Eschborn wird Solar-City und fördert Solarstromerzeugung in Bürgerhand

Die Stadt Eschborn baut ihr städtisches Förderprogramm für Klimaschutzmaßnahmen aus und fördert ab 2021 Solarstrom-Dachanlagen, Plug-in-Solarstrom-Anlagen sowie Stromspeicher und häusliche Ladestationen für Elektroautos.

Eschborn legt den Schwerpunkt beim Klimaschutz im Jahr 2021 auf den Ausbau der Solar-Energie (Photovoltaik). Bürgermeister Adnan Shaikh verkündet stolz: „Seit dem 1. Januar 2021 fördert die Stadt erstmals private Solarstrom (Photovoltaik) - Dachanlagen, Stromspeicher und häusliche Ladestationen für Elektroautos. Mit Stecker-Photovoltaik-Anlagen für den Balkon erhalten diejenigen, die über keine geeigneten Dachflächen verfügen, auch die Chance eigenen Strom zu erzeugen. Möglich macht dies die neue Richtlinie zur Förderung von Klimaschutzmaßnahmen, mit der wir die klimafreundliche Energieerzeugung in Bürgerhand und die energetische Gebäudesanierung ankurbeln möchten.“ Neu sei z.B. die Förderung von Photovoltaik-Anlagen zur Gewinnung von Solarstrom mit und ohne Stromspeicher für Wohn- und Nichtwohngebäude. Die städtische Förderung liege bei bis zu 200 Euro je Kilowatt-Peak (kWp) installierter Leistung. „Damit wird die Stromproduktion auf dem heimischen Dach besonders lukrativ. Da die Preise für Solarstrom-Module in den letzten 10 Jahren stark gefallen sind, aber gleichzeitig die Strompreise für bezogenen Strom stetig steigen, lohnt es sich, eigenen Strom zu produzieren und diesen in möglichst großem Umfang selbst zu verbrauchen,“ erläutert Bürgermeister Shaikh. Wer prüfen wolle, was sein eigenes Dach für die Stromproduktion leisten kann und mit welchen Kosten zu rechnen ist, findet weitere Informationen unter www.energieland.hessen.de/solar-kataster. Bereits mit Anlagen von 5 bis 10 kWp Leistung zu Preisen von etwa 1.000 Euro pro Kilowatt lässt sich der Strombedarf für das Eigenheim einer vierköpfigen Familie weitgehend decken. Hilfreich ist hierbei ein - zusätzlich geförderter- Stromspeicher genauso wie geschicktes Timing beim Einsatz von z.B. Waschmaschine und Trockner.

Ein Highlight für alle, die kein Haus besitzen aber dennoch etwas praktisches für den Klimaschutz tun wollen, ist die städtische Förderung von Mini-Stecker-Solarstrom-Anlagen für den heimischen Balkon. Diese sind je nach Leistung ab ca. 600-800 Euro erhältlich. Die Stadt erleichtert den Einstieg mit bis zu 400 Euro Zuschuss, die auf Antrag gewährt werden. Voraussetzung ist die Genehmigung des Vermieters und der Nachweis der fachgerechten Montage. Mit einer Stecker-Solarstrom-Anlage lassen sich bis zu 600 Watt/h ins eigene Stromnetz einspeisen. Aufs Jahr gerechnet sind damit - je nach Einstrahlung - etwa 500-1.000 kWh zu erzeugen. Die Stromrechnung kann sich dadurch um 150 bis 300 Euro vermindern – je nach Verbrauchsverhalten.

Auch wer künftig sein Elektroauto zu Hause - und schneller als mit der üblichen Steckdose möglich - laden möchte, erhält für eine häusliche Ladestation (Wallbox) eine städtische Förderung. Diese beträgt in Kombination mit einer Solarstromanlage bis zu 400 Euro je Wallbox, ansonsten 250 Euro.

Neu aufgelegt bzw. aufgestockt wurden zudem folgende Förderprogramme im Bereich der energetischen Gebäudesanierung:

• Erhöht wurde die Förderung von Solarwärme-Anlagen für Heizung und Warmwasser in Hybridheizungssystemen (wie Gas + Solar) sowie Holzpellets- und Mini-BHKW-Heizungen.

• Gefördert werden erstmals auch Brennstoffzellen-Heizungen, die gleichzeitig Strom und Wärme produzieren und

• wie bisher Hocheffizienz-Heizungspumpen, die bis zu 90% des bisherigen Pumpenstroms einsparen.

• Die Förderung von Energieeinsparmaßnahmen durch Wärmedämmung von Fassaden und Dächern sowie Fenster- und Türentausch wurde beibehalten und an die allgemeine Preisentwicklung angepasst.

 

Achtung: Der Förderantrag muss vor der Beauftragung von Maßnahmen gestellt werden. Erst nach Genehmigung und Zugang der Bewilligung ist die Maßnahme durchzuführen.

 

Für Fragen zum Thema Klimaschutz und Förderrichtlinie können sich Interessierte an den städtischen Klimaschutzmanager wenden, Edmund Flößer-Zilz, klimaschutz@eschborn.de oder energieberatung@eschborn.de. Die kostenlose städtische Energieberatung findet – ausschließlich nach telefonischer Terminvereinbarung unter 06196 490-590 – donnerstags von 08:00 - 14:00 Uhr im Rathaus Eschborn statt.

Weitere Informationen sind unter www.eschborn.de in der Rubrik Klimaschutz/Energieberatung zu finden.

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