnen und Bürger: Eschborn ist nach wie vor eine sichere Stadt“, erläutert Tobias Erler, Leiter der Polizeidirektion Main-Taunus.
Die Aufklärungsquote für Eschborn liegt nun bei 55,9 %. Ebenfalls hat sich die Aufklärungsquote in der Polizeidirektion Main-Taunus verbessert, die 2025 um 4,3 Prozentpunkte auf 57,6 % gestiegen ist.
Bei den Deliktsgruppen, die fallzahlenmäßig in Eschborn besonders stark vertreten sind, handelt es sich vornehmlich um einfach Diebstahlsdelikte, Sachbeschädigung, (einfache) Körperverletzung sowie Betrügereien auf Onlinehandelsportalen.
„Zwischen der Stadtverwaltung und der Landespolizei besteht ein guter und regelmäßiger Austausch. Gleichzeitig arbeiten wir intern stetig daran, unsere Sicherheitskonzepte an aktuelle Anforderungen und Bedürfnisse angepasst zu halten. Seit einem Monat verstärken zwei neue Kollegen die Stadtpolizei und wir setzen verstärkt auf Fußstreifen im Stadtgebiet. Das erhöht sowohl die objektive Polizeipräsenz als auch das subjektive Sicherheitsgefühl“, erklärt Bürgermeister Adnan Shaikh.
Die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) wird seit 1971 nach bundeseinheitlichen Richtlinien erstellt und als „Ausgangsstatistik“ geführt. Dies bedeutet, dass bekannt gewordene Straftaten erst nach Abschluss der polizeilichen Ermittlungen in der Polizeilichen Kriminalstatistik erfasst werden.