Eschborn beschließt Nahmobilitätsplan

"Was brauchen wir, um den Fuß- und Radverkehr in Eschborn zukunftsfähig aufzustellen?" Darum geht es bei dem durch das Land Hessen geförderten und von der Stadtverordnetenversammlung der Stadt Eschborn in ihrer Sitzung am 17.03.2022 verabschiedeten Nahmobilitätsplan.

Eine umfangreiche Bestandsanalyse sowie die Datenauswertung zweier Workshops mit Stadtspaziergang waren Bestandteil der standartisierten Vorgehensweise des Nahmobilitäts-Checks. Der Nahmobilitätsplan stellt die Ergebnisse aus den einzelnen Arbeitsschritten dar und beschreibt Empfehlungen zur Umsetzung der Lösungsmöglichkeiten für den Fuß- und Radverkehr. Am Plan mitgewirkt haben verschiedene Fachbereiche aus der Stadtverwaltung, Vertreter des ADFC und Mitglieder des Bau- und Umweltausschusses der Fraktionen von CDU, Grüne, FWE, SPD und Linke.

 

Der Nahmobilitätsplan erwähnt postiv die kurzen Distanzen und die gute Erschließungsqualität in Eschborn. Verbesserungspotenzial wird vor allem in der Verknüpfung zu den Gewerbegebieten gesehen. Mögliche Maßnahmen greifen genau diese Schwäche auf und benennen besonders die Hauptverkehrsstraßen in und zu den Gewerbegebieten, die für den Rad- und Fußverkehr verbessert werden sollten. Insgesamt 26 Maßnahmen enthält der Ergebnisbericht, aufgeteilt in die drei Katerogien "Vernetzung von Quellen und Zielen", "Aufenthaltsqualität stärken" und "Kampagnen, Kommunikation, Organisation".

"Insgesamt stellt der Maßnahmenkatalog eine wichtige Grundlage für die Priorisierung und Einordnung der Problemstellen dar und benennt erste Lösungsansätze. Jede Maßnahme muss jedoch individuell auf die Umsetzbarkeit geprüft werden", erläutert der Nahmobilitätsbeauftragte der Stadt, Andreas Gilbert. "In einigen Bereichen sind nicht wir selbst Baulastträger, sondern Hessen Mobil oder die Deutsche Bahn, sodass wir hier auf deren Kooperation angewiesen sind. Doch auch diese Problemstellen wollen wir angehen."

 

Die Erste Stadträtin Bärbel Grade hat es sich zum Ziel gesetzt, die Umsetzung des Nahmobilitätsplan voranzutreiben. "Durch die Verbesserung des Nahmobilitätsangebots werden wir postive Effekte für alle erzielen: Schulkinder, Seniorinnen und Senioren, Pendlerinnen und Pendler, Freizeitsportler und -sportlerinnen", so Grade.

 

Das Land Hessen übernahm 60 Prozent der Kosten für den Nahmobilitäts-Check. Der Nahmobilitätsplan wurde gemeinsam mit dem Fachbüro "Mobilitätslösung" aus Darmstadt erarbeitet.

Der vollständige Bericht zum Nahmobilitätsplan kann auf der städtischen Homepage abgerufen werden unter www.eschborn.de/nahmobilitaetsplan.

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